1910er: Sonntagsausflug zum Forsthaus

Nicht nur für die vielen Sonntagsausflügler, sondern vor allem für die alltägliche „Zerstreuung“ der Kurgäste hatte sich mit dem Wachstum des Bades auch eine reichhaltige „Kaffeehaus-Kultur“ rund um die Stadt und das Bad entwickelt. So wurde aus einem ehemaligen Forsthaus dann eben auch ein Cafe und beliebter Anziehungs-, Start- oder Endpunkt von Wanderungen, Ausflügen und dezenten Verabredungen (Kurschatten lassen grüßen). Auf dieser Postkarte aus dem Jahrzehnt nach der Jahrhundertwende sehen wir das Forthaus noch in seiner beinahe ursprünglichen Form – mit dem Bad wuchs auch die Gastronomie: Auf Bildern späterer Jahre sieht man einen größeren Anbau, das Gebäude wurde aufgestockt. Heute erinnert nur noch der „Forsthausweg“ an dieses alte Ausflugslokal…

Ein traditionsreiches Ausflugslokal: Das „Forsthaus“ am Obernberg – ca. um 1910.
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1970er: Ökologisches Rasenmähen

Der Blick schweift hinaus aus einem der Hochhäuser an der Wilhelm-Raabe-Straße hinüber zur Elkenbrede – und vor dem Haus tummeln sich ein Haufen Rasenmäher. An diesem Herbsttag 1977 begibt sich eine Schafherde auf zum „großen Fressen“. Das Kornfeld voraus war damals übrigens Bestandteil heftiger Diskussionen: Hier hätte die Umgehungsstraße von links aus Richtung Herforder Straße kommend in den geplanten Tunnel unter dem Obernberg gemündet (der wiederum bis zur Exterschen Straße geführt hätte). Dass diese sogenannte Trasse D nie gebaut wurde, lässt sich heute übrigens sehr schön am Verkehrsaufkommen in der Brüderstraße ablesen…

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