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1900 und 2016: Ein Ausflug an die „Loose“

Ob um 1900 oder 2016: Die „Loose“ ist immer einen Ausflug wert! Natürlich hat sich die Waldwirtschaft seit dieser Aufnahme um einiges vergrößert – und das musste sie auch. Denn am 25. Juni treffen sich hier die Mitglieder der Facebook-Gruppe „Wenn Du in Bad Salzuflen lebst oder aufgewachsen bist, dann…“ und interessierte Leserinnen und Leser unserer Internetseite. Wir haben ein kleines Programm mit ein paar (schönen) Überraschungen zusammengestellt, aber es wird auch genug Gelegenheit geben, sich untereinander kennen zu lernen und auszutauschen. Denn unser Ziel ist es, die Menschen, denen Bad Salzuflen und seine Ortsteile am Herzen liegen, zusammenzubringen. Wir freuen uns schon mächtig auf den Samstag (übrigens ist auch für Fußball-Fans gesorgt – egal, ob Deutschland spielen sollte oder nicht 😉 ). Wer jetzt auch Lust bekommen hat, die vielen Menschen hinter den Facebook-Profilen und Webseiten kennen zu lernen, ist herzlich eingeladen. Bitte meldet Euch HIER ÜBER DAS KONTAKTFORMULAR kurz bei uns an! Wir freuen uns auf Euch!

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1960er: Die Herforder Kleinbahn

KleinbahnRichtungWallenbrueckbeiLoose_StadtarchivAkteD3414_Zugeschnitten_1200x800px_WDiBSloabdMit dem Bau der Kleinbahn von Herford bis Vlotho 1902/1903 erreichte das Netz der Herforder Kleinbahn auch Bad Salzuflen. Mit den Stationen „Kleinbahnhof“, „Kurpark“ und „Loose“ war das Stadtgebiet auf der Obernbergseite des Kurparks erschlossen worden.

Ursprünglich sollte die Herforder Kleinbahn sogar Teil eines größeren Netzes werden zwischen Herford und Bielefeld, von Melle bis Vlotho, Bünde bis Werther. Bis auf eine Verbindung zwischen Herforder und Bielefelder Kleinbahn in Enger und den Strecken nach Werther und Wallenbrück wurden diese weitergehenden Planungen aber nie umgesetzt.

Die Strecke führte nur teilweise über eigens angelegte Wege: Zwischen Herford und Bad Salzuflen lagen die Gleise auf der (von Bad Salzuflen aus) rechten Seite der Herforder/Salzufler Straße, ebenso zwischen Bad Salzuflen und Exter. In Zeiten, als sich noch nicht jeder ein Automobil leisten konnte, war die Teilung der Straße für Autos und Züge auch noch kein Problem….

Ab 1928 wurde die Kleinbahn elektrifiziert und Straßenbahnen ersetzten die bisherigen Dampflok-geführten Züge.

In den 1960er war die Automobilisierung aber so weit fortgeschritten, dass die Kleinbahn mehr als Verkehrshemmnis wahrgenommen wurde, denn als Transportmittel. 1962 fuhr der letzte Zug von Vlotho über Salzuflen nach Herford, nachdem die Betriebskonzession für lippisches Gebiet abgelaufen war. Unmittelbar danach begann der Abbau der Gleise und die Verbreiterung der Straßen. In Herford hielt der Kleinbahnbetrieb noch vier Jahre länger durch.

WDiBSloabd_1920er_BadSalzuflen_Postkarte_Luftaufnahme_Parkstrasse_Kleinbahnhof_Kurpark_Fürstenhof_Sophienstrasse_VillaJohanna_WEBHeute erinnern in Bad Salzuflen noch die „Rat-Hasse-Promenade“ und die „Nußallee“ an die Kleinbahn: Die Fuß- und Radwege führen heute auf ihrer alten Trasse vom früheren Kleinbahnhof (am heutigen P6) über den Kleinbahnhof „Kurpark“ (wo heute das Parkhaus „Kurpark“ steht) und durch den Landschaftsgarten bis zur Loose. Auf der Postkarte von ca. 1910 sieht man den Verlauf der Kleinbahn bis zur Station „Kurpark“.

Das Bild aus dem Stadtarchiv Bad Salzuflen zeigt einen der Züge im letzten Betriebsjahr 1962 auf dem Weg zur Endstation Wallenbrück. Vermutlich befindet er sich gerade auf dem Streckenstück zwischen den Stationen Loose und Kurpark.

Wer sich für die Geschichte der Herforder Kleinbahn, ihre Anlagen und Fahrzeuge interessiert, findet auf der Seite www.schmalspur-ostwestfalen.de viele weitere interessante Bilder und Geschichte(n).