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1970er: Güterschuppen Schötmar vor dem Abriss

Der Bahnhof in Schötmar hatte nicht nur für die Industriestadt große Bedeutung im Güterverkehr, sondern auch für die umliegenden Orte und die Landwirtschaft. Kein Wunder also, dass man in Schötmar eine große Güterabfertigung errichtete (nachdem man auch endlich einen Bahnhof an der 1880 erbauten Bahnlinie bekommen hatte, aber das ist eine andere Geschichte…). Recht kurz vor dem Abriss des alten „Westernbahnhofs“ blicken wir hier 1974 von der Uferstraße auf das langgestreckte Gebäude entlang der Ladestraße. Vorne links sehen wir den Giebel des Personenbahnhofs, rechts von die Eingangstür zur Güterabfertigung. Von dem gesamten Gebäude sind als einzige Spuren ganz am Ende noch Reste der Laderampe zu finden. Ein Blick zurück in eine Zeit, als es noch hieß „Güter gehören auf die Bahn“…

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1960er: Schötmar, Kattenbrink

Heute mal wieder das Suchspiel: „Wo steht mein Haus?“. Auf dieser Luftaufnahme vom Kattenbrink lässt sich vieles entdecken: Die Häuser fertig, die Straßen noch nicht alle ausgebaut und drumherum noch viel Freiflächen. Auf der B239 ist ein einziges Fahrzeug unterwegs, von Wohnwagen Ullrich ist noch nichts zu sehen. Ebenso wie von der ausgebauten Industriestraße, dem (heute) ehemaligen Tielsa-Gelände oder anderen Betrieben an der Straße. Anstelle des heutigen Jugendzentrums @on stehen noch Baracken und aus dem Hintergrund grüßen als helles „Gebirge“ die Hoffmann’schen Stärkefabriken aus Salzuflen. Viel Spaß beim weiteren Unterschiede-Suchen und herzlichen Dank an die Bildgeberin!

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1950er: Sonntagsausflug ins „Brüggenhaus“

Der klassische Sonntagsausflug scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein – früher gehörte er noch zu jedem Sonntag dazu: Wenn das Auto (meist am Tag zuvor frisch gewaschen und gewienert) herausgeholt wurde und der stolze Papa mit der holden Gattin und den Kindern „ins Grüne“ aufbrach. Ein beliebtes Ziel war dabei schon früher das „Brüggenhaus“ in Schötmar, vis-a-vis der Heerser Mühle und der heutigen Feuerwache.

Nach der lesenswerten Historie, die Dr. Stefan Wiesekopsieker für das Haus zusammengetragen hat und gemeinsam mit dem Historiker Roland Linde veröffentlicht hat, geht das Brüggenhaus in seinen Ursprüngen auf das späte 16. Jahrhundert zurück. Mindestens seit Anfang des 17. Jahrhunderts wurde hier der Wegezoll für die Überquerung der Werre fällig – heute fällt die Brücke der B239 beim Vorbeifahren überhaupt nicht mehr auf. Weil die Zoll-Einnahmen nicht gerade kräftig sprudelten, wurde das „Mauthäuschen“ um eine Gastronomie und später einen Biergarten erweitert. Auch ein Gärtnererei-Betrieb auf der anderen Werre-Seite gehörte zum Brüggenhaus – nach der Schließung der Gärtnerei entstand hier das Schötmaraner Freibad.

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2010er: Bunte Klötzchen an der Roten Erde

Ein paar Kilometer südlich der Innenstadt bietet sich dem (fliegenden) Betrachter ein ganz anderes Bild unserer Stadt: Viele Felder, dazwischen Wohnsiedlungen und einzelne Höfe. In Holzhausen kommen noch zwei große Industriegebiete hinzu. Hier sehen wir Container der Firma Bobe in vielen verschiedenen Farben auf dem Betriebshof des Unternehmens gestapelt. Daneben zieht sich die Bundesstraße 239 schnurgerade durch den Ort, die Häuser in der Bildmitte gehören zur Siedlung „Rote Erde“. Weiter hinten in den Feldern kann man den Verlauf der Werre anhand der Bäume am Ufer erkennen. Am oberen Bildrand grüßt schon Knetterheide während die Brücke davor zur Ostwestfalenstraße gehört.WDiBSloabd_Luftaufnahme_Holzhausen_Rote_Erde_Bobe