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1930er: Die Macht der Reklame macht Station in Hannover

Die „Macht der Werbung“, damals noch „Reklame“ genannt, wußte Bad Salzuflen in den 1920er und 1930er Jahren gut für sich zu nutzen. Hier dokumentieren wir ein solches Beispiel: Eine große Reklametafel im Hauptbahnhof Hannover, die gezeichnete Ansichten des Leopoldsprudel, des Kurpark und des Hermannsdenkmals zeigt, wirbt  vermutlich in den 1930er Jahren mit dem Spruch „Besucht Bad Salzuflen – Teutoburger Wald“. Sehenswert aber auch die anderen Werbungen und die vielen Hinweisschilder: Ob die Beschilderung des „Wartesaal I. & II. Klasse“, der Blick auf die Gepäckannahme oder die Veranstaltungswerbung vom Tivoli, die Ankündigung von „Reichsbahn-Sonderfahrten“ oder die Werbung für „Erdoel-Tiefbohr-Anlagen“ von Alfred Wirth aus Erkelenz. Ein besonderes Detail verbirgt sich noch am unteren rechten Bildrand: „Theodor Schulze’s Bahnhofsbuchhandlung“ wurde erst 2001 aus Familienbesitz an einen Konzern verkauft. 

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1960er: Kurze Werbeunterbrechung mit alten Bekannten (VIII)

Am heutigen Montag schauen wir wieder knapp 50 Jahre zurück – und sehen: In Bad Salzuflen gibt es viele Unternehmen mit Tradition. Das Stadtcafe Am Markt 7 ist heute noch das älteste Cafe der Stadt und das Spanferkel von Daubel gehört ja zu unserer Stadt wie der Pickert zu Lippe. Fisch-Obendiek in Schötmar gibt es dagegen nicht mehr, selbst die Anschrift existiert nicht mehr. Denn die Lange Straße in Schötmar wurde bei der Großgemeindebildung 1969 umbenannt in Schloßstraße. Ähnlich dürfte es sich mit dem Haus „Carla“ von Frau Bobe verhalten. Denn auch die Namensgebung und die Hausnumerierung der Wüstener Straße hat sich zwischenzeitlich geändert. Vielleicht kann jemand zu dem Haus „Carla“ noch weitere Angaben machen?

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1960er; Kurze Werbeunterbrechung – mit alten Bekannten (IV)

Heute wieder eine kurze Werbeunterbrechung: Bei Salamander-Schuhen denken heute noch viel an das Schuhhaus Dohmeier. Wer weiß, wo Hans Leo Firmenich noch ein Schuhgeschäft hatte – außer in der Osterstraße? Der „Rauchfang“ ist immer noch nicht aus dem Stadtbild wegzudenken und gehört dazu wie eh und je. Auch an die Werkstatt von Karl Hilgenböker dürfte sich viele noch erinnern, sei es weil das Fahrrad streikte oder das erste Moped reparaturbedürftig war. Und als Mitglied der Fleurop war Blumen Wedekind am Markt eine sichere Bank – von Brautsträußen bis zu Trauerkränzen…

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Werbung vor 1900! (Nicht für Vegetarier geeignet)

Siegfried Obermeier am Salzhof hatte Gelegenheit, einen großen Posten Chicagoer Kranz-, Mittel- und Sülzedärme (trocken und gesalzen) zu kaufen und gibt solche zu billigen Preisen ab! Wer mit diesen Begriffen erst mal nichts anfangen kann: Noch heute gibt es beispielsweise Kranzdärme zu kaufen. Sie wurden bei der Hausschlachtung für die Herstellung von Würsten gebraucht. Deshalb verspricht Siegfried Obermeier Schlachtern auch Rabatt auf die Preise. 1896 war es durchaus noch üblich, dass nicht nur Bauern ein Schwein hielten und auch die Hausschlachtung war noch Gang und Gäbe. Interessant auch sein Hinweis auf das Ofenlager: „Reichskochöfen“, „Füll- und Kochöfen“, „Kesselrümpfe mit Kocheinrichtung“ und „Kochmaschinen aller Art“ sind dort zu finden.WDiBSloabd_1896_Anzeige_Obermeier_Lange_Strasse_WEB

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Eine kurze Werbe-Unterbrechung

1920er_autovermietung_opelZum Abend noch eine kurze Werbeeinblendung: Für „Rundfahrten zweimal wöchentlich“, Gummi-Reparaturen und die eigene Tankstelle warb die Firma Opel & Co. in den 20er Jahren. Da unter der Nummer „377“ keiner mehr ans Telefon geht, wollen wir gerne wissen: Wo befand sich die Firma? Die Adresse „Am Kurpark“ ist leider nicht sehr genau…. Wer Hinweise geben kann, bitte per E-Mail an info@wdibsloabd.de oder über die Kommentare oder über unsere Kontaktseite!