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1970er: Die Salze kommt…

Heute sind Windböen und Starkregen zu verzeichnen – die Salze führt an solchen Tagen deutlich mehr Wasser und steigt an. Früher war das ähnlich: Oftmals zur Schneeschmelze wurde aus dem harmonischen Fluss ein reißender Strom, der sich einen ganz eigenen Weg durch Landschaftsgarten, Kurpark und vor allem durch unsere Innenstadt suchte. Auf dem Foto von 1970 sehen wir den alten Salzeverlauf, aufgenommen von der Brücke der Dammstraße. Links die „Autohalle“ von der Kohlenhandlung Riemeier, daneben die Fachwerkhäuser der Unteren Mühlenstraße. Sandsäcke und eine große Mauer halfen nicht viel – deshalb beschloss man eine großflächige Umgestaltung an dieser Stelle: Die Salze wurde in ein neues Bett verlegt, die Ufer befestigt. Die Maßnahmen, denen alle hier auf dem Bild sichtbaren Gebäude zum Opfer fielen, zogen sich von der Konzerthalle bis zur Salzemündung in die Werre quer durch die Innenstadt. Auf dem Vergleichsbild – fast genau 25 Jahre später – wird deutlich, wie sehr sich das Gesicht unserer Stadt an dieser Stelle verändert hat…

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1960er; Kurze Werbeunterbrechung – mit alten Bekannten (V)

Heute wieder eine kurze Werbeunterbrechung – mit einer großen Frage: Wer kann sich denn noch an die „Praterstuben“ erinnern? Viele kennen die Lokalität an der Unteren Mühlenstraße / Ecke Steege wahrscheinlich unter ihren späteren Namen „Bon“ und „Muckefuck“. Was lieferte die „warme Küche bis 3 Uhr“ denn Leckeres? Und hat vielleicht noch jemand ein Foto der alten „Praterstuben“? Und an „Teppich Ziemke“ in der Osterstrasse werden sich wahrscheinlich noch mehr erinnern – nicht zuletzt, weil die Inhaberin noch bis ins hohe Alter als Tischtennisspielerin unterwegs war, wie die Lippische Landeszeitung hier berichtete.
Wir freuen uns wie immer auf Anmerkungen, Anekdoten, Informationen und Fotos!

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1960er: „Zum Zollstock“ in der Unteren Mühlenstraße

Herforder, Wicküler, Cola und Underberg – an der Außenwerbung der Kneipe „Zum Zollstock“ konnte man in den 1960ern direkt ablesen, welche Getränke ausgeschenkt wurden. Heute befinden sich hier die „Salzestuben“ und alles sieht ein wenig anders aus… An der Unteren Mühlenstraße können schon längst keine Autos mehr parken, hier kann man heute in der Außengastronomie entlang der Salze-Promenade sitzen. Im Zuge der Salzeverlegung wurden alle Häuser entlang der Unteren Mühlenstraße abgerissen – lediglich das Haus vom „Zollstock“ blieb stehen, dahinter wurden Neubauten errichtet. Der Eingang zu den „Salzestuben“ ist heute übrigens auf der Seite zu finden, neben dem Underberg-Schild…WDiBSloabd_1960er_BadSalzuflen_Zum_Zollstock_Untere_Muehlenstraße_Salzestuben_WEB

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1920er: Die Salze im alten Bett

Dieses Bild (vermutlich aus den 1920er Jahren) erkennt man heute kaum wieder: Sowohl Gebäude wie auch Bäume sind verschwunden, lediglich das Haus im Hintergrund mit dem Telegraphenmasten auf dem Dach steht heute noch an der Steege (ehemals Fontes, heute Betten-Kunkel). Die Häuser an der Unteren Mühlenstraße mussten der Salzeregulierung in den 1980er Jahren weichen, das linke Fachwerkhaus mit der Hausnummer 22 war das „Stammhaus“ der Kohlenhandlung August Riemeier und wurde bereits in den 1930ern durch einen Neubau ersetzt.WDiBSloabd_1920er_BadSalzuflen_Salze_Untere_Muehlenstraße_WEB