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1970er: Hauptverkehrsstraße Lange Straße

Heute laufen wir durch die neue Fußgängerzone und müssen – wenn wir Glück haben – keinem Auto ausweichen. Bis zum Bau der eigentlich Fußgängerzone war das ganz anders, wie unser heutiges Bild aus Anfang der 1970er Jahre zeigt: Wir blicken die Lange Straße hinunter Richtung Schliepsteiner Tor – damals eine Hauptverkehrsstraße. Zwar herrscht absolutes Halteverbot, doch die engen Bürgersteige laden nicht wirklich zum Bummeln ein. Vorne rechts sehen wir das Rheingold an der Ecke zur Steege, dahinter noch das alte Gebäude der Commerzbank. Vor der Drogerie stehen beleuchtete Verkehrsschilder, die den Fahrzeugen aus Richtung Herford den Weg weisen. Insgesamt sieht es heute doch wesentlich einladender aus in unserer Langen Straße…

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1970er: Neulich bei Cafe Begemann…

Ein beliebter Treffpunkt in der Langen Straße war das Cafe Begemann. Hier sehen wir – danke Regine Hollmann – ein Bild aus Jahren 1976 – 78: Noch steht das alte Gebäude, die neue Fußgängerzone ist schon fertig und die Konditorei und Bäckerei „läuft“ auf vollen Touren. Schon bald nach dieser Aufnahme wird das Gebäude durch einen Neubau ersetzt, in dem auch wieder das Cafe Begemann seinen Platz findet. Wer hat sich denn hier in seinen Freistunden aufgehalten oder ist Sonntags mit Oma und Opa zu Kaffee und Kuchen eingekehrt?

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1970er: Neulich bei Tchibo…

Hier ist heute nichts mehr so wie auf diesem Foto – nur Tchibo ist (wieder) an alter Stelle. Vermutlich Ende der 1970er schauen wir auf das Eckhaus Lange Straße 51 und sehen auf den ersten Blick, was heute alles anders ist. Das Gebäude wurde durch einen Neubau ersetzt, „Pelze Schönlau“ gibt es nicht mehr, die Fußgängerampel ist ebenso schon längst Geschichte wie die Durchfahrt durch die Steege zum Herforder Tor (jedenfalls für PKW). „Meier’s Bierstuben“ (links im Bild und nur echt mit dem Apostroph) gibt es ebenfalls nicht mehr. Viele werden sich bestimmt auch noch an den Brunnen erinnern, denn hier begann einst die Tradition des „Brunnensaufens“ zur Abi-Zulassung…

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1970er: Doppeltes Glück am Schliepsteiner Tor

Zurück in die Zeit, als das Schliepsteiner Tor noch Durchgangsstraße war: Vor 1974 schauen wir auf das Haus Am Schliepsteiner Tor 2. Während links die chemische Reinigung ein „Kleiderbad“ verspricht, lockt im Kiosk rechts gleich doppeltes Glück. Nicht nur beim Lotto-Toto, sondern auch bei den Glücksreisen, die man hier buchen kann. Oder war damit der Ausflug zur Ziehung der Lotto-Zahlen gemeint? Wer weiß denn noch, wem diese Geschäfte gehörten? Und wer hat hier Lotto gespielt oder seine Kleidung zum Reinigen gebracht? WDiBSloabd_197X_BadSalzuflen_Salzuflen_AmSchliepsteinerTor2_vermutlich_vor_1973_WEB

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1990er: „Brunnensaufen“, wie es sich gehört

Nicht nur für alle die, die heute ihre Zulassung zum Abitur erhalten haben, sondern auch für alle Salzufler schauen wir heute mal auf das „richtige“ Brunnensaufen zurück. Vor genau 20 Jahren wurde noch fleißig inmitten der Langen Straße, an der Kreuzung Herforder Tor, gefeiert. An jedem dieser „letzten Schultage“ fand alljährlich das Wettrennen zwischen Gymnasiasten und Stadtverwaltung statt: Wer ist eher am Brunnen? Die Abiturienten, um ihn mit Waschpulver, Seifenlauge oder ähnlich schäumenden Stoffen zu füllen? Oder die Stadt, um den Brunnen rechtzeitig abzuschalten?
Egal, wie und wo heute gefeiert wird: Viel Erfolg bei den anstehenden Prüfungen!
(Natürlich nicht nur für Gymnasiasten, sondern alle Prüflinge in diesem Schuljahr!)

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1990er: Der Markt ohne Busse

Derzeit beginnt die Diskussion um die Neugestaltung des Platzes Am Markt. Zentraler Punkt: Der Rendezvous-Platz soll verschwinden. Wir blicken einmal zurück, wie er denn aussah, der Platz – bevor die Busse kamen. Auf dieser Aufnahme aus den 1990er Jahren (Der Stadtbus wurde 1994 eingeführt) sehen wir den Marktplatz in eher tristem Look. Die Betonkübel und Metallpfosten geben ihm ein etwas seltsames Aussehen, zumindest von oben. Rechts vor dem heutigen „Toro Blanco“ (damals „Rats-Cafe“) findet sich noch der Brunnen, den die städtische Sparkasse der Stadt zum Jubiläum 1988 schenkte. Leider ist über Anlass und Fotograf dieser Aufnahme nichts Näheres bekannt, es scheint aber vom Dach der Brandeschen Apotheke aufgenommen worden zu sein. Interessant auch zu sehen, wie viel sich in den knapp 20 Jahren rund um den Platz verändert hat: Die Stadtbücherei ist ganz rechts noch angeschnitten zu sehen – hier befindet sich heute das „Lebenslang“. Daneben verkauft Luis Cramer noch seine Zigarren, das Haus ist heute komplett restauriert. Lediglich Herrenmoden Hunecke sieht heute noch genauso aus. Aber auch hier zieht ja bald neues Leben ein…

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2010er: Unser Geysir – der Medienliebling

Er ist wieder da: Der Geysir hat es in den vergangenen Tagen mal wieder hoch hinaus geschafft – und dass, obwohl er sich inzwischen in der frostsicheren Winterpause befindet… Nach NDR, WDR, RTL West und ZDF haben nun auch Stefan Raab und Stern TV den Geysir angemessen gewürdigt.
In seiner Sendung „TV Total“ präsentierte Stefan Raab nicht nur seine Meinung zu dem Thema, sondern hatte auch gleich ein Geschenk für Bad Salzuflen:

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Mit 6,4 Prozent Marktanteil befand sich die Zuschauerquote im Mittelfeld der vor allem bei jüngeren Menschen beliebten Sendung. Stefan Raab hat auch schon eine persönliche Einladung nach Bad Salzuflen erhalten, damit er sich davon überzeugen kann, dass es doch gute Gründe gibt, unsere Stadt zu besuchen 😉
Mehr als 2 Millionen Menschen sahen dagegen gestern Abend den siebenminütigen Bericht bei Stern TV (Quelle: Quotenmeter.de), in dem es auch um unseren geliebten (oder gehassten) Geysir ging. Mit viel Elan ging der Reporter zu Werke, der Baudezernent stellte sich der Kamera und den Passanten und zum Schluss gab es sogar noch eine „Adventure-Tour“ zum Geysir. Zitat: „40 Liter Wasser. Euphorische Menschen in der Fußgängerzone. Ok, ein paar haben nasse Füße bekommen…“ Leider ist kein Online-Video von Stern TV selber verfügbar, allerdings findet sich ein Ausschnitt hier in unserer Facebook-Gruppe.
snipping_stern_tv_steuerverschwendung_geysirFazit: Die große Aufmerksamkeit für den Geysir ist jetzt eigentlich nur noch durch eine Live-Show mit Carmen Nebel und Hansi Hinterseer zu toppen. Es ist schon spannend, wie sich so eine 1,50 Meter hohe Fontäne auswirken kann…

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2010er: Ein Geysir startet durch…

So häufig wie in den vergangenen 14 Tagen war unser beschauliches Bad Salzuflen wahrscheinlich noch nie im Fernsehen vertreten. Kamerateams vom NDR, WDR, RTL und dem ZDF gaben sich die sprichwörtliche Klinke in die Hand, über 115.000 mal wurde allein der ZDF-Beitrag auf Facebook angeklickt und seither drängen sich Menschenmengen in der Fußgängerzone, um IHN und seinen Ausbruch auch mal live zu sehen:
Den Geysir-Brunnen von Bad Salzuflen.
Der erste dieser Art in Deutschland – und inzwischen (dank Fernsehen und Internet) weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus bekannt, sozusagen schon „weltbekannt“. Der Fotograf und Kreative Jan Voth hat in einem kurzen aber sehenswerten Video verschiedene Statements zum Brunnen gesammelt:

Begonnen hat der Medien-Hype um den Geysir mit diesem Beitrag beim NDR-Satiremagazin „Extra 3“:

Danach legte das ZDF mit seinem „Hammer der Woche“ nach:

Die Lippische Landeszeitung berichtete über den Medienhype:
WDiBSloabd_Screenshot_Internetseite_LZ_Online_Geysirbrunnen_BadSalzuflenhttp://www.lz.de/lippe/bad_salzuflen/20598149_Salzufler-Geysir-wird-zum-Fernsehstar.html

Am Freitag vormittag war nun ein weiteres Kamerateam vor Ort: Am Mittwoch Abend, 22.15 Uhr, wird der Bad Salzufler Geysir und der Name unserer Stadt bei STERN TV in die deutschen Wohnzimmer flimmern. Seien wir mal gespannt, wann wir die ersten internationalen Fernsehvertreter aus China, USA oder wenigstens Bayern begrüßen können. „Any PR is good PR“ – sinngemäß: „Jede Werbung ist gute Werbung“ heißt ein Spruch aus der Marketingwelt.
Ja. Genau so. So ist das Leben!

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1980er: Unsere Fußgängerzone 1.0

Während gerade die neuen Sitzmöbel ihren Platz in der neugestalteten Fußgängerzone in der Innenstadt finden, werfen wir einen Blick zurück in die Anfangszeit unserer Langen Straße als Flaniermeile: Auf dieser Karte aus den 1980er Jahren kann man sehr schön die frühere Möblierung erkennen. Sitzbänke aus Baumstämmen, die großen Kandelaber mit den Kugeln als Beleuchtung und Betrontröge, denen Pflanzen ein wenig Farbe verleihen. Bis auf die Holzstamm-Sitzbänke sah die Fußgängerzone von 1974 bis 2013 so aus… Nur die Ladengeschäfte änderten sich – wer kennt noch alle Geschäfte, die auf dem Foto zu sehen sind?1980er_BadSalzuflen_LangeStraße_Museum_Nordsee_WEB

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2010er: Baustelle Fußgängerzone

Ist es wirklich schon zwei Jahre her? Ja, 2013 begannen die Bauarbeiten zur Modernisierung der Fußgängerzone – und dieser Tage geht es mit großen Schritten weiter. Nachdem die Lange Straße und Dammstraße bereits fertig sind, gehen die Arbeiten an der Steege, vor der Post und in der Parkstraße weiter. Besonderen Gefallen haben auch schon viele auswärtige Besucher am neuen Pflaster gefunden: Barrierefrei und keine „Stolperfalle“ wie noch an der einen oder anderen Stelle der Stadt.WDiBSloabd_FuZo_Bauarbeiten_LangeStrasse_Post