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1980er: An der Bega hellem Strande…

„An der Bega hellem Strande“ gibt es zwar nicht wirklich, doch finden wir auf dem Foto von 1980 noch einen Kolibiri. Na gut, nur das Kolibri-Werk links hinter der Brücke – aber damit ein bekanntes Markenzeichen der früheren Industriestadt Schötmar. 1891 errichtete Ernst Küster hier eine Fabrikanlage zur Produktion von Kämmen. Die wurden zunächst aus den Hörnern argentinischer Rinder gefertigt, bis sich das in den USA erfundene Celluloid durchsetzte. In den 1950er Jahren begann das Kolibri-Werk mit der Produktion von Margarine-Figuren – kleinen Spielzeugfiguren, die als Werbebeigaben den Verkauf von Margarine ankurbeln sollten. Die Blüte war aber nur von kurzer Dauer, wie man nachlesen kann, denn 1956 klagten Spielzeughersteller gegen den Wettbewerb der Margarine-Firmen. Bis 1974 bestand das Kolibri-Werk noch, später wurde das ganze Firmengelände abgerissen und abgeräumt. Heute findet man keine Spuren mehr von dem einst großen Gelände parallel zur Bega.

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