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1910er: Industriebetrieb Salzhof

Wo heute und morgen noch das Weinfest für Getümmel, gute Laune und kühle Getränke sorgt, war vor mehr als 100 Jahren an Spaß nicht wirklich zu denken. Mitten im Herzen der Stadt stand die Saline, in der das Salz aus der salzhaltigen Sole gesiedet wurde. Hier blicken wir von der Post aus auf dem Salzhof: Anstelle des hölzernen Pumpenturmes steht heute das Denkmal der Paulinenquelle, hinter den Schuppen erkennt man die Giebelreihe der Langen Straße (ganz links heute „Cafe Herzhaft“, ganz rechts „Astrids Hutsalon“). Kaum vorstellbar, dass der heutige Platz bis in die 1920er Jahre so aussah. Erst dann wurde die inzwischen funktionslose Salzsiederei abgebrochen und der Platz seither für Wochenmarkt und Fest genutzt…

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1970er: Einmal rund um den Salzhof

Auf dieser Luftaufnahme rund um das historische Rathaus und den Salzhof gibt es wieder viel zu entdecken – vor allem auch für unsere Automobil-Experten! Vermutlich in den 1970ern oder frühen 1980ern sehen wir das alltägliche Treiben rund um den Markt und den Salzhof. In der Bildmitte noch das üppige Grün des Salzeufers, von dem heute fast nichts mehr übrig ist. Der Salzhof dient noch als Parkplatz und Omnibusbahnhof – noch weiß keiner, dass hier einmal Bon Jovi spielen wird. Die Straßenarbeiter haben sich alle Mühe bei der Bemalung der Straßen gegeben, Richtungsfahrstreifen und Zebrastreifen sorgen für Ordnung. Am Salzhof grüßt noch der Schriftzug von „Kölling“, die Häuserzeile sieht heute komplett anders aus. Die Adler-Drogerie ist noch in vollem Betrieb, ebenso die Buchhandlung Schade und der Biergarten vor dem Ratskeller ist noch sehr überschaubar. Viel Spaß beim Suchen und Entdecken!

P.S.: Dieses Bild hängt auch an prominenter Stelle in einem der abgebildeten Häuser. Vielleicht kennt es der eine oder andere?
P.P.S.: Ein Klick auf das unten stehende Bild vergrößert es.

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1920er: An der Salze hellem Strande…

Gut, einen Strand gab es an der Salze mitten in der Stadt nie – aber immerhin soll es in diesem Jahr noch (endlich) mit der Umgestaltung vorangehen. Vor ziemlich genau 90 Jahren war man übrigens auch damit beschäftigt: 1926 wurde die Saline auf dem Salzhof endgültig abgerissen und die Fläche planiert. Auf dieser Aufnahme (vmtl. nach 1928) blicken wir von der Brücke am Markt / Lange Straße die Salze hinauf Richtung Post. Die Uferbefestigung wurde erneuert und Bäume wurden angepflanzt. Mitten über die Salze führt ein Steg genau an der Stelle, wo 60 Jahre später der Flußübergang gebaut werden wird. Interessant ist die dunkle Silhouette links: Beim Abriss der Gebäude auf dem Salzhof blieb der hölzerne Pumpenturm über der Paulinenquelle stehen und wurde erst 1934 durch das heutige Brunnendenkmal ersetzt…

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1950er: Käfer-„Plage“ am Posteck

Die Ecke an der Post – oder das „Post-Eck“, wie es auf dieser Ansichtskarte vmtl. aus den 1950ern genannt wird – hatten wir schon ein paar Mal hier als historische Aufnahme (hier und hier). Aber stets mit Hochwasser. Deshalb heute mal ein Blick auf eine Zeit, in der man an der Ecke der Steege noch Konfitüren, Südfrüchte, Zigarren sowie Gold und Silber kaufen konnte. Heute gibt es da ja mehr schöne Textilien. Eines fällt aber bei dem Bild auf: Das Auto des Jahres (oder Jahrzehnts) ist definitiv der VW Käfer – wir zählen mindestens sechs. Und Ihr?

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1950er: Die Lange Straße ohne „Dolomiti“

Seit 1959 treffen sich die Salzufler und ihre Gäste im Sommer wie in der kalten Jahreszeit im Eiscafe „Dolomiti“. Doch was stand hier eigentlich früher neben der Post? Wir machen die historische Schatzkiste auf und sehen hier das Vorgängergebäude Lange Straße 10. Das alte Fachwerkhaus mit seinem Anbau beherbergte damals das Obst- und Gemüsegeschäft eines Herrn Grzenia, bis es 1958 abgerissen wurde. Auf den beiden Bildern erkennt man, dass sich schon die Stadtplaner der Vorkriegszeit über das kleine Haus hinweggesetzt hatten – das Gebäude der Post von 1928 ist deutlich höher und in der Straßenflucht zurück genommen, ebenso das Nachbarhaus links. Das Fachwerkhaus wirkt ein wenig „aus der Zeit gefallen“ an dieser zentralen Stelle der Innenstadt. Interessant aber auch die vielen Details der 1950er Jahre: Ob der moderne „Bedien-Dich-Selbst“-Automat, der Transporter auf dem Hof oder das Dreirad eines Kohlenhändlers auf dem Weg zum Salzhof… Sehr schön auch die Werbung am linken Haus, Lange Straße 12, die auf das Milchgeschäft Maus (später Hildebrand) hinweist – da wußte man auch ohne Leuchtreklame, was es hier zu kaufen gab…

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1930er: „Land unter“ an der Steege – mit zwei Besonderheiten

Für jüngere Salzufler ist es heute ja schon eine kleine Sensation, wenn die Salze mal ein wenig mehr Wasser führt… ältere Salzufler können sich dagegen noch gut an die großen Hochwasser erinnern, die bis in die 1970er die Innenstadt heimsuchten. So wie hier auf diesem Foto vom Januar 1932 sah die Innenstadt alljährlich aus. Schneeschmelze und Regen ließen den Salzepegel ansteigen. Zwei Besonderheiten sehen wir noch auf diesem Bild: Geradezu blicken wir auf das Schaufenster der Firma „Balzer Immobilien“ – ein bekannter Name in Bad Salzuflen. Und links vor der Post irritiert ein großer Pfeil. Des Rätsels Lösung ist ganz einfach: An dem Telegraphen-/Telefon-Mast auf der Kreuzung Steege/Wenkenstraße/Am Markt war ein umlaufendes Schild angebracht, dass die Fahrtrichtung vorschreibt (ähnlich wie an der Einmündung Ahornstraße/Osterstraße heute). Damalige Zeitungsberichte von Unfällen legen allerdings nahe, dass dieses Schild nicht immer wirklich beachtet wurde. Man kann also sagen: Manche Dinge ändern sich nie…

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2010er: Baustelle Fußgängerzone

Ist es wirklich schon zwei Jahre her? Ja, 2013 begannen die Bauarbeiten zur Modernisierung der Fußgängerzone – und dieser Tage geht es mit großen Schritten weiter. Nachdem die Lange Straße und Dammstraße bereits fertig sind, gehen die Arbeiten an der Steege, vor der Post und in der Parkstraße weiter. Besonderen Gefallen haben auch schon viele auswärtige Besucher am neuen Pflaster gefunden: Barrierefrei und keine „Stolperfalle“ wie noch an der einen oder anderen Stelle der Stadt.WDiBSloabd_FuZo_Bauarbeiten_LangeStrasse_Post

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2010er: Der Salzhof von oben

Der Salzhof von oben: Vor dem Boom der Drohnen war die Vogelperspektive der Fantasie von Zeichnern oder den Ersteigern von Kirchtürmen vorbehalten. Oder man musst auf andere Weise „in die Luft gehen“, wie das der Fotograf für dieses Bild tat. Wir sehen den Salzhof im Herzen der Stadt, unten die Paulinenquelle, oben rechts den Giebel der Post und das Fachwerkhaus an der Ecke der Langen Straße / Salzsiederstraße.WDiBSloabd_Salzhof_von_oben_WEB