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1950er: Alter Fürstenhof im neuen Glanz

Frisch wieder eröffnet präsentiert sich der „Fürstenhof“ auf dieser Postkarte aus den 1950er Jahren. Nach der Rückgabe des 1945 beschlagnahmten Gebäudes durch die Briten wurde das ehemalige Grand-Hotel zum Parksanatorium umgebaut. Im hinteren Bereich wurde ein neuer Trakt angebaut (schemenhaft hinter den Bäumen zu erkennen) und die frühere Auffahrt wurde durch einen Treppenaufgang im zeitgenössischen Design ersetzt. Die fröhlich-bunten Sonnenschirme und die freundliche Bepflanzung lassen das neue Sanatorium noch zusätzlich erstrahlen. Interessantes Detail am Rande: Vergrößert man das Bild, erkennt man am linken unteren Rand zwei seltsame Gestänge. Das scheinen Oberleitungsmasten der früheren Herforder Kleinbahn zu sein, die auf dieser Aufnahme leider nur noch wenige Jahre vor sich hatte….

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1950er: Ein Sommertag im Rosengarten

Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder: In den 1950er Jahren geht es auch in Bad Salzuflen wieder schwunghaft voran. Nachdem die beschlagnahmten Immobilien stückweise wieder freigegeben werden, beginnt man mit der Wiederaufnahme des Badebetriebes und schnell steigen die Kurgastzahlen wieder an. Dafür werden neue Kapazitäten gebraucht und so wird das alte Woldemarbad der Jahrhundertwende abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Vom (ebenfalls neugestalteten) Rosengarten blicken wir hinüber auf das damals moderne Gebäude und das benachbarte Inhalatorium. Heute ist dieser Blick aus mehreren Gründen Geschichte: Zum einen steht das Woldemarbad schon länger nicht mehr – zum anderen ist der Rosengarten in seiner früheren Form wiederauferstanden. 

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1880er: Kein Kurpark, kein Kurhaus in der Parkstraße

Heute werfen wir einen seltenen und einzigartigen Blick auf die Zeit vor 1900: Wir sehen die erste Sophienquelle (erbohrt 1833 bis 1839, heute nicht mehr existierend) mit einem kleinen, hölzernen Brunnenausschank am Ende des heutigen Erlebnisgradierwerks. Rechts davon sehen wir: Nichts. Weder der Kurpark noch das Kurhaus existieren. Das erhöht stehende Gebäude mit den davor sichtbaren Baracken ist das 1876 errichtete Sophienhaus, eine Kinderheilanstalt. Durch die vorhandenen (und vor allem die nicht-vorhandenen) Bauten lässt sich dieses historische Foto aus dem Stadtarchiv auf die Zeit zwischen 1882 und ca. 1892/95 datieren. Im Grunde sehen wir hier die „Ruhe vor dem Sturm“, der mit dem rasanten weiteren Aufstieg Salzuflens zum Kurort und Heilbad und einem großen Bauboom 1890 seinen Anfang nahm…

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Frühlingserwachen mit „Paulinchen“

Woran erkennt man in Bad Salzuflen, dass es Frühling wird? Klar, Paulinchen fährt wieder. Die sympathische Touristenschaukel (nicht nur für Gäste) startet ab Mittwoch, den 1. März, wieder mit dem Liniendienst vom historischen Rathaus über die Altstadt, Parkstraße, Landschaftsgarten, Rehgehege über Wenkenstraße zurück zum Markt. Inzwischen übrigens im 12. Jahr!

Täglich von 9.45 – 17.30 Uhr (letzte Abfahrt am Kurpark-Haupteingang, nicht im März und Oktober) kann man eine 35-minütige Rundfahrt im Dreiviertelstunden-Abfahrtstakt durch Bad Salzuflen unternehmen, an insgesamt neun Haltestellen ein- und aussteigen, denn das einmal gelöste Ticket gilt den ganzen Tag. An den Fahrpreisen hat sich nichts geändert in diesem Jahr. Das Familien Ticket für 2 Erwachsene und 3 (eigene) Kinder für 18,00 Euro statt 26,00 Euro ist natürlich auch im Angebot.

„Paulinchen“ ist beliebt bei Jung und Alt und schon für 7,00 Euro (Erwachsene), Kinder bis 11 Jahre 4,00 Euro (Babys auf dem Schoß des Erwachsenen frei) kann man eine herrliche Rundfahrt unternehmen und bekommt dabei viel Wissenswertes über Bad Salzuflen mitgeteilt. Paulinchen fährt übrigens auch trotz des Umbaus der Fußgängerzone im Bereich „Am Markt“ bis Historisches Rathaus. Zwar wechseln je nach Bauphase die Runden – dennoch sind kaum Einschränkungen zu befürchten zumal der Hauptbereich zwischen Salzhof und Schliepsteiner Tor sowie die Steege ja fertiggestellt sind.

Der letzte Wagen ist übrigens mit einer Rampe ausgestattet, so dass auch Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle bequem mitgenommen werden können. Anfragen für Gruppenfahrten und weitere Informationen unter www.paulinchen-bahn.de oder unter Telefon 0 52 22/39 94 61.

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Im langsamen Trab dem Jahr 2017 entgegen…

Ähnlich wie auf dieser Aufnahme traben wir nun alle langsam und gemütlich in Richtung eines neuen Jahres. Zeit für uns, Ihnen und Euch für ein abwechslungsreiches Jahr 2016 zu danken. Und alles Gute zu wünschen für den Start in das neue Jahr! Besonders bedanken wir uns bei unseren eifrigen Kommentatoren, bei Hinweisgebern, Fotolieferanten und Geschichtenerzählern, die dieses Projekt überhaupt erst möglich machen. In den vergangenen vier Wochen sind wir regelrecht überflutet worden von vielen neuen Aufnahmen aus alten Tagen. Deshalb wird 2017 auch wieder ein spannendes Jahr für die Leserinnen und Leser, für Bad Salzuflen-Fans und solche, die es noch werden wollen… Macht es gut und wir lesen uns im neuen Jahr wieder!
Euer Admin-Team

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1900: Der neue Fürstenhof am Kurparksee

Der ehemalige „Fürstenhof“ stand dieser Tage wieder im Mittelpunkt des Interesses. Während seine Zukunft weiter ungeklärt zu sein scheint, schauen wir auf die Anfänge dieses stolzen Baus an der Parkstraße: 1908 – zum Zeitpunkt unseres Fotos – eröffnet, war der „Fürstenhof“ das erste Haus am Platze. 1945 von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt, wurde der Bau in den 1950er Jahren zum „Parksanatorium“ umgebaut (und büßte dabei viele seiner interessanten architektonischen Details ein). Später mit der Klinik am Kurpark durch einen unterirdischen Tunnel verbunden, wird nun eifrig nach einer neuen Nutzung für diese altehrwürdige Gebäude gesucht. Damit nicht eines Tages der Abbruchbagger dieses Zeugnis der Bäderkultur aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts vernichtet…

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1910er: Der Rosengarten einst oder jetzt?

Einst oder jetzt? Der Blick in den Rosengarten an den alten Badehäusern ist heute wieder so schön wie auf dieser Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Im Stile neuer Sachlichkeit wurde der Rosengarten in den 1950er Jahren umgestaltet und entwickelte sich immer mehr zu einem „innerstädtischen Stiefkind“. Erst kurz nach der Jahrtausendwende entstand sowohl in den alten Badehäusern wie auch im Rosengarten neues, blühendes Leben. Seither präsentiert sich der Rosengarten fast genauso wie vor 100 Jahren in der „Belle Epoque“…

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1950er: Ein Kurhaus mit vielen Details…

Eigentlich ein Standard-Bild aus unserer Stadt – und doch sieht man auf den zweiten Blick viele kleine Details, die es heute nicht mehr gibt. Auf dieser Postkarte aus den 1950er Jahren zeigt sich das Kurhaus noch (fast) im Vorkriegs-Zustand. Der Windfang des Ausgangs ist noch nicht im Wirtschaftswunder-Chic verkleidet, zierliche Lampen hängen am Gebäude. Die großen Doppelfenster lassen sich anscheinend noch öffnen, auch wenn es schon moderne „Panorama-Fenster“ ohne Sprossen sind. Und der üppige Blumenschmuck verleiht dem ehrwürdigen Gemäuer noch mal ein ganz anderes Aussehen als heute. Bald wird vor dem Haus von 1900 eine (weitere) Terrasse aufgeschüttet werden, so dass es diesen Blick in dieser Form in Zukunft nicht mehr geben wird…

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1910er: Drei einzelne Sophienhäuser

Zum Sonntag präsentieren wir hier wieder ein ganz besonderes Bild. In den letzten Jahren vor dem ersten Weltkrieg schauen wir aus einem Fenster der „Villa Johanna“ auf die Sophienhäuser. Richtig, der große Bau des DRK bestand ursprünglich aus einzelnen Gebäuden. Doch noch einige Besonderheiten sind auf diesem Bild zu sehen. Vor uns liegt die Sophienstraße, an der gerade die Baugrube für das Haus Nr. 7 ausgehoben worden ist – das Gebäude existiert übrigens heute noch. Quer durch das Bild verläuft die Nußallee und wer ganz genau hinschaut, erkennt vor der Nußallee sogar noch die Gleise der Herforder Kleinbahn, die an dieser Stelle parallel zum Fußweg verlief (aber dazu können wir Euch hoffentlich bald noch ein anderes Bild zeigen). Zu dieser Zeit wurde die Kleinbahn übrigens noch mit Dampfloks betrieben. Achja, und last, but not least, sehen wir im Hintergrund noch das Schützenhaus – zu dessen Geschichte könnt Ihr in der nächsten Ausgabe des Salzstreuners mehr lesen!

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1970er: Postkartenwetter am Uhrenturm

Bilderbuch-Wetter oder Postkartenwetter. Heute trifft wohl beides zu und wir werfen einen Blick auf unser heutiges Motiv: Bei mindestens ebenso (wenn nicht noch schönerem Wetter) präsentiert sich die alte Postkutsche für Rundfahrten vor dem Uhrenturm an der Parkstraße. Die beiden Gradierwerke sind inzwischen komplett renoviert, bzw. neu aufgebaut worden. Das Haus rechts im Hintergrund hat sich auch deutlich verändert. Aber eine Pferdekutsche: Die gibt es nach wie vor und lädt zur Rundfahrt durch den Landschaftsgarten ein. Viel Spaß am heutigen Sonnen(Sonn-)tag!

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