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1970er: Höchste Eisenbahn

Regenwolken hängen über Schötmar, als die Diesellok 216 128-9 mit ihrem Zug in den 1970er Jahren den Salzufler Bahnhof verlässt und Richtung Herford beschleunigt. Links sehen wir die Anlagen des Güterbahnhofs, hier herrscht noch reger Betrieb an der Laderampe. Und auch beim Autohaus an der linken Seite steht der Hof voller Fahrzeuge. Interessant ist auch die Garnitur, die 216 128-9 hier am Haken hat. Direkt hinter der Lok ein Packwagen mit Dachkanzel, danach ein Schnellzugwagen – vermutlich ein Vorkriegsmodell, aber immerhin mit erster Klasse! – und zwei dreiachsige Umbauwagen. Der Zug wäre heute der Stolz einer jeden Museumseisenbahn, damals war es noch ganz normaler Alltag.

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1970er: Die Allee zwischen Salzuflen und Schötmar

Wir werfen wieder die Zeitmaschine an und gehen knappe 40 Jahre zurück: Aus einem Fenster des damals gerade neuerbauten Rathauses blicken wir auf die Kreuzung Rudolph-Brandes-Allee/Hoffmannstraße. Und unser Blick fällt auch sofort auf ein Gebäude von Hoffmanns Stärke. An der Einmündung steht noch eine der alten Villen, die für die Verbreiterung der Rudolph-Brandes-Allee weichen musste. Rechts steht die alte Berufsschule an der Schützenstraße noch und in der Bildmitte sehen wir zwei Tankstellen, deren Tage auch schon gezählt sind. Denn die große Allee zwischen Schötmar und Salzuflen wird bald vierspurig ausgebaut – sehr schön erkennt man im Hintergrund, wie die Allee früher in die Osterstraße einmündete. Von der Kurve zur Bahnhofsstraße ist noch nichts zu sehen.

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Aktuell: „Tag der offenen Archive“ – mit viel Eisenbahn!

Wer sich für Geschichte interessiert, ist am Sonntag, den 06. März, im Stadtarchiv genau richtig: Zum „Tag des offenen Archivs“ bietet das „Gedächtnis unserer Stadt“ neben Führungen, interessanten Einblicken in die Stadtgeschichte ein besonderes Bonbon für Eisenbahnfreunde. Perfekt passend zum Motto des diesjährigen bundesweiten Tages der offenen Tür, „Mobilität“ zeigt das Archiv aus der Dia-Sammlung von Horst Stehling einen bunten Querschnitt durch die Eisenbahnlandschaft von Bad Salzuflen, Schötmar und Sylbach – sowohl von vor, wie von hinter den Kulissen!
Mit dabei: Die Bahnhöfe, Dampfloks, der erste ICE und die älteste deutsche Dampflok, der „Western-Bahnhof“ von Schötmar, Willy Brandt, die Werkloks von Hoffmanns Stärke, und, und, und… Und weil auf den Aufnahmen auch viel vom „Drumherum“ zu sehen ist, sind die Bilder nicht nur interessant für Eisenbahnfans. Es gibt viel zu entdecken.
Los geht es ab 11 Uhr in den Räumen des Stadtarchivs in der Gelben Schule, Martin-Luther-Straße 2, 32105 Bad Salzuflen – bis 16.00 Uhr.
Selbstverständlich sind wir von WDiBSloabd auch mit dabei und unterstützen die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Archivs. Wir freuen uns auf spannende Gespräche über altes, neues, historisches und besonderes!

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1950er: Von der Kirche zur Bank zum Supermarkt…

Weil gerade so viele Salzufler in der FB-Gruppe „Wenn Du in Bad Salzuflen…“ ihre Erinnerungen an das 2006 abgerissene Sparkassengebäude an der Grabenstraße geteilt haben, wollen wir doch einmal schauen, was dort vor der Bank stand! Hier wurde 1894 die erste, feste katholische Kirche Salzuflens erbaut. Obwohl Lippe seit der Reformation hauptsächlich protestantisch war, waren viele Arbeiter von Hoffmanns Stärkefabriken, beispielsweise jene aus dem Eichsfeld (Thüringen), katholischen Glaubens. Die steigende Zahl der Gläubigen wurde von Hoffmanns Stärke in ihrem Bemühen um ein eigenes Gotteshaus auch finanziell unterstützt. Die heutige Liebfrauenkirche wurde 1956 bis 59 erbaut, nachdem die Kirche direkt an der Salze zu klein geworden war und der schwammige Boden wohl auch immer wieder Anlass zur Sorge gab. Der neue Hauptsitz der Sparkasse Bad Salzuflen wurde dann von 1963 bis 69 errichtet.
Wer noch Bilder der alten katholischen Kirche oder des Sparkassengebäudes hat, kann sich übrigens gerne bei uns melden!WDiBSloabd_1930er_BadSalzuflen_Postkarte_Grabenstrasse_alte_katholische_Kirche_reformierte_Kirche_Erloeserkirche_WEB

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1970er: Winter vor 45 Jahren…

Früher war ja mehr Lametta… Und vor genau 45 Jahren verzeichnete Bad Salzuflen im Winter 1970/71 gleich 25 Dauerfrosttage – also Tage, an denen das Thermometer unter 0 Grad blieb. Am 2. Februar 1971 kehrt die Güterzuglok 050 335-9 aus Richtung Schötmar zurück, wohin sie kurz zuvor mit einigen Güterwagen aufgebrochen war. Im Hintergrund sieht man Hoffmanns Stärkefabrik, zu der auch das Gleis links von der Lok führt. Besonders idyllisch – neben dem weißen Kleid der Landschaft – auch der Telegraphenmast rechts. Früher ein „Markenzeichen“ jeder Bahnstrecke.

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1990er: Ein trauriges Jubiläum für die Katze(n)

Wir haben in diesem Jahr noch ein trauriges Jubiläum zu vermelden: Vor genau 20 Jahren verschwand der sogenannte „Uhrenturm“ der Hoffmann’schen Stärkefabriken. Weithin sichtbar waren der Schriftzug „Hoffmann’s Stärke“, die Uhr und die beiden Katzen – Sinnbilder des Unternehmens, dass seit 1850 seinen Sitz in Bad Salzuflen hatte und viele Entwicklungen der Stadt mitprägte. So geht der Anschluss an das Eisenbahnnetz, die Stromversorgung und auch Telefonanschlüsse im Grunde auf die Familie Hoffmann zurück. Außerdem unterstützte sie die Gründung einer katholischen Kirchengemeinde und den Bau der Kirche an der Grabenstraße (heute steht dort das Best Western Hotel). Zwei Jahre vor dem Abriss des Uhrenturms war der Sitz des Unternehmens von Bad Salzuflen nach Hamburg verlegt worden und über 140 Jahre Unternehmensgeschichte endeten damit.

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1970er: Frische Kohle(n) für Hoffmanns Stärke

Während heute darüber beraten wird, ob Griechenland frische Kohle bekommt, war das für Hoffmanns Stärke in den 1970er Jahren kein Problem: An einem nassen Mai-Tag sehen wir hier die Werklok 1 mit dem Namen „Eduard Hoffmann“ auf dem Weg vom Bahnhof Salzuflen zur Stärkefabrik. Am Haken hat die Dampfspeicherlok sechs Waggons mit frischer Kohle. Hinter der Lok sehen wir das Gelände von Firma Kölling (mit eigenem Gleisanschluss) – heute steht hier ein Fitnessstudio. Dahinter erkennt man noch ein Gebäude, die sogenannte „Wagenburg“. Lassen wir uns mal überraschen, ob es heute auch noch eine frische Kohlen-Lieferung für Griechenland gibt….WDiBSloabd_1970_05_29_Hoffmanns_Stärke_Lok1_Eduard_Hoffmann_WEB

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1990er: Die Hoffmannstraße

Heute vielbefahren, lag die Hoffmannstraße Anfang der 1990er noch im Dornröschenschlaf. Die Stärkefabrik hatte gerade endgültig ausgedient, an den heutigen Marktkauf, an Arbeitsamt und Altenheim war noch nicht zu denken. Unser Blick ins Jahr 1994 geht Richtung Schötmar, die Kilianskirche grüßt von dort. Das Auto im Hintergrund ist ungefähr da, wo sich heute der Kreisel befindet. Und rechts erkennen wir noch ein altes Förderband entlang der Straße, links stehen Wohnhäuser, die Hoffmanns Stärke errichten ließ. WDiBSloabd_1994_Salzuflen_Hoffmanns_Stärke_Hoffmannsstraße_Richtung_Schötmar_WEB

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1970er: Stilleben bei Hoffmann’s Stärke

Als größtes Unternehmen am Ort war Hoffmann’s Stärke eine Triebfeder für den Anschluss Salzuflens an das Eisenbahnnetz. Über eine eigene Werksbahn waren die Firma und ihre Produkt mit der weiten Welt verbunden. Hier blicken wir von der berühmten Brücke (die für viele Salzufler der tägliche Sommer-Weg von der Stadt zum Bega-Bad war) auf ein Stilleben aus Fabrikarchitektur und Eisenbahn. Die Gleise im Hintergrund mit der Doppelweiche sind übrigens heute noch sichtbar.WDiBSloabd_1970er_Salzuflen_Hoffmanns_Stärke_Anschlussgleise_im_Werk_WEB

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1970er: Hoffmanns Stärke im Nebel

Passend zum Wetter, dass uns gestern noch die Sonnenfinsternis vernebelt hat, hier ein Bild aus der Kategorie: Früher war auch nicht alles besser. Denn der Nebel steht auch auf diesem Bild aus den 1970er Jahren über den Feldern, als sich eine V100 anschickt, mit ihrem Zug in den Bahnhof Salzuflen einzufahren. Im Hintergrund sieht man die mächtigen Bauten von Hoffmanns Stärke – damals noch eifrig in Betrieb.WDiBSloabd_1970er_BadSalzuflen_Hoffmanns_Stärke_im_Nebel_WEB