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1880er: Kein Kurpark, kein Kurhaus in der Parkstraße

Heute werfen wir einen seltenen und einzigartigen Blick auf die Zeit vor 1900: Wir sehen die erste Sophienquelle (erbohrt 1833 bis 1839, heute nicht mehr existierend) mit einem kleinen, hölzernen Brunnenausschank am Ende des heutigen Erlebnisgradierwerks. Rechts davon sehen wir: Nichts. Weder der Kurpark noch das Kurhaus existieren. Das erhöht stehende Gebäude mit den davor sichtbaren Baracken ist das 1876 errichtete Sophienhaus, eine Kinderheilanstalt. Durch die vorhandenen (und vor allem die nicht-vorhandenen) Bauten lässt sich dieses historische Foto aus dem Stadtarchiv auf die Zeit zwischen 1882 und ca. 1892/95 datieren. Im Grunde sehen wir hier die „Ruhe vor dem Sturm“, der mit dem rasanten weiteren Aufstieg Salzuflens zum Kurort und Heilbad und einem großen Bauboom 1890 seinen Anfang nahm…

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Im langsamen Trab dem Jahr 2017 entgegen…

Ähnlich wie auf dieser Aufnahme traben wir nun alle langsam und gemütlich in Richtung eines neuen Jahres. Zeit für uns, Ihnen und Euch für ein abwechslungsreiches Jahr 2016 zu danken. Und alles Gute zu wünschen für den Start in das neue Jahr! Besonders bedanken wir uns bei unseren eifrigen Kommentatoren, bei Hinweisgebern, Fotolieferanten und Geschichtenerzählern, die dieses Projekt überhaupt erst möglich machen. In den vergangenen vier Wochen sind wir regelrecht überflutet worden von vielen neuen Aufnahmen aus alten Tagen. Deshalb wird 2017 auch wieder ein spannendes Jahr für die Leserinnen und Leser, für Bad Salzuflen-Fans und solche, die es noch werden wollen… Macht es gut und wir lesen uns im neuen Jahr wieder!
Euer Admin-Team

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1910er: Der Rosengarten einst oder jetzt?

Einst oder jetzt? Der Blick in den Rosengarten an den alten Badehäusern ist heute wieder so schön wie auf dieser Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Im Stile neuer Sachlichkeit wurde der Rosengarten in den 1950er Jahren umgestaltet und entwickelte sich immer mehr zu einem „innerstädtischen Stiefkind“. Erst kurz nach der Jahrtausendwende entstand sowohl in den alten Badehäusern wie auch im Rosengarten neues, blühendes Leben. Seither präsentiert sich der Rosengarten fast genauso wie vor 100 Jahren in der „Belle Epoque“…

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1970er: Postkartenwetter am Uhrenturm

Bilderbuch-Wetter oder Postkartenwetter. Heute trifft wohl beides zu und wir werfen einen Blick auf unser heutiges Motiv: Bei mindestens ebenso (wenn nicht noch schönerem Wetter) präsentiert sich die alte Postkutsche für Rundfahrten vor dem Uhrenturm an der Parkstraße. Die beiden Gradierwerke sind inzwischen komplett renoviert, bzw. neu aufgebaut worden. Das Haus rechts im Hintergrund hat sich auch deutlich verändert. Aber eine Pferdekutsche: Die gibt es nach wie vor und lädt zur Rundfahrt durch den Landschaftsgarten ein. Viel Spaß am heutigen Sonnen(Sonn-)tag!

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1980er: Parken an der Bleiche

Auto-Experten aufgepasst: Heute gibt es wieder etwas für Euch zu tun! Auf diesem Foto, vermutlich Anfang der 1980er Jahre aufgenommen, sehen wir Parkplätze an der Bleichstraße. Den VW Käfer erkennt wohl jeder, doch dann wird es langsam schwierig. Welche Fahrzeuge sehen wir hier? Und für alle Nicht-Autofans: Wir blicken hier auf die Rückseite von Badehaus VI und das Gradierwerk am Kurparkeingang. Auf der Fläche in der Bildmitte steht heute das Kurgastzentrum und im Rücken des Fotografen befinden sich die Villen an der Bleichstraße. Das Badehaus VI ist schon lange Geschichte, das Gradierwerk wurde abgerissen und als „Erlebnis-Gradierwerk“ neu errichtet – lediglich der Baum vorne links könnte einer der Bäume sein, die heute noch in der Bleichstraße stehen…

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1950er: Bei dem Bild muss man 2 x hinschauen!

Auf den ersten Blick sieht man gut besuchte Plätze am Gradierwerk – doch erst auf den zweiten Blick wird klar, was die Leute hier in den 1950er Jahren bestaunen! Im Hintergrund sehen wir die Ecke der ehemaligen Wandelhalle aus den 1920er Jahren, die Passanten sitzen und stehen auf dem Umlauf des Gradierwerkes – an dieser Stelle befindet sich heute das „Erlebnis-Gradierwerk“. Unter dem Gradierwerk erkennt man auf den zweiten Blick etwas ungewöhnliches: Wasser. Damit ist klar: Die Aufnahme wurde während eines der berüchtigten Hochwasser gemacht, die Bad Salzuflen bis in die 1970er Jahre heimsuchten. Erst durch Maßnahmen wie Regenrückhaltebecken und Verlegung der Salze wurden die Wassermassen gebändigt. Denn eigentlich verlief die Salze unter der Wandelhalle hindurch. Doch durch Regen und Schneeschmelze war der Durchfluss oft zu klein und der Fluss trat auch im Kurpark über seine Ufer…

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1910er: Die erste Wandelhalle im Kurpark

Während heute der Abriss des Zwischenbaus von Konzert- und Wandelhalle beschlossen werden soll, werfen wir einen Blick zurück auf die allererste Wandelhalle unseres Staatsbades. Auf dieser Postkarte nach 1910 blicken wir vom Dach des Kurhauses auf den Kurpark. Ungefähr an der Stelle, wo heute die Konzerthalle steht, befindet sich die erste Wandelhalle des Parks. Der rechte Bauteil am Gradierwerk wurde ursprünglich als „Trinkhalle“ zum Ausschank der verschiedenen Salzufler Heilbrunnen aus Holz errichtet. Später wurde der Wandelgang und der erste Teil einer steinernen Wandelhalle angebaut. Bis 1914 wurde diese erweitert und diente bis zu ihrem Abriss in den 1950er Jahren zum Kuren und Wandeln. Die Konzertmuschel vorne rechts befand sich am Ende der Zentralallee zum Kurparksee, der 1906 angelegt worden war. Über der Wandelhalle grüßt die Villa Strunk (oder Villa Braun) von der Wenkenstraße her. Hier logierte das lippische Fürstenhaus bei seinen Aufenthalten in Bad Salzuflen. Ob der Fürst „sein“ Bad Salzuflen jeden Morgen oben vom Turm aus inspizierte, ist nicht überliefert…WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Kurpark_Wandelhalle_Musikpavillon_WEB

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1920er/1930er: Parkstraße nostalgisch – fast wie heute

Ein wenig bekommt man bei dieser Postkarte aus den 1920er Jahren einen Eindruck vom Flair der Parkstraße. Im unteren Teil der Straße zum Schliepsteiner Tor hin kann man davon auch wieder einiges spüren, seit die Modernisierung abgeschlossen ist und wieder eine Allee den Eingang ins Kurviertel säumt. Diese Allee soll sich auch fortsetzen, wenn das Stück zwischen Kurhaus und Bleichstraße saniert werden wird. Einzig das Badehaus VI, dass wir links im Bild sehen, wird es nie wieder geben: Hier steht heute der „rote Platz“ und dahinter das Kurgastzentrum. Das Bild ist vermutlich vom Ende der 1920er Jahre, vielleicht sogar aus dem Anfang der 1930er Jahre, denn auf der Parkstraße sind die Gleise der 1926 eingestellten Pferdebahn nicht mehr zu sehen.WDiBSloabd_1920er_BadSalzuflen_Parkstrasse_Blick_Schliepsteiner_Tor_Badehaus_VI_WEB

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1990er: Abkühlung für die heißen Tage…

Kaum steigen die Temperaturen, klagen die ersten über die Hitze, die Sonne, die Mücken und die kurzen Hosen anderer Leute. Deshalb gibt es heute eine kleine Abkühlung für diejenigen, denen das Wetter schon wieder zu warm ist. Im Februar 1991 lag mal wieder richtig Schnee in Salzuflen und auch am Schliepsteiner Tor war der „Bad Salzuflen“-Schriftzug am Gradierwerk leicht gezuckert, während die Pergola rund um den historischen Brunnen immer noch den Charme der End-70er verströmt und deren massive Wirkung nur mühsam vom Schnee verdeckt wird. Also: Anschauen, an den Winter denken – und über die Sonne freuen! Viel Spaß dabei!WDiBSloabd_1991_Salzuflen_Gradierwerk_Rosengarten_Schnee_Winter_WEB