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1900: Die schmale Gasse Steege

Wer heute die Steege entlang schlendert. geht auf einer breiten Straße. Vom anderen Salzeufer grüßen Gärten und die neugestaltete Uferterrasse lädt zum Verweilen ein. Das war früher bei weitem nicht so. Auf dieser Aufnahme, etwa um 1900, sehen wir die Steege in ihrer ursprünglichen Form. Im Hintergrund quert nur eine schmale Brücke die Salze, die noch in ihrem alten Lauf fließt. Während die rechte Seite heute noch existiert, sehen wir links den Hof des Salzebauern und das Vorgängergebäude des „Kleinen Grünauer“ an der Ecke zur Wenkenstraße. 

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1970er: Hauptverkehrsstraße Lange Straße

Heute laufen wir durch die neue Fußgängerzone und müssen – wenn wir Glück haben – keinem Auto ausweichen. Bis zum Bau der eigentlich Fußgängerzone war das ganz anders, wie unser heutiges Bild aus Anfang der 1970er Jahre zeigt: Wir blicken die Lange Straße hinunter Richtung Schliepsteiner Tor – damals eine Hauptverkehrsstraße. Zwar herrscht absolutes Halteverbot, doch die engen Bürgersteige laden nicht wirklich zum Bummeln ein. Vorne rechts sehen wir das Rheingold an der Ecke zur Steege, dahinter noch das alte Gebäude der Commerzbank. Vor der Drogerie stehen beleuchtete Verkehrsschilder, die den Fahrzeugen aus Richtung Herford den Weg weisen. Insgesamt sieht es heute doch wesentlich einladender aus in unserer Langen Straße…

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1970er: Einmal rund um den Salzhof

Auf dieser Luftaufnahme rund um das historische Rathaus und den Salzhof gibt es wieder viel zu entdecken – vor allem auch für unsere Automobil-Experten! Vermutlich in den 1970ern oder frühen 1980ern sehen wir das alltägliche Treiben rund um den Markt und den Salzhof. In der Bildmitte noch das üppige Grün des Salzeufers, von dem heute fast nichts mehr übrig ist. Der Salzhof dient noch als Parkplatz und Omnibusbahnhof – noch weiß keiner, dass hier einmal Bon Jovi spielen wird. Die Straßenarbeiter haben sich alle Mühe bei der Bemalung der Straßen gegeben, Richtungsfahrstreifen und Zebrastreifen sorgen für Ordnung. Am Salzhof grüßt noch der Schriftzug von „Kölling“, die Häuserzeile sieht heute komplett anders aus. Die Adler-Drogerie ist noch in vollem Betrieb, ebenso die Buchhandlung Schade und der Biergarten vor dem Ratskeller ist noch sehr überschaubar. Viel Spaß beim Suchen und Entdecken!

P.S.: Dieses Bild hängt auch an prominenter Stelle in einem der abgebildeten Häuser. Vielleicht kennt es der eine oder andere?
P.P.S.: Ein Klick auf das unten stehende Bild vergrößert es.

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1950er: Käfer-„Plage“ am Posteck

Die Ecke an der Post – oder das „Post-Eck“, wie es auf dieser Ansichtskarte vmtl. aus den 1950ern genannt wird – hatten wir schon ein paar Mal hier als historische Aufnahme (hier und hier). Aber stets mit Hochwasser. Deshalb heute mal ein Blick auf eine Zeit, in der man an der Ecke der Steege noch Konfitüren, Südfrüchte, Zigarren sowie Gold und Silber kaufen konnte. Heute gibt es da ja mehr schöne Textilien. Eines fällt aber bei dem Bild auf: Das Auto des Jahres (oder Jahrzehnts) ist definitiv der VW Käfer – wir zählen mindestens sechs. Und Ihr?

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1970er: Neulich bei Tchibo…

Hier ist heute nichts mehr so wie auf diesem Foto – nur Tchibo ist (wieder) an alter Stelle. Vermutlich Ende der 1970er schauen wir auf das Eckhaus Lange Straße 51 und sehen auf den ersten Blick, was heute alles anders ist. Das Gebäude wurde durch einen Neubau ersetzt, „Pelze Schönlau“ gibt es nicht mehr, die Fußgängerampel ist ebenso schon längst Geschichte wie die Durchfahrt durch die Steege zum Herforder Tor (jedenfalls für PKW). „Meier’s Bierstuben“ (links im Bild und nur echt mit dem Apostroph) gibt es ebenfalls nicht mehr. Viele werden sich bestimmt auch noch an den Brunnen erinnern, denn hier begann einst die Tradition des „Brunnensaufens“ zur Abi-Zulassung…

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1960er: Kurze Werbeunterbrechung mit alten Bekannten (VI)

Ein kurzer Rückblick in die Werbung. Während bei Ernst Gerland in der Brüderstraße 14 schmutzige Wäsche gewaschen wurde, war jedem Salzufler klar: Bei Salon Bollhöfer ist „Ihr Haar in besten Händen“. Ein schönes Foto der Langen Straße mit dem Salon Bollhöfer findet man übrigen HIER bei uns auf der Seite.
Und statt Girlanden, Lampions und Fähnchen von Carl Fornfeld gibt es in der Steege 8 heute Kinder-Mode von KJ Fashion. Und wen kennen unsere geneigten Leser von den drei Geschäften noch?

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1930er: „Land unter“ an der Steege – mit zwei Besonderheiten

Für jüngere Salzufler ist es heute ja schon eine kleine Sensation, wenn die Salze mal ein wenig mehr Wasser führt… ältere Salzufler können sich dagegen noch gut an die großen Hochwasser erinnern, die bis in die 1970er die Innenstadt heimsuchten. So wie hier auf diesem Foto vom Januar 1932 sah die Innenstadt alljährlich aus. Schneeschmelze und Regen ließen den Salzepegel ansteigen. Zwei Besonderheiten sehen wir noch auf diesem Bild: Geradezu blicken wir auf das Schaufenster der Firma „Balzer Immobilien“ – ein bekannter Name in Bad Salzuflen. Und links vor der Post irritiert ein großer Pfeil. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: An dem Telegraphen-/Telefon-Mast auf der Kreuzung Steege/Wenkenstraße/Am Markt war ein umlaufendes Schild angebracht, dass die Fahrtrichtung vorschreibt (ähnlich wie an der Einmündung Ahornstraße/Osterstraße heute). Damalige Zeitungsberichte von Unfällen legen allerdings nahe, dass dieses Schild nicht immer wirklich beachtet wurde. Man kann also sagen: Manche Dinge ändern sich nie…

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1920er: Das Weinhaus „Rheingold“ vor dem Umbau

Ein – für heutige Augen – ungewohntes Bild an der Ecke Lange Straße/Steege: Das Weinhaus „Rheingold“ zeigt sich hier in seinem ursprünglichen Aussehen – von der heutigen Fassade ist noch nichts zu sehen. Die Aufnahme ist vermutlich um 1920 entstanden, auf der Langen Straße liegen noch die Schienen der 1926 eingestellten Pferdebahn vom Bahnhof zum Kurpark. Das „Rheingold“ erhielt 1933/34 eine neue Fassade im Stil des „Neuen Bauens“ zu dem auch die weltbekannte „Bauhaus-Bewegung“ gehört. Nicht zuletzt deshalb wurde das stadtbildprägende Gebäude 1992 in die Denkmalliste der Stadt eingetragen. Diese historische Aufnahme ist zusammen mit anderen übrigens derzeit im liebevoll gestalteten historischen Schaufenster von Leder Reese zu sehen, die in diesem Jahr ihr 70jähriges Bestehen feiern.
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1910er: Die Salze an der Steege

Die Baustelle an der Steege schreitet voran , die Fernwärmetrasse ist erfolgreich unter der Salze hindurch verlegt worden. Zeit, sich einmal dran zu erinnern, wie es ganz früher an dieser Stelle aussah: Um 1910 blicken wir auf die Salze, die damals noch ihrem alten Bett folgt. Ein paar Jahre später wird an dieser Stelle die Salze überbaut sein, damit aus der Steege überhaupt eine Straße werden konnte. Nach Jahrzehnten des Durchgangsverkehrs wird die Salze dann Ende der 1970er verlegt und wieder offen gelegt, die heutige Fußgängerzone entsteht. Und nun wandelt sich das Gesicht der Steege erneut, nur die Häuser links und rechts scheinen von dem stetigen Wandel vor ihren Türen unberührt…WDiBSloabd_BAdSalzuflen_Steege_1910er_Salze_Schemmann_WEB