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04.03.2018: Tag des offenen Archivs im Stadtarchiv Bad Salzuflen

Beim bundesweiten „Tag der Archive“ am Sonntag, den 04. März 2018, geben Archivarinnen und Archivare einen Einblick in ihre Arbeit und das historische Gedächtnis ihrer Städte.  „Über den außerordentlichen Nutzen der Bäder zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit hat von den ältesten Zeiten her nur eine Stimme geherrscht“. So warb eindringlich der Amtsarzt Dr. Heinrich Hasse und vor 200 Jahren war es soweit: 1818 wurde eine Badeanstalt in der Salzufler Saline eingerichtet. Das war der Auftakt zum Aufstieg der Stadt zu einem der größten Heilkurorte Deutschlands.

Archivische Zeugnisse, Pläne, Bildquellen und Unterlagen zur Entwicklung und Geschichte von 200 Jahren Heilbad stehen daher in diesem Jahr im Mittelpunkt, wenn sich das Stadtarchiv mit seiner Einrichtung der Öffentlichkeit präsentiert. Parallel dazu bieten Stadtarchivar Arnold Beuke und seine Mitarbeiter Führungen durch die Benutzer-, Werkstatt- und Magazinräume an, erklären Arbeitsweise und -abläufe eines Archives und stehen selbstverständlich für alle Fragen zur Verfügung. Die neu sortierte Fachbibliothek und die historische Bibliothek des Apothekers Rudolph Brandes werden vorgestellt und Publikationen zur Stadtgeschichte könne zu Sonderpreisen erworben werden.

Das Stadtarchiv in der Gelben Schule, Martin-Luther-Straße 2, ist am Sonntag, den 04. März 2018 von 11.00 bis 16.00 Uhr für alle Interessierten geöffnet.

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1910er: Industriebetrieb Salzhof

Wo heute und morgen noch das Weinfest für Getümmel, gute Laune und kühle Getränke sorgt, war vor mehr als 100 Jahren an Spaß nicht wirklich zu denken. Mitten im Herzen der Stadt stand die Saline, in der das Salz aus der salzhaltigen Sole gesiedet wurde. Hier blicken wir von der Post aus auf dem Salzhof: Anstelle des hölzernen Pumpenturmes steht heute das Denkmal der Paulinenquelle, hinter den Schuppen erkennt man die Giebelreihe der Langen Straße (ganz links heute „Cafe Herzhaft“, ganz rechts „Astrids Hutsalon“). Kaum vorstellbar, dass der heutige Platz bis in die 1920er Jahre so aussah. Erst dann wurde die inzwischen funktionslose Salzsiederei abgebrochen und der Platz seither für Wochenmarkt und Fest genutzt…

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1920er: Wer findet alle Unterschiede?

So dürften den Salzhof nur noch wenige kennen: Um 1920 (sofern die Angabe stimmt) blicken wir die Lange Straße hinunter Richtung Markt, die Häuserzeile „Hinter der Wieke“ zeigt sich noch wie sie seit Jahrhunderten hier stand. Natürlich fällt sofort die Mauer links ins Auge, die die Saline einfasst. Ja, richtig, hier heißt es wirklich mal „Saline“ – denn hier wurde über die Jahrhunderte mitten in der Stadt Salz gesiedet. Die ersten drei Häuser rechts existieren alle nicht mehr – die ersten beiden sind kurz nach dieser Aufnahme durch Neubauten ersetzt, bzw. umgebaut worden und eines der ältesten Häuser der Stadt, vor dem gerade ein Pferdefuhrwerk steht, wurde noch 1980 abgerissen und präsentiert sich bis heute am Salzhof als schmerzhafte Baulücke. Und die quirlige Jugend hat sich natürlich auch versammelt, um dem Fotografen bei seiner Arbeit zuzuschauen…

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