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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XV

Heute schauen wir in eine Ecke der Stadt, die mancher noch aus seiner Sturm- und Drangzeit gut kennen könnte: Von der Hochstraße schauen wir in Richtung Neumarkt, wo im Hintergrund die Leuchtreklame vom „King’s Pub“ schon leuchtet. Über Wirt Kurt Gnade gab es erst kürzlich einen lesenswerten Artikel in der Lippischen Landeszeitung (Link). Gegenüber leuchtet das Schild vom Restaurant „Pfeffermühle“ wie eh und je (weiß eigentlich jemand, was sich vorher in dem Haus befand?) und an der Ecke lädt das Restaurant „Adria“ zu jugoslawischen Spezialitäten. Das Parteibüro der CDU ist inzwischen verschwunden, aus dem Restaurant „Adria“ wurde die Gastronomie „Next Selection“, nur Friseur Junkermann an der rechten Straßenseite schneidet, wäscht und föhnt nach wie vor…

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1896: Vom Baden in der Bega zum Bega-Bad

In der LZ von heute ist über die neue Beliebtheit der Begawiesen zu lesen. Aus Sicht des Naturschutzes geschehen ungeheuerliche Dinge: Jugendliche baden in der Bega! Was heute kaum noch einer weiß: In der Bega begann überhaupt die Geschichte der Salzufler Frei- und Hallenbäder. Am 26. Juni 1883 wurde die erste Flussbadeanstalt Salzuflens an der Begabrücke (heute Am Begakamp) eröffnet. Die Bega verlief damals noch schleifenförmig hinter der heutigen Bebauung – erst mit dem Bega-Durchstich entstand die heutige Situation.
Vor genau 120 Jahren ging das Flußbad in der Bega in städtischen Besitz über. Wie es in der Zeitung von damals hieß: „Das Flußbad in der Bega, welches in den Besitz der Stadt übergegangen ist, wird in diesem Sommer so betrieben werden wie bisher. Die Schüler der hiesigen Schulen haben die Benutzung des Bades unentgeltlich; Erwachsene habe ein angemessenes, auf der in der Bade-Anstalt aushängenden Bade-Ordnung angegebenes Badegeld zu zahlen. Als Bademeister wird wie bisher der Fabrikaufseher Müller thätig sein. Die Bade-Anstalt ist von 3 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends geöffnet.“ Ebenfalls 1896 wurde das Woldemarbad mit einem Hallenschwimmbad für Jugendliche eröffnet. Die Flußbadeanstalt zog später übrigens um an die Werre – an die Brücke Werler Straße. Dort befand sich, wie man im „Hauptführer durch Bad Salzuflen“ von 1912 lesen kann, auch eine Kahnstation. Heute wie damals kann man auf der Werre mit dem Kahn (bzw. Kanu) fahren, da wird es doch eigentlich Zeit, die Flußbadeanstalt mal wieder zu beleben, oder?

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1960er; Kurze Werbeunterbrechung – mit alten Bekannten (V)

Heute wieder eine kurze Werbeunterbrechung – mit einer großen Frage: Wer kann sich denn noch an die „Praterstuben“ erinnern? Viele kennen die Lokalität an der Unteren Mühlenstraße / Ecke Steege wahrscheinlich unter ihren späteren Namen „Bon“ und „Muckefuck“. Was lieferte die „warme Küche bis 3 Uhr“ denn Leckeres? Und hat vielleicht noch jemand ein Foto der alten „Praterstuben“? Und an „Teppich Ziemke“ in der Osterstrasse werden sich wahrscheinlich noch mehr erinnern – nicht zuletzt, weil die Inhaberin noch bis ins hohe Alter als Tischtennisspielerin unterwegs war, wie die Lippische Landeszeitung hier berichtete.
Wir freuen uns wie immer auf Anmerkungen, Anekdoten, Informationen und Fotos!

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2010er: Ein Geysir startet durch…

So häufig wie in den vergangenen 14 Tagen war unser beschauliches Bad Salzuflen wahrscheinlich noch nie im Fernsehen vertreten. Kamerateams vom NDR, WDR, RTL und dem ZDF gaben sich die sprichwörtliche Klinke in die Hand, über 115.000 mal wurde allein der ZDF-Beitrag auf Facebook angeklickt und seither drängen sich Menschenmengen in der Fußgängerzone, um IHN und seinen Ausbruch auch mal live zu sehen:
Den Geysir-Brunnen von Bad Salzuflen.
Der erste dieser Art in Deutschland – und inzwischen (dank Fernsehen und Internet) weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt, sozusagen schon „weltbekannt“. Der Fotograf und Kreative Jan Voth hat in einem kurzen aber sehenswerten Video verschiedene Statements zum Brunnen gesammelt:

Begonnen hat der Medien-Hype um den Geysir mit diesem Beitrag beim NDR-Satiremagazin „Extra 3“:

Danach legte das ZDF mit seinem „Hammer der Woche“ nach:

Die Lippische Landeszeitung berichtete über den Medienhype:
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Am Freitag vormittag war nun ein weiteres Kamerateam vor Ort: Am Mittwoch Abend, 22.15 Uhr, wird der Bad Salzufler Geysir und der Name unserer Stadt bei STERN TV in die deutschen Wohnzimmer flimmern. Seien wir mal gespannt, wann wir die ersten internationalen Fernsehvertreter aus China, USA oder wenigstens Bayern begrüßen können. „Any PR is good PR“ – sinngemäß: „Jede Werbung ist gute Werbung“ heißt ein Spruch aus der Marketingwelt.
Ja. Genau so. So ist das Leben!

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In eigener Sache: WDiBSloabd.de in der LZ

Heute in der LZ: Ein Artikel aus der Reihe „100 % Bad Salzuflen – das Jahr der Rekorde“. Thema: Unsere Seite!
Die Aktion „100 % Bad Salzuflen“ stellt die originellsten, die unterhaltsamsten und die beeindruckendsten Rekorde unserer Stadt in den Mittelpunkt. Auf der Internetseite 100prozentbadsalzuflen.de kann man nachlesen, wo sich die kleinste Insel der Stadt befindet. Wo die älteste Katze der Stadt wohnt oder wo man die längste Theke der Stadt findet. Und hätten Sie gewußt, dass im Messezentrum rechnerisch jeder Mitarbeiter einen Arbeitsplatz von 6.154 Quadratmetern hat? Rekordverdächtig! Wer mitmachen will: Einfach auf die Internetseite gehen und Rekord anmelden! Im Winter erscheint dann ein Buch mit allen Rekorden unserer schönen Stadt. Viel Spaß!WDiBSloabd_LZ_Artikel_Rekord_IMG_8949_WEB