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1930er: Eine Schule und ihr gruseliger Schulhof…

Die erste Schule in Bad Salzuflen entstand 1531 auf dem Hallenbrink, neben der Stadtkirche. 1762 abgebrannt, wurde anschließend das noch heute zu bestaunende Fachwerkhaus errichtet, dass wir auf dieser Aufnahme vermutlich in den 1930er Jahren sehen. Hier waren die Rektorschule, die Kantorschule und die Küsterschule – also alle Schulformen, die es damals gab – untergebracht. Der Schulhof, also die Fläche zwischen Schulgebäude und Stadtkirche, der hier auf dem Foto zu sehen ist, birgt ein Geheimnis: Hier befand sich früher der Friedhof an der Stadtkirche. Beim Bau des evangelisch-reformierten Gemeindehauses Ende der 1920er Jahre fand man bei den Ausschachtungsarbeiten noch einige Skelette früherer Salzufler…

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Neuer Rundgang durch die Stadtkirche zu Bad Salzuflen

Viele Stunden hat Friedrich Altenhöner in die Vorarbeiten gesteckt – und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen: Mit dem bebilderten Rundgang durch die evangelisch-reformierte Stadtkirche können auch Einheimische noch viel von der Historie des ältesten Kirchenbaus in Salzuflen (wohlgemerkt: nur in Salzuflen!) kennenlernen.

Von den Hinweisen auf das (vermutliche) Baudatum 1476, über die Geschichte des Glockenturms von 1524 (und sein Verhängnis am 5. November 1762) bis hin zu den einzelnen Leuchtern im Kirchen- und im Vorraum: Der kleine Rundgang enthält viele interessante Informationen zu Hintergründen, Geschichte und Geschichten. Doch der Leser oder die Leserin lernen nicht nur die Baugeschichte kennen, an vielen Details spiegeln sich Reformation, der evangelisch-reformierte Glaube und historische Traditionen wider. So liegt beispielsweise im Turm der Kirche die Urkunde zur Einsetzung des Salzwerkbettages, der seit 1988 alljährlich als ökumenischer Gottesdienst auf dem Salzhof gefeiert wird.

Bereits seit einigen Jahren hatte das Team der „offenen Kirche“ während der Öffnungszeiten einige Informationsblätter vorgehalten, diese Texte sind nun zusammengefasst und bebildert worden. Der kleine Führer durch die Stadtkirche ist gegen eine Spende jeweils samstags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr während der „offenen Kirche“ vor Ort erhältlich.

Einen Vorgeschmack auf die vielfältigen Facetten der Geschichte unserer Stadtkirchen finden Sie hier: Stadtkirche Bad Salzuflen

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1950er: Drei Türme der Salzufler Stadtgeschichte

Drei Türme unserer Stadt – und jeder erzählt aus einem anderen Teil unserer Stadtgeschichte. In der evangelisch-reformierten Stadtkirche auf dem Hallenbrink (links) fand heute nach eingehender Renovierung wieder der erste Gottesdienst statt. Die Ursprünge der ersten Kirche in Salzuflen gehen wohl auf das Jahr 1400 zurück, zuvor unterstand Salzuflen der Kilianskirche in Schötmar. Der Katzenturm in der Bildmitte ist aus dem 15. Jahrhundert und der letzte Turm der Stadtbefestigung, die einst den Ort umgab. Die katholische Liebfrauenkirche ist die „Jüngste“ im Bunde, sie wurde 1956-58 erbaut. Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Kirche an der Grabenstraße nicht mehr genug Raum bot für die vielen Besucher. Dabei gab es von 1531 bis 1877 gar keine katholische Gemeinde in Salzuflen, weil die Stadt (und das Land Lippe) durch die Reformation evangelisch geworden waren.

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1980er: Die Rote Schule auf dem Hallenbrink

Die Rote Schule auf dem Hallenbrink ist nicht mehr jedem ein Begriff. Heute eine zentral gelegene und historisch rekonstruierte Wohnadresse, präsentiert sich die Rote Schule auf diesem Bild von 1982 noch ganz anders: Wo heute Fußgänger flanieren, wurde damals fleißig geparkt, ein Vorbau verdeckt die historische Eingangstür und die modernen Fenster wollen nicht so recht zum Gebäude passen….WDiBSloabd_1982_BadSalzuflen_Rote_Schule_WEB