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1980er: Ab in die Haferkiste

Viele früher weithin bekannte Kneipen und Gastronomien gibt es heute nicht mehr. So wie die „Haferkiste“ am gleichnamigen Hafermarkt. Auf dieser Postkarte aus den 1980ern erstrahlt der beliebte Treffpunkt von Inhaber Theodor Ehlebracht noch im alten Glanz. Legendär natürlich auch die Abende auf dem Salzsiederfest, wenn unter einem alten Lastenfallschirm der Bundeswehr ein Gedränge und Geschiebe herrschte, dass heute jeden Sicherheitsbeauftragten um den Schlaf bringen würde. An den „Feier-Markt“ mit Wappenkrug, Tante Emma, Haferkiste und Bauernstuben erinnern sich heute noch viele gerne zurück….

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1900: Die schmale Gasse Steege

Wer heute die Steege entlang schlendert. geht auf einer breiten Straße. Vom anderen Salzeufer grüßen Gärten und die neugestaltete Uferterrasse lädt zum Verweilen ein. Das war früher bei weitem nicht so. Auf dieser Aufnahme, etwa um 1900, sehen wir die Steege in ihrer ursprünglichen Form. Im Hintergrund quert nur eine schmale Brücke die Salze, die noch in ihrem alten Lauf fließt. Während die rechte Seite heute noch existiert, sehen wir links den Hof des Salzebauern und das Vorgängergebäude des „Kleinen Grünauer“ an der Ecke zur Wenkenstraße. 

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XIX

Winter 1986: Leichte Schneereste auf Dächern und an den Straßenrändern. Beim Blick auf den Hafermarkt fallen einem gleich viele Unterschiede zu heute auf, auch wenn sich die Gebäude äußerlich (fast) nicht verändert haben: Die „Haferkiste“ bei Theo gibt es nicht mehr, ebenso wie daneben im Haus Gießenbier das Glas- und Porzellangeschäft Middeke. In den rechts am Bildrand sichtbaren „Wappenkrug“ hat neue Gastronomie Einzug gehalten und das alte Fachwerkhaus am linken Bildrand (gegenüber von „Tante Emma„) wird nach langen Jahren des Verfalls jetzt endlich saniert. Bemerkenswert aus heutiger Sicht: Wie sauber und zahlreich die alten Kugellampen noch sind…

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XVIII

An einem schönen Wintertag (man kann die Kälte förmlich spüren) blicken wir die Wenkenstraße hinauf – wo der heutige „Poller“ noch Zukunftsmusik ist. Lediglich eine rote Ampel regelt das Durchfahrtsverbot während der Mittags- und Nachtzeiten. Das Gebäude rechts wird zu jener Zeit noch reichlich frequentiert: Im Haus Schuseil, dem „Litfaß“ wird in der Disco oder der Kellerbar kräftig gefeiert. Viele Bands geben hier ihr erstes Konzert. Auf der linken Seite wirbt ein Schild für die „Kutscherstube“, davor befand sich die „Giraffe“. Heute gibt es hier original spanische Leckereien im „Soultapas“. Das Gebäude der „Kutscherstube“ dagegen ist wohl inzwischen abbruchreif – zuletzt hieß die klassische Eckkneipe „Löwenzahn“. Und natürlich gibt es wieder einiges zu raten und zu erkennen für unsere Auto-Spezialisten…. 

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1970er: Große Lieferung am Kaisereck

Heutzutage ist eine Container-Lieferung ja längst nichts Besonderes mehr. 1973 wurde diese große Anlieferung am „Kaisereck“ noch als seltenes Ereignis fotografisch festgehalten. Und was gibt es auf diesen beiden Bildern nicht alles zu entdecken: Neben dem bahneigenen LKW sehen wir viel Bautätigkeit. In der Straße „Am Steinbrink“ Richtung Lipperlandklinik werden gerade Wohnbauten fertiggestellt, während das Baugebiet „Jahnstraße“ gerade erst entsteht. Auf dem zweiten Bild sehen wir, dass das Straßenschild bereits steht, aber die Straße nicht mehr als eine Schotterpiste für Baufahrzeuge ist. Apropos Straßenschilder: Die „Wüstener Straße“ heißt hier noch „Alte Vlothoer Straße“. Weiß jemand, wann die Umbenennung von Wenken-, Beet- und Wüstener Straße erfolgt ist?

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1950er: Josefs- und Vincenzheim an der Wenkenstraße

Bis in die 1980er präsentierte sich die Ecke Dammstraße / Wenkenstraße so wie auf dieser Postkarte vermutlich aus den 1950er Jahren. Auf ihrem eigenen Grundstück hatte die katholische Kirchengemeinde das Josefs- und das Vincenzheim bauen lassen. Während das frühere Josefsheim später zu Wohnungen umgebaut wurde, musste das Vincenzhaus den Neubauten an der Dammstraße weichen. Das Motiv dürfte schon 20 Jahre vorher genauso ausgesehen haben, aber das am Strommasten sichtbare Schild macht doch stutzig: In Englisch und Deutsch wird hier ein Parkverbot ausgesprochen – damit dürfte die Aufnahme vermutlich erst nach 1945 entstanden sein, als die Zahl der englischen „Gäste“ deutlich angestiegen war…

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1910er: Villa Stüde in der Wenkenstraße

Das Foto des heutigen Tages ist im doppelten Sinne historisch: Die Aufnahme aus der Zeit um 1910 zeigt das damals gerade neu errichtete Kinderkurheim „Villa Stüde“ – das Haus wurde erst vor kurzem abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Gebäude an der Ecke Wenkenstraße / Lietholzstraße zeigt sich auf dieser Postkarte von seiner besten Seite. Noch mit offenen Balkonen (die später zugebaut oder verglast wurden) und ganz im Stil der Belle Epoque vor dem 1. Weltkrieg. Die Mädchen in feinen Kleidern, während die Jungs fast ausschließlich den damals so beliebten „Matrosen-Look“ tragen. Leider ist das Haus nie unter Denkmalschutz gestellt worden, so dass nach einer längeren Zeit des Leerstandes nur noch die Abrissbirne auf diesen klassischen Vertreter Bad Salzufler Bäder-Architektur wartete…WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Haus_Stüde_Wenkenstrasse_Aussenansicht_WEB

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1900: Hafermarkt und Obere Mühlenstraße

Heute blicken wir um 1900 herum in die Obere Mühlenstraße: Bis auf das Haus Backs links und die Ecke vom „Wappenkrug“ erkennt man diese fast älteste Ecke unserer Stadt heute kaum wieder. Die Obere Mühlenstraße ist noch geprägt von Fachwerkhäusern, von denen die letzten in den 1970ern dem Salzeumbau zum Opfer fallen werden. Schon vorher werden die beiden Häuser rechts im Bild verschwunden sein: Hier erhebt sich bis heute ein stattliches Haus, zuletzt mit dem Cafe „Tante Emma“, an dem derzeit kräftig umgebaut wird. Vermutlich wird sich keiner unserer Leser an genau dieses Bild erinnern, aber vielleicht weiß jemand, welche der Häuser in der Oberen Mühlenstraße noch bis zuletzt standen?

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1960er: „Such‘ den Unterschied“ aus der Luft

Heute wieder ein Suchbild: Wir befinden uns vermutlich Mitte der 1960er Jahre und blicken auf unsere Stadt und den Vierenberg. Und welche Unterschiede zur Gegenwart findet man hier auf dieser 50 Jahre alten Postkarte! Links unten sehen wir noch den Kleinbahnhof „Kurpark“ der 1962 stillgelegten Kleinbahn Herford-Vlotho, an der Parkstraße sind weder die Klinik am Kurpark noch das Maritim zu finden. An den Gradierwerken steht noch das Badehaus VI, ganz früher übrigens Endstation der Pferdebahn vom Bahnhof zum Kurgebiet – dahinter wird an der Konzerthalle offensichtlich gerade der spätere Parkplatz angelegt. Heute steht hier das Kurgastzentrum und der „rote Platz“. Aus dem Asental grüßt die LVA-Klinik, doch von den anderen Kliniken ist noch nichts zu sehen. In der Wenkenstraße steht noch die ehrwürdige Villa „Strunk“ (mit dem markanten Turm), von der Rosen-Apotheke findet sich (noch) keine Spur. Die Wohngebiete an der Jahnstraße oder am Sonnenberg fehlen ebenfalls. Und ganz unten sieht man noch das alte Feuerwehrgerätehaus von Salzuflen an der Dammstrasse.
Viel Spaß beim Suchen nach weiteren Unterschieden (Bild unten anklicken, dann öffnet sich die große Ansicht)!

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1960er: In der Wüstener Straße

Wer diese beiden Gebäude auf Anhieb erkennt, wundert sich erst einmal: „Die stehen doch nicht in der Wüstener Straße!“ Richtig – aber in den 1960ern standen sie noch dort. Denn die heutige Wenkenstraße hieß früher ab der Einmündung Waldstraße „Wüstener Straße“ – und die heutige Wüstener Straße hieß „Alte Vlothoer Straße“. Mit den großen Umbenennungen fing man zur Gemeindereform 1969 an, der Durchbau der Beetstraße zur Wasserfuhr tat dann sein übriges. So wurde dann aus dem Haus Dickmann in der Wüstener Straße 28-30 die Häuser Wenkenstraße 66 und 68. Ob der neue Straßenname nun schöner ist als der alte, darüber mag man streiten. Unstreitig ist aber, dass beide Häuser durch Um- und Anbauten viel von ihrem eigentlichen Charme verloren haben…

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