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1970er: Die Brücke in Schötmar

Ab Montag, den 14. Oktober 2019, beginnt für viele Pendler gefühlt eine neue Zeitrechnung: Nach Monaten des Schienenersatzverkehrs geht die Strecke zwischen Bad Salzuflen und Lage wieder in Betrieb. Grund für das zeitweise Aussetzen des Schienenverkehrs waren Brückenneubauten – in Schötmar und vor allem in Lage.
Passend zur Freigabe der „neuen Brücke“ werfen wir noch mal einen Blick auf die „alte“: Die Schienenbrücke über die Bega auf der Höhe der Schützenwiese (und am Ende der Ladestraße, die durch den Großbrand kürzlich erst OWL-weit bekannt wurde). Vor 45 Jahren, im Juli 1974, sehen wir hier die Arbeiten voranschreiten für die Elektrifizierung der Strecke von Herford bis Altenbeken. Drücken wir mal die Daumen, dass morgen früh alles glatt geht, wenn die elektrischen Züge wieder auf der gesamten Strecke verkehren.

Die Bega-Brücke 1974 während der Arbeiten zur Elektrifizierung der Strecke Herford – Altenbeken.
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Kalender zum 50. Geburtstag: „Zwölf Orte – Eine Gemeinde“

Im kommenden Jahr steht ein besonderes Jubiläum für unsere Stadt an. Seit dem 1. Januar 1969 bilden die Ortsteile Bad Salzuflen, Schötmar, Biemsen-Ahmsen, Ehrsen-Breden, Grastrup-Hölsen, Holzhausen, Lockhausen, Papenhausen, Retzen, Werl-Aspe, Wülfer-Bexten und Wüsten die heutige Stadt Bad Salzuflen. Das Jahr 2019 steht ganz im Zeichen des Jubiläums “50 Jahre Großgemeinde“. Mit verschiedenen Aktionen und Veranstaltungen werden über das Jahr verteilt Geschichte, Besonderheiten und Gemeinsamkeiten der Stadt Bad Salzuflen und ihrer Ortsteile in den Fokus gerückt.

Durch das Jubiläumsjahr 2019 begleiten wird der Kalender „Zwölf Orte – Eine Gemeinde“. Jeden Monat wird ein Ortsteil in Wort und Bild vorgestellt. Interessante Einblicke und manche neue Perspektive gibt es zu entdecken. Der Kalender liegt ab sofort an vielen öffentlichen Stellen und den städtischen Einrichtungen kostenlos zum Mitnehmen aus.

Hier liegt der Kalender aus:
– Bürgerberatung
– Stadtbücherei
– Baubüro (Millau Promenade)
– Volkshochschule
– Kurgastzentrum
– Staatsbad Vitalzentrum
– Lippische Landes-Zeitung
– Stadtwerke Bad Salzuflen (Uferstraße)
– Weihnachtstraum
– Volksbanken
– Sparkassen
– Straßenverkehrsamt (Louis-Ueckermann-Weg)

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Nette Toilette startet in die nächste Runde

Innenstadtbesucher von Salzuflen und Schötmar, die auf der Suche nach einer öffentlich zugänglichen Toilette sind, können sich über eine Verlängerung des Projektes „Nette Toilette“ freuen. Rote lächelnde Aufkleber machen auf das kostenfreie Angebot aufmerksam. Die WC-Anlagen sind dadurch leicht zu finden.

Seit dem Projektstart 2013 stellen ausgewählte Bad Salzufler Gastronomiebetriebe ihre Kundentoilette der Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Stadtwerke Bad Salzuflen und das Stadtmarketing der Staatsbad Salzuflen GmbH freuen sich, dass das Projekt „Nette Toilette“ in die nächste Runde geht. Dank der Unterstützung der Stadtwerke als Sponsorenpartner besteht das Netzwerk der öffentlichen Toiletten weiterhin aus zwölf netten Toiletten in der Innenstadt Bad Salzuflen. Zwei nette Toiletten ergänzen das Angebot und sind ab sofort in Schötmar zu finden: Das Bega Café und das Restaurant Akarsu haben sich dem Projekt angeschlossen. Die teilnehmenden Betriebe erhalten für ihren Service eine Aufwandsentschädigung, die je nach Lage, Ausstattungsmerkmalen, Zugänglichkeit und Öffnungszeiten variiert. Im Herbst 2018 wird zudem die Sanierung der öffentlichen WC-Anlage im Parkhaus Ostertor abgeschlossen sein. Für eine Nutzungsgebühr in Höhe von 1 Euro steht sie den Gästen zur Verfügung.

Wer eine nette Toilette nutzt, braucht weder eine Gebühr zu zahlen, noch gibt es einen Verzehrzwang. Die Ausnahme stellen Stadtfeste dar, bei denen es den Betreibern erlaubt ist, für die Nutzung der Toilettenanlage eine Gebühr zu erheben. Ob die Toilette barrierefrei zugänglich ist oder einen Wickeltisch zu bieten hat, ist auf dem Aufkleber im Eingangsbereich des Betriebes vermerkt.

Einen aktuellen Flyer mit Informationen zu den netten Toiletten gibt es ab sofort gedruckt an der Tourist Information oder als Download unter www.bad-salzuflen.de.

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1970er: Güterschuppen Schötmar vor dem Abriss

Der Bahnhof in Schötmar hatte nicht nur für die Industriestadt große Bedeutung im Güterverkehr, sondern auch für die umliegenden Orte und die Landwirtschaft. Kein Wunder also, dass man in Schötmar eine große Güterabfertigung errichtete (nachdem man auch endlich einen Bahnhof an der 1880 erbauten Bahnlinie bekommen hatte, aber das ist eine andere Geschichte…). Recht kurz vor dem Abriss des alten „Westernbahnhofs“ blicken wir hier 1974 von der Uferstraße auf das langgestreckte Gebäude entlang der Ladestraße. Vorne links sehen wir den Giebel des Personenbahnhofs, rechts von die Eingangstür zur Güterabfertigung. Von dem gesamten Gebäude sind als einzige Spuren ganz am Ende noch Reste der Laderampe zu finden. Ein Blick zurück in eine Zeit, als es noch hieß „Güter gehören auf die Bahn“…

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1990er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XX

Auf den ersten Blick scheint sich in der Schloßstraße nicht viel geändert zu haben: Die Hauptverbindung zwischen Schötmar und Salzuflen (oder umgekehrt) ist nach wie vor stark befahren, die Kreuzung am Rathaus die verkehrsreichste der Stadt. Aber wer genauer hinschaut, dem fallen die Unterschiede auf: Natürlich springt einem sofort die DEA-Tankstelle ins Auge, die noch auf Texaco umgeflaggt wurde und heute eine Shell-Tankstelle ist. Dahinter gibt es noch den Penny-Markt, heute befindet sich dort der Sinem-Markt. Und auch Spirituosen und Weinhandlung Gerd Meier, an der rechten Bildkante,  ist letztes Jahr in den Ruhestand gegangen. 

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1960er: Schötmar, Kattenbrink

Heute mal wieder das Suchspiel: „Wo steht mein Haus?“. Auf dieser Luftaufnahme vom Kattenbrink lässt sich vieles entdecken: Die Häuser fertig, die Straßen noch nicht alle ausgebaut und drumherum noch viel Freiflächen. Auf der B239 ist ein einziges Fahrzeug unterwegs, von Wohnwagen Ullrich ist noch nichts zu sehen. Ebenso wie von der ausgebauten Industriestraße, dem (heute) ehemaligen Tielsa-Gelände oder anderen Betrieben an der Straße. Anstelle des heutigen Jugendzentrums @on stehen noch Baracken und aus dem Hintergrund grüßen als helles „Gebirge“ die Hoffmann’schen Stärkefabriken aus Salzuflen. Viel Spaß beim weiteren Unterschiede-Suchen und herzlichen Dank an die Bildgeberin!

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XII

Es sind zwar Ferien, aber wir werfen doch mal einen Blick zurück in die Schule. Beziehungsweise „auf“ eine Schule. Die alte Berufsschule wurde 1928 eingeweiht, als Gemeinschaftsprojekt der beiden damals noch eigenständigen Städte Bad Salzuflen und Schötmar. Jeder Salzufler und Schötmaraner “Stift” hatte wohl mal die Ehre diese heiligen Hallen zu betreten. Später wurden dann alle Lehrlinge nach Lemgo in das Lüttfeld gebeten. In die ehemaligen Berufsschule zogen Teile der Stadtverwaltung ein, die Klassenzimmer waren – im wahrsten Sinne des Wortes – bis unter’s Dach mit Büros belegt. Zur Geschichte des Gebäudes gab es übrigens im vergangenen Jahr einen interessanten Artikel im „Salzstreuner“. Im Hintergrund zu erahnen: Freie Wiesen, wo sich heute Pit Stop, Marktkauf und Co. befinden. 

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil VI

Nicht erst seit es die „Lippe-Tank“ gibt, befindet sich an der Ecke Lagesche Straße/ Lemgoer Straße eine Tankstelle. In Folge 6 unserer Bad Salzufler Straßenansichten werfen wir einen Blick zurück auf die Zeit, als man hier noch den „Tiger in den Tank“ packen konnte. Seit wann gibt es eigentlich die „Lippe-Tank“? 
An der rechten Bildseite befand sich früher – die Fahrzeuge deuten es an – erst die Fahrschule Hillebrenner nebst angeschlossener Opel-Werkstatt. Nach seinem Tode wurde dann aus der Opel Werkstatt eine Renault Werkstatt von Eilers aus Lemgo. Jetzt ist dort ein freier Reparaturbetrieb. Die Fahschule wurde dann von Wilhelm Limberg übernommen, dessen Sohn Wilfried sie heute noch führt.
Eine weitere Parallel zu heute fällt auch auf: Die Kreuzung ist großzügig bemalt – heute mehr denn je….

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil V

In unserer Reihe der Stadtansichten bleiben wir heute in Schötmar und kommen aus der Begastraße an die Schranke. Da war die Straße noch in Ordnung. Später kam dann das neue rote Basaltpflaster. Jetzt ist man wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt und hat dort eine schwarze Teerdecke gebaut. Sieht zwar nicht so schön aus, hält aber länger! Spielwaren Görder auf der rechten Seite gibt es nicht mehr. Danach kamen dann diverse Nachfolger. Hinten links steht noch der „gelbe“ Bahnhof aus den 1970ern, heute kann man hier von der Kurz- bis zur Weltreise alles beim Reisebüro Janski buchen.

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1950er: Sonntagsausflug ins „Brüggenhaus“

Der klassische Sonntagsausflug scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein – früher gehörte er noch zu jedem Sonntag dazu: Wenn das Auto (meist am Tag zuvor frisch gewaschen und gewienert) herausgeholt wurde und der stolze Papa mit der holden Gattin und den Kindern „ins Grüne“ aufbrach. Ein beliebtes Ziel war dabei schon früher das „Brüggenhaus“ in Schötmar, vis-a-vis der Heerser Mühle und der heutigen Feuerwache.

Nach der lesenswerten Historie, die Dr. Stefan Wiesekopsieker für das Haus zusammengetragen hat und gemeinsam mit dem Historiker Roland Linde veröffentlicht hat, geht das Brüggenhaus in seinen Ursprüngen auf das späte 16. Jahrhundert zurück. Mindestens seit Anfang des 17. Jahrhunderts wurde hier der Wegezoll für die Überquerung der Werre fällig – heute fällt die Brücke der B239 beim Vorbeifahren überhaupt nicht mehr auf. Weil die Zoll-Einnahmen nicht gerade kräftig sprudelten, wurde das „Mauthäuschen“ um eine Gastronomie und später einen Biergarten erweitert. Auch ein Gärtnererei-Betrieb auf der anderen Werre-Seite gehörte zum Brüggenhaus – nach der Schließung der Gärtnerei entstand hier das Schötmaraner Freibad.

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