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1950er: Das (besondere) Bild zum Sonntag…

Zum Sonntag gibt es wieder ein besonderes Bild: Ende der 1950er Jahre blicken wir auf Bad Salzuflen, doch erst beim zweiten Blick fällt auf: Es gibt zwei katholische Kirchen. Die Luftaufnahme muss also etwa aus dem Jahr 1959 stammen, vor Abbruch der alten katholischen Kirche in der Grabenstraße (später Sparkasse, heute Best Western). Und besonders interessant ist auch der Vordergrund des Bildes: Hier verläuft heute die vierspurige Bahnhofsstraße – auf dem Bild sehen wir noch die alte, baumbestandene Bahnhofstraße, die als Sackgasse am Bahnhof endete. Einige Häuser kann man noch wiedererkennen, viele andere Bauten sind dem Ausbau der Straße gewichen. Und statt der Wohnbauten neben der katholischen Kirche sehen wir noch die Gemüsegärten der Salzufler. Auch an anderen Stellen in der Stadt prägen noch Industriebauten und Gewerbegebiete die Flächen, auf denen heute beispielsweise die Hochhäuser am Hellweg stehen.

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1960er: Ein historisches Schmankerl aus der Osterstrasse

Ein besonderes „Schmankerl“ für Geschichtsinteressierte und Autofreunde können wir heute zeigen: An einem Wintertag in den 1960er Jahren blicken wir auf den ursprünglichen Firmensitz von P.F. Fanenbruck in der Osterstrasse 46. Das Gebäude ist längst Geschichte, zeigt aber gemeinsam mit dem Haus „Maschke“ und dem Eckhaus an der Grabenstraße die alte Bauflucht in der Osterstrasse auf. Auf der Straße herrscht reges Treiben, zwei moderne Bullis sind ebenso unterwegs wie ein alter Pferdewagen. Im Haus Nr. 44 (vorne rechts) wird die neue Kollektion von Litex angepriesen, während wir bei Fanenbruck (ebenso wie heute) verschiedene aktuelle Lampen-Modelle im Laden sehen. Außer dem ersten Haus rechts und Buchhandlung Maschke (3. v. r.) sind übrigens alle anderen hier sichtbaren Gebäude inzwischen abgerissen worden…

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1950er: Von der Kirche zur Bank zum Supermarkt…

Weil gerade so viele Salzufler in der FB-Gruppe „Wenn Du in Bad Salzuflen…“ ihre Erinnerungen an das 2006 abgerissene Sparkassengebäude an der Grabenstraße geteilt haben, wollen wir doch einmal schauen, was dort vor der Bank stand! Hier wurde 1894 die erste, feste katholische Kirche Salzuflens erbaut. Obwohl Lippe seit der Reformation hauptsächlich protestantisch war, waren viele Arbeiter von Hoffmanns Stärkefabriken, beispielsweise jene aus dem Eichsfeld (Thüringen), katholischen Glaubens. Die steigende Zahl der Gläubigen wurde von Hoffmanns Stärke in ihrem Bemühen um ein eigenes Gotteshaus auch finanziell unterstützt. Die heutige Liebfrauenkirche wurde 1956 bis 59 erbaut, nachdem die Kirche direkt an der Salze zu klein geworden war und der schwammige Boden wohl auch immer wieder Anlass zur Sorge gab. Der neue Hauptsitz der Sparkasse Bad Salzuflen wurde dann von 1963 bis 69 errichtet.
Wer noch Bilder der alten katholischen Kirche oder des Sparkassengebäudes hat, kann sich übrigens gerne bei uns melden!WDiBSloabd_1930er_BadSalzuflen_Postkarte_Grabenstrasse_alte_katholische_Kirche_reformierte_Kirche_Erloeserkirche_WEB