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1970er: Höchste Eisenbahn

Regenwolken hängen über Schötmar, als die Diesellok 216 128-9 mit ihrem Zug in den 1970er Jahren den Salzufler Bahnhof verlässt und Richtung Herford beschleunigt. Links sehen wir die Anlagen des Güterbahnhofs, hier herrscht noch reger Betrieb an der Laderampe. Und auch beim Autohaus an der linken Seite steht der Hof voller Fahrzeuge. Interessant ist auch die Garnitur, die 216 128-9 hier am Haken hat. Direkt hinter der Lok ein Packwagen mit Dachkanzel, danach ein Schnellzugwagen – vermutlich ein Vorkriegsmodell, aber immerhin mit erster Klasse! – und zwei dreiachsige Umbauwagen. Der Zug wäre heute der Stolz einer jeden Museumseisenbahn, damals war es noch ganz normaler Alltag.

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1970er: Schneefall, kurz vor dem ersten Advent

Passend zum Wetter wünschen wir unseren Leserinnen und Lesern einen schönen 1. Advent!
Auf unserer Aufnahme vom November 1973 – kurz vor dem ersten Advent – macht sich ein Güterzug daran, den verschneiten Bahnhof Sylbach zu verlassen. Die Güterzuglokomitive 044 456-2 hat das Signal „Freie Fahrt“ bekommen, rechts sieht man das Stellwerk „Sn“ (Sylbach Nord). Nicht nur das Stellwerk ist inzwischen Vergangenheit, auch von den drei Gleisen des Bahnhofes ist nur einziges übrig geblieben…

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1970er: Arbeitsalltag zu Wochenbeginn

Es ist wieder Montag und wir starten in eine neue Woche – passend zum eher ungemütlichen Wetter mit einem Bild von 1971: Die Güterzuglokomotive 050 512-3 rangiert mit einigen Wagen auf Gleis 1 des Salzufler Bahnhofs. Gerade schickt sie sich an, mit ihrem kurzen Güterzug den Bahnhof Richtung Herford zu verlassen, nachdem sie zuvor einem Personenzug die Vorfahrt lassen musste. Das Signal sagt noch deutlich: Halt! Zu dieser Zeit wurde Gleis 1 noch hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt, durchgehende Züge hielten an Gleis 2. Heute „ruckeln“ sich die Züge der Westfalenbahn an dieser Stelle auf das richtige Gleis, bevor sie am Bahnsteig zum Stehen kommen…

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1970er: Von Schötmar in die weite Welt…

Ein Blick auf den Winterfahrplan 1972/73: Die Abfahrtstafel des Bahnhofs Schötmar weist neben altbekannten Zielen wie Herford, Detmold und Altenbeken auch so illustre Orte wie Bremen, Cuxhaven und Wilhelmshaven aus. In etwas mehr als zweieinhalb Stunden reiste man damals von der Bega umsteigefrei an die Weser, über Bünde, Rahden, Sulingen, Bassum und Syke. Solche Eilzüge über Nebenstrecken wurden und werden von Eisenbahnfreunden liebevoll „Hecken-Eil-Züge“ genannt, weil sie abseits der Hauptstrecken verkehrten. In Richtung Süden war die Fahrt von Schötmar dafür nicht ganz so bequem: Spätestens in Altenbeken musste umgestiegen werden. Der durchgehende Zug nach München hielt nur in Salzuflen…WDiBSloabd_1973_02_17_Schötmar_Bahnhof_Halle_Innen_Fahrplan_1972_WEB

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1960er: Garagen an der Herforder Straße

Bei diesem Bild brauchen wir Eure Hilfe: Mitte der 1960er Jahre blicken wir auf Garagen an der Herforder Straße – nur auf welche? An der Wand sehen wir Werbung für das Autohaus Wilhelm Tretow (seit 1912!) und an der Einfahrt hängt ein Schild der Firma „Auto Richter“. Wem gehörten die Garagen denn nun? Später wurde an dieser Stelle übrigens der Komplex mit dem „Aldi“-Markt errichtet, heute hat hier der Alevitische Kulturverein sein Domizil. Sehenswert ist auch der Zustand von Straße und Gehweg: Mit kleinteiligem Kopfsteinpflaster auf der Hauptverbindungsstraße nach Herford…WDiBSloabd_196X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_HerforderStrasse6_bis_12_Autogaragen_Tretow_vmtl_vor_1962_Einstellung_der_Kleinbahn_WEB

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1960er: Die alte Herforder Straße im Kopfsteinpflaster-Look

So sah es aus, wenn Herforder früher nach Salzuflen fuhren: Die romantische Buckelpiste, auch Herforder Straße genannt, verband seit alters her Salzuflen mit der Hansestadt. Wer noch kein eigenes Auto sein Eigen nannte, konnte auch die Kleinbahn nehmen, deren Schienen wir links sehen. Sie kommen aus Richtung Herford und biegen hier von der Herforder Straße ab für den Stopp am Bad Salzufler Kleinbahnhof (der schemenhaft hinter den Bäumen zu erkennen ist). An den Straßenbelag erinnern sich auch Salzufler, Zitat: „Bei der Ruckelei auf der Straße wurde mir im Auto immer total schlecht…“ Wem ging es ähnlich?

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1980er: Die erste deutsche Eisenbahn vor 180 Jahren

Heute auf den Tag genau vor 180 Jahren fuhr die erste Eisenbahn in Deutschland: Zwischen Nürnberg und Fürth eröffnete die Lokomotive „Adler“ das Bahnzeitalter mit einer „atemberaubenden Geschwindigkeit“ von ganzen 35 Stundenkilometern. Fast auf den Tag genau 150 Jahre danach war der „Adler“ Anfang Dezember 1985 in Bad Salzuflen zu Gast – gemeinsam mit dem damals modernsten Fahrzeug, dem ICE. Nicht zuletzt deshalb war der Andrang auch enorm, wie auf dem Bild zu sehen ist. ICE und „Adler“ pendelten zwischen Herford und Bad Salzuflen und in vielen Fotoalben von Salzuflern finden sich noch Erinnerungsbilder an den Tag, als der „Adler“ kam.
Auch in Ihrem? Dann schreiben Sie uns und wir zeigen Ihr Foto gerne auch hier! Vielleicht erkennt sich ja auch der eine oder andere Fotograf hier wieder…

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2010er: Die Raststätte Herford – da steht sie noch…

Inzwischen ist ja nicht mehr viel da: Die Raststätte Herford soll sich bis 2017 in einen Parkplatz – vorwiegend für LKW – verwandeln. In den 1960er-Jahren in Betrieb genommen, waren die Raststätten Herford-Nord und Herford-Süd nicht nur Anlaufstelle für Fernreisende, sondern auch gerne mal Treffpunkt für Salzufler. Der 24-Stunden-Betrieb war besonders in den frühen Morgenstunden bei Nachtschwärmern beliebt. Oder bei denen, die dann erst Feierabend hatten und sich zum frühen Frühstück dort trafen…

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1970er: Blick von der alten in die neue Herforder Straße

1975 – Ein Blick auf die künftige Herforder Straße in Richtung Bahnhof: Als Entlastungsstraße A geplant, verbindet sie heute Rudolph-Brandes-Allee, Bahnhofstraße und Herforder Straße miteinander. Mit ihrer Einweihung wurde die Innenstadt massiv entlastet, musste sich der Verkehr doch bis dahin durch Osterstraße, Steege und Herforder Tor quälen. Auf dem Bild blicken wir in etwa von der alten Herforder Straße in Richtung der Werler Straße. Die Gebäude rechts und links sind heute noch vorhanden, auch wenn durch ihren Vorgarten heute eine der meistbefahrensten Straßen der Stadt führt.WDiBSloabd_1977_BadSalzuflen_Bau_HerforderStraße_Neu_Blick_Richtung_Werler_Strasse_TrasseA_WEB

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2010er: Ein Blick über die Grenze nach Herford

Heute geht der Blick mal über die Salzufler Stadtgrenze: Wir blicken auf die Autobahn A2, liebevoll auch „Warschauer Allee“ genannt. Sie wird von den wichtigsten Verbindungen zwischen Salzuflen und Herford gekreuzt. Angefangen unten mit der Salzufler Straße, dann folgt die schnurgerade Bahnlinie, dann die Werre und dahinter die B239. Viele ältere Salzufler kennen die B239 noch unter ihrem alten Namen „Ringstraße“. Ebenso wie die Autobahn wurde sie 1936 bis 1938 gebaut. Fast schon in die Auffahrtsrampen der Abfahrt Herford/Bad Salzuflen hinein schmiegt sich der Salzufler Ortsteil Ahmsen. Dahinter beginnt das ehemals preußische Herford…WDiBSloabd_Luftaufnahme_Ahmsen_Autobahn_A2_Abfahrt