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1930er: Eine Schule und ihr gruseliger Schulhof…

Die erste Schule in Bad Salzuflen entstand 1531 auf dem Hallenbrink, neben der Stadtkirche. 1762 abgebrannt, wurde anschließend das noch heute zu bestaunende Fachwerkhaus errichtet, dass wir auf dieser Aufnahme vermutlich in den 1930er Jahren sehen. Hier waren die Rektorschule, die Kantorschule und die Küsterschule – also alle Schulformen, die es damals gab – untergebracht. Der Schulhof, also die Fläche zwischen Schulgebäude und Stadtkirche, der hier auf dem Foto zu sehen ist, birgt ein Geheimnis: Hier befand sich früher der Friedhof an der Stadtkirche. Beim Bau des evangelisch-reformierten Gemeindehauses Ende der 1920er Jahre fand man bei den Ausschachtungsarbeiten noch einige Skelette früherer Salzufler…

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Stadtführung „Bad Salzuflen im Weihnachtsglanz“

Eine neue, stimmungsvolle Altstadtführung über den Bad Salzufler Weihnachtstraum startet an jedem Freitagnachmittag im Dezember um 16 Uhr an der Therme III vor dem Kurgastzentrum. Termine: Freitag, 01., 08., 15. und 22. Dezember 2017, Start ist jeweils um 16 Uhr, Treffpunkt: Therme III vor dem Kurgastzentrum. Die Führung dauert jeweils 90 Minuten und die Teilnahme kostet 9,50 Euro pro Person (inklusive Glühwein und Glühweinbecher).

Gästeführerin Gudrun Brummermann hat den Rundgang konzipiert und wird ihn am 15. Dezember selbst anbieten. Außerdem stehen freitags drei weitere Kolleginnen zu diesem Thema bereit. Vor der Kulisse eines der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands gehen die Gästeführerinnen auf alte Advents- und Weihnachtsbräuche ein. 

In der Stadtkirche auf dem Hallenbrink etwa erinnert Gudrun Brummermann an die Geschichte des Adventskranzes, der von dem Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern erfunden wurde, als er armen Kindern im „Rauhen Haus“ mit einem Wagenrad mit 20 kleinen und vier großen Kerzen die Wartezeit
bis Weihnachten symbolisierte.

Vor dem Historischen Rathaus erzählt Gudrun Brummermann, wie schon vor 600 Jahren eine Bäckergesellschaft einen Weihnachtsbaum schmückte, den die Kinder schließlich am Neujahrstag plündern durften. Seinen Abschluss findet der Rundgang dann auf dem Salzhof, wo rund um die lebendige Krippe in der Tradition Franz von Assisis und die Weihnachtspyramide aus dem Erzgebirge, seit 2009 Wahrzeichen des Bad Salzufler Weihnachtstraums, eine ganz besondere Adventsstimmung herrscht. Hier darf natürlich auch der berühmte Glühwein nicht fehlen, der im Preis inbegriffen ist. Den Becher dürfen die Teilnehmer anschließend als Erinnerung an diesen Tag mit nach Hause nehmen.

Anmelden kann man sich bei der Tourist Information, Telefon 05222 183 183.

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Neuer Rundgang durch die Stadtkirche zu Bad Salzuflen

Viele Stunden hat Friedrich Altenhöner in die Vorarbeiten gesteckt – und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Mit dem bebilderten Rundgang durch die evangelisch-reformierte Stadtkirche können auch Einheimische noch viel von der Historie des ältesten Kirchenbaus in Salzuflen (wohlgemerkt: nur in Salzuflen!) kennenlernen.

Von den Hinweisen auf das (vermutliche) Baudatum 1476, über die Geschichte des Glockenturms von 1524 (und sein Verhängnis am 5. November 1762) bis hin zu den einzelnen Leuchtern im Kirchen- und im Vorraum: Der kleine Rundgang enthält viele interessante Informationen zu Hintergründen, Geschichte und Geschichten. Doch der Leser oder die Leserin lernen nicht nur die Baugeschichte kennen, an vielen Details spiegeln sich Reformation, der evangelisch-reformierte Glaube und historische Traditionen wider. So liegt beispielsweise im Turm der Kirche die Urkunde zur Einsetzung des Salzwerkbettages, der seit 1988 alljährlich als ökumenischer Gottesdienst auf dem Salzhof gefeiert wird.

Bereits seit einigen Jahren hatte das Team der „offenen Kirche“ während der Öffnungszeiten einige Informationsblätter vorgehalten, diese Texte sind nun zusammengefasst und bebildert worden. Der kleine Führer durch die Stadtkirche ist gegen eine Spende jeweils samstags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr während der „offenen Kirche“ vor Ort erhältlich.

Einen Vorgeschmack auf die vielfältigen Facetten der Geschichte unserer Stadtkirchen finden Sie hier: Stadtkirche Bad Salzuflen

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1950er: Drei Türme der Salzufler Stadtgeschichte

Drei Türme unserer Stadt – und jeder erzählt aus einem anderen Teil unserer Stadtgeschichte. In der evangelisch-reformierten Stadtkirche auf dem Hallenbrink (links) fand heute nach eingehender Renovierung wieder der erste Gottesdienst statt. Die Ursprünge der ersten Kirche in Salzuflen gehen wohl auf das Jahr 1400 zurück, zuvor unterstand Salzuflen der Kilianskirche in Schötmar. Der Katzenturm in der Bildmitte ist aus dem 15. Jahrhundert und der letzte Turm der Stadtbefestigung, die einst den Ort umgab. Die katholische Liebfrauenkirche ist die „Jüngste“ im Bunde, sie wurde 1956-58 erbaut. Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Kirche an der Grabenstraße nicht mehr genug Raum bot für die vielen Besucher. Dabei gab es von 1531 bis 1877 gar keine katholische Gemeinde in Salzuflen, weil die Stadt (und das Land Lippe) durch die Reformation evangelisch geworden waren.

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1920er: Wer findet alle Unterschiede?

So dürften den Salzhof nur noch wenige kennen: Um 1920 (sofern die Angabe stimmt) blicken wir die Lange Straße hinunter Richtung Markt, die Häuserzeile „Hinter der Wieke“ zeigt sich noch wie sie seit Jahrhunderten hier stand. Natürlich fällt sofort die Mauer links ins Auge, die die Saline einfasst. Ja, richtig, hier heißt es wirklich mal „Saline“ – denn hier wurde über die Jahrhunderte mitten in der Stadt Salz gesiedet. Die ersten drei Häuser rechts existieren alle nicht mehr – die ersten beiden sind kurz nach dieser Aufnahme durch Neubauten ersetzt, bzw. umgebaut worden und eines der ältesten Häuser der Stadt, vor dem gerade ein Pferdefuhrwerk steht, wurde noch 1980 abgerissen und präsentiert sich bis heute am Salzhof als schmerzhafte Baulücke. Und die quirlige Jugend hat sich natürlich auch versammelt, um dem Fotografen bei seiner Arbeit zuzuschauen…

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2010er: Sonnenschein und blauer Himmel

Kleines Kontrastprogramm zum Wetter draußen: Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel schauen wir von Werl aus auf die Stadt. Neben den Kliniken am Vierenberg sieht man (von links nach rechts) die Türme der katholischen, der evangelisch-refomierten und der evangelisch-lutherischen Kirche. Selbst die B239 im Vordergrund sieht aus dieser Perspektive fast ein wenig idyllisch aus…WDiBSloabd_Blick_auf_BadSalzuflen_von_Werl