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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil II

Weiter geht es mit unserer neuen Serie und wir bewegen uns ein paar Meter und ein paar Jahrzehnte weiter weg von unserem ersten Bild.  Die Osterstraße an der Einmündung zur Bahnhofstraße hat ihr Gesicht ein wenig verändert: Die Ladenzeile ist immer noch da. Aber wo hier noch das Go-Gärtchen ist, war vorher mal ein US- Armeeshop. Davor gab es dort sogar mal ein Geldinstitut. Jetzt finden wir dort leckere Gerichte bei Munzur.

In dem jetzigen Wettbüro konnte man früher Kurzwaren einkaufen.  Auch eine Reinigung von Herrn und Frau Winter war dort vor Jahrzehnten. Friseur Brockmeier schnippelte dort wo jetzt ein Imbiss ist die Haare. Der Lebensmittelladen hat sich dagegen gar nicht verändert. Nur die Ladenbetreiber. Aus Frau Sander wurde dann Herr Altaca, während Erstere nicht mehr lebt, hat sich Herr Altaca seit Jahren in das Rentendasein zurückgezogen. In meiner Kinderzeit war in der Tränke mal ein Blumenladen.  Jetzt ist die Tränke auch nicht mehr – sie ist zur Bascha Lounge geworden.

Links ist das Amtsgericht mit der alten Polizeiwache schon abgerissen worden, wir stehen quasi auf der Fläche des heutigen Parkhauses. Das Haus von Schlachter “Böbschken“ Meierkord ist noch auf dem Bild vorhanden. Auch sein Haus wurde später abgerissen. Dort ist jetzt ein Bäcker und die Brandversicherung hingekommen.

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1960er/1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Neue Serie!

Heute starten wir mit tatkräftiger Unterstützung eine neue Serie: Kommen Sie mit auf eine Rundfahrt durch das Bad Salzuflen von vor mehr als 30 Jahren! Die Bilder stammen aus dem Besitz von Heinz-Ulrich Stock, der als Fahrlehrer seinen Schülerinnen und Schülern visuell die kniffeligen und scheinbar nicht-kniffeligen Ecken von Bad Salzuflen zeigen wollte. Einige Aufnahmen stammen sogar noch von seinem Vater Theodor, der die „Fahrschule Stock“ 1954 in der Wenkenstraße gegründet hatte. Seit 1956 befindet sich die Fahrschule in der Osterstraße 59, erkennbar an der nicht zu übersehenden Beschriftung.

Auf dem ersten Foto der neuen Serie sehen wir nicht nur den Leihgeber Heinz-Ulrich Stock mit seinem ersten vierrädrigen Untersatz, sondern im Hintergrund auch einige inzwischen verschwundene Gebäude in der Osterstraße. Links steht noch das „Hotel Stadt Bremen“, vor dem die Hoffmannstraße in die Osterstraße einmündet. Im rechten Teil des Hauses „schnippelten“ Vater und Sohn Brüwer ihren Kunden die Haare. Daneben das Gebäude von Fliesenleger Nolting, beide Häuser wurden ca. 1986 abgerissen, nachdem auch die Hoffmannstraße in die neugebaute Rudolph-Brandes-Allee mündete. Als drittes Haus dann Lothar Ziemke – bis heute kaum verändert – nur das anstatt Stoffen und Gardinen ist in dem Ladengeschäft das Glückspiel eingezogen. Dann kommt ein weiteres Haus von Lothar Ziemke. Anschließend die Bäckerei Heidemann, jetzt „La Taverna“ mit Zigarren Franke. Danach Fahrrad Schmidt, später Gardinen–Liese, jetzt ein Immobilienbüro.

Übrigens war im Haus Nolting nach dessen Auszug die erste Pizzeria im Umkreis mit Carlo Boldrin eingezogen. Carlo ist aber schon sehr schnell in die rechte Hälfte von Bäcker Heidemann mit seiner „Taverna“ umgezogen. Die Brunnen Apotheke ist danach dann in Carlo`s Gaststätte im Haus Nolting mit dem Apotheker Franke eröffnet worden. Als dann der Neubau von Architekt Werner auf der Ecke Ahornstr. / Osterstr. fertiggestellt war zog Herr Franke auf die andere Seite der Osterstr. Dort wird die Apotheke von Herrn Zakowski weitergeführt.

In den kommenden Wochen nehmen wir Euch jeden Donnerstag mit auf die Rundfahrt durch Bad Salzuflen. Es gibt vieles (wieder) zu entdecken, sowohl für die jüngeren wie auch die älteren Leser. Wer kann noch die eine oder andere Geschichte zu diesem Foto beitragen? Einfach als Kommentar hier eintragen!

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1960er; Kurze Werbeunterbrechung – mit alten Bekannten (V)

Heute wieder eine kurze Werbeunterbrechung – mit einer großen Frage: Wer kann sich denn noch an die „Praterstuben“ erinnern? Viele kennen die Lokalität an der Unteren Mühlenstraße / Ecke Steege wahrscheinlich unter ihren späteren Namen „Bon“ und „Muckefuck“. Was lieferte die „warme Küche bis 3 Uhr“ denn Leckeres? Und hat vielleicht noch jemand ein Foto der alten „Praterstuben“? Und an „Teppich Ziemke“ in der Osterstrasse werden sich wahrscheinlich noch mehr erinnern – nicht zuletzt, weil die Inhaberin noch bis ins hohe Alter als Tischtennisspielerin unterwegs war, wie die Lippische Landeszeitung hier berichtete.
Wir freuen uns wie immer auf Anmerkungen, Anekdoten, Informationen und Fotos!

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1960er: Ein historisches Schmankerl aus der Osterstrasse

Ein besonderes „Schmankerl“ für Geschichtsinteressierte und Autofreunde können wir heute zeigen: An einem Wintertag in den 1960er Jahren blicken wir auf den ursprünglichen Firmensitz von P.F. Fanenbruck in der Osterstrasse 46. Das Gebäude ist längst Geschichte, zeigt aber gemeinsam mit dem Haus „Maschke“ und dem Eckhaus an der Grabenstraße die alte Bauflucht in der Osterstrasse auf. Auf der Straße herrscht reges Treiben, zwei moderne Bullis sind ebenso unterwegs wie ein alter Pferdewagen. Im Haus Nr. 44 (vorne rechts) wird die neue Kollektion von Litex angepriesen, während wir bei Fanenbruck (ebenso wie heute) verschiedene aktuelle Lampen-Modelle im Laden sehen. Außer dem ersten Haus rechts und Buchhandlung Maschke (3. v. r.) sind übrigens alle anderen hier sichtbaren Gebäude inzwischen abgerissen worden…

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1970er: Die Allee zwischen Salzuflen und Schötmar

Wir werfen wieder die Zeitmaschine an und gehen knappe 40 Jahre zurück: Aus einem Fenster des damals gerade neuerbauten Rathauses blicken wir auf die Kreuzung Rudolph-Brandes-Allee/Hoffmannstraße. Und unser Blick fällt auch sofort auf ein Gebäude von Hoffmanns Stärke. An der Einmündung steht noch eine der alten Villen, die für die Verbreiterung der Rudolph-Brandes-Allee weichen musste. Rechts steht die alte Berufsschule an der Schützenstraße noch und in der Bildmitte sehen wir zwei Tankstellen, deren Tage auch schon gezählt sind. Denn die große Allee zwischen Schötmar und Salzuflen wird bald vierspurig ausgebaut – sehr schön erkennt man im Hintergrund, wie die Allee früher in die Osterstraße einmündete. Von der Kurve zur Bahnhofsstraße ist noch nichts zu sehen.

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1960er; Kurze Werbeunterbrechung – mit alten Bekannten (IV)

Heute wieder eine kurze Werbeunterbrechung: Bei Salamander-Schuhen denken heute noch viel an das Schuhhaus Dohmeier. Wer weiß, wo Hans Leo Firmenich noch ein Schuhgeschäft hatte – außer in der Osterstraße? Der „Rauchfang“ ist immer noch nicht aus dem Stadtbild wegzudenken und gehört dazu wie eh und je. Auch an die Werkstatt von Karl Hilgenböker dürfte sich viele noch erinnern, sei es weil das Fahrrad streikte oder das erste Moped reparaturbedürftig war. Und als Mitglied der Fleurop war Blumen Wedekind am Markt eine sichere Bank – von Brautsträußen bis zu Trauerkränzen…

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1910: Kaiserhof und Pferdebahn

Um 1910 war an einen ZOB hier noch nicht zu denken: An der Ecke Osterstraße / Bahnhofstraße erhob sich der „Kaiserhof“ und der innerstädtische Linienverkehr wurde noch von der Pferdebahn zwischen Bahnhof und Kurpark übernommen. Übrigens hatte die Salzufler Straßenbahn nur eine kurze Lebensgeschichte: 1909 eingerichtet, wurde sie 1926 schon wieder stillgelegt. An ihre Stelle traten dann übrigens die bekannten Salzufler Busunternehmen – von denen eines hinter dem Kaiserhof seinen Betriebshof einrichten sollte…

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1900: Unsere Osterüberraschung für Euch!

Pünktlich zum Beginn der Osterfeiertage zaubern wir für Euch ein ganz besonderes Ei hervor: In Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv und der Stadt Bad Salzuflen dürfen wir hier künftig ausgewählte Bilder aus der Geschichte unserer Stadt präsentieren! Dafür sagen wir herzlich „Dankeschön“!
Beginnen wollen wir mit einem besonderen Osterei: Diese Aufnahme der Hoffmanns Stärke Fabriken entstand vermutlich um 1900 und zeigt eine Szenerie, wie sie heute kaum mehr wieder zu erkennen ist. Wir blicken von der Rückseite der Osterstraße auf das Firmengelände. Links sehen wir den Turm der Feuerwache, fast das einzige Gebäude des ganzen Bildes, dass heute noch existiert. Davor die Hoffmannstraße, noch in direkter Anbindung an die Osterstraße. In der Bildmitte sehen wir die Villa des Firmenbesitzers und daneben das Verwaltungsgebäude, dass heute (verändert) auch noch steht. Rechts steht noch „Vollands Hof“, ungefähr hier befindet sich heute der Parkplatz des Sparkassenhauptgebäudes. Und durch die Mitte des Bildes verläuft heute die Rudolph-Brandes-Allee. Viel mehr Veränderung geht eigentlich kaum noch…

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1910er: Werbung für Badeeinrichtungen

Manche Namen kennt man in Bad Salzuflen schon seit über 100 Jahren – den Namen Fanenbruck sogar seit 1869! Peter Franz Fanenbruck gründet damals sein Unternehmen als Kupferschmiedebetrieb und spezialisierte sich schnell. In dieser Anzeige von 1911 sehen wir das Leistungsspektrum der Firma: „Lieferung completter Badeeinrichtungen“, „Anlage von Closets und Wasserleitungen“, „Ausführung von elektrischen Licht- und Kraftanlagen“. Sohn Carl hatte den Betrieb von seinem Vater übernommen und weiterentwickelt. Auch interessant: Die Telefonnummer. Zweistellig. Leicht zu merken…WDiBSloabd_1911_Anzeige_Karl_Fanenbruck_Osterstrasse_WEB