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1970er: Die Salze kommt…

Heute sind Windböen und Starkregen zu verzeichnen – die Salze führt an solchen Tagen deutlich mehr Wasser und steigt an. Früher war das ähnlich: Oftmals zur Schneeschmelze wurde aus dem harmonischen Fluss ein reißender Strom, der sich einen ganz eigenen Weg durch Landschaftsgarten, Kurpark und vor allem durch unsere Innenstadt suchte. Auf dem Foto von 1970 sehen wir den alten Salzeverlauf, aufgenommen von der Brücke der Dammstraße. Links die „Autohalle“ von der Kohlenhandlung Riemeier, daneben die Fachwerkhäuser der Unteren Mühlenstraße. Sandsäcke und eine große Mauer halfen nicht viel – deshalb beschloss man eine großflächige Umgestaltung an dieser Stelle: Die Salze wurde in ein neues Bett verlegt, die Ufer befestigt. Die Maßnahmen, denen alle hier auf dem Bild sichtbaren Gebäude zum Opfer fielen, zogen sich von der Konzerthalle bis zur Salzemündung in die Werre quer durch die Innenstadt. Auf dem Vergleichsbild – fast genau 25 Jahre später – wird deutlich, wie sehr sich das Gesicht unserer Stadt an dieser Stelle verändert hat…

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XVIII

An einem schönen Wintertag (man kann die Kälte förmlich spüren) blicken wir die Wenkenstraße hinauf – wo der heutige „Poller“ noch Zukunftsmusik ist. Lediglich eine rote Ampel regelt das Durchfahrtsverbot während der Mittags- und Nachtzeiten. Das Gebäude rechts wird zu jener Zeit noch reichlich frequentiert: Im Haus Schuseil, dem „Litfaß“ wird in der Disco oder der Kellerbar kräftig gefeiert. Viele Bands geben hier ihr erstes Konzert. Auf der linken Seite wirbt ein Schild für die „Kutscherstube“, davor befand sich die „Giraffe“. Heute gibt es hier original spanische Leckereien im „Soultapas“. Das Gebäude der „Kutscherstube“ dagegen ist wohl inzwischen abbruchreif – zuletzt hieß die klassische Eckkneipe „Löwenzahn“. Und natürlich gibt es wieder einiges zu raten und zu erkennen für unsere Auto-Spezialisten…. 

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1950er: Ob Ihr wirklich richtig steht…

… seht Ihr, wenn das Licht angeht“, heißt es bei „1,2 oder 3“. Wir wollen von Euch heute wissen, ob wir bei der Verortung dieses Fotos richtig liegen: Aufgenommen vermutlich Ende der 1950er Jahre sehen wir die Salze, die über die Ufer getreten ist. Einige Passanten schauen sich das Spektakel an. Wir vermuten, dass sie auf der Brücke Dammstraße stehen – im Hintergrund wäre also heute die Millau-Promenade, hinter uns befindet sich heute das Restaurant „Salzsieder“. Erst ab Mitte der 1970er Jahre veränderte sich die Salze in der Innenstadt völlig – durch den Abriss der Häuser an der Unteren Mühlenstraße, die Verlegung des Flussbettes und vor allem durch Hochwasserschutzmaßnahmen hörten zumindest die Salze-Überschwemmungen auf. Wer kann uns denn sagen, ob wir mit unserer Vermutung richtig stehen.. äh… liegen? 🙂 

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1950er: Josefs- und Vincenzheim an der Wenkenstraße

Bis in die 1980er präsentierte sich die Ecke Dammstraße / Wenkenstraße so wie auf dieser Postkarte vermutlich aus den 1950er Jahren. Auf ihrem eigenen Grundstück hatte die katholische Kirchengemeinde das Josefs- und das Vincenzheim bauen lassen. Während das frühere Josefsheim später zu Wohnungen umgebaut wurde, musste das Vincenzhaus den Neubauten an der Dammstraße weichen. Das Motiv dürfte schon 20 Jahre vorher genauso ausgesehen haben, aber das am Strommasten sichtbare Schild macht doch stutzig: In Englisch und Deutsch wird hier ein Parkverbot ausgesprochen – damit dürfte die Aufnahme vermutlich erst nach 1945 entstanden sein, als die Zahl der englischen „Gäste“ deutlich angestiegen war…

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1960er: „Such‘ den Unterschied“ aus der Luft

Heute wieder ein Suchbild: Wir befinden uns vermutlich Mitte der 1960er Jahre und blicken auf unsere Stadt und den Vierenberg. Und welche Unterschiede zur Gegenwart findet man hier auf dieser 50 Jahre alten Postkarte! Links unten sehen wir noch den Kleinbahnhof „Kurpark“ der 1962 stillgelegten Kleinbahn Herford-Vlotho, an der Parkstraße sind weder die Klinik am Kurpark noch das Maritim zu finden. An den Gradierwerken steht noch das Badehaus VI, ganz früher übrigens Endstation der Pferdebahn vom Bahnhof zum Kurgebiet – dahinter wird an der Konzerthalle offensichtlich gerade der spätere Parkplatz angelegt. Heute steht hier das Kurgastzentrum und der „rote Platz“. Aus dem Asental grüßt die LVA-Klinik, doch von den anderen Kliniken ist noch nichts zu sehen. In der Wenkenstraße steht noch die ehrwürdige Villa „Strunk“ (mit dem markanten Turm), von der Rosen-Apotheke findet sich (noch) keine Spur. Die Wohngebiete an der Jahnstraße oder am Sonnenberg fehlen ebenfalls. Und ganz unten sieht man noch das alte Feuerwehrgerätehaus von Salzuflen an der Dammstrasse.
Viel Spaß beim Suchen nach weiteren Unterschieden (Bild unten anklicken, dann öffnet sich die große Ansicht)!

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1960er: Ein Blick auf das Herz des Bades

Passend zum Regenwetter draußen, hier ein Bild zum Stöbern: Auf dieser Luftaufnahme aus den 1960er Jahren sehen wir das neue Kurzentrum mit Konzert- und Wandelhalle frisch nach seiner Fertigstellung. Aber auch rund um dem Kurpark ist viel zu entdecken: Anstelle des „roten Platzes“ steht noch das Badehaus VI an der Parkstraße, an der Bleichstraße sieht man den letztens schon angesprochenen Parkplatz und an der Dammstraße steht das alte Feuerwehrgerätehaus. An der Wenkenstraße steht noch die Villa Strunk mit ihrem markanten Turm, ein wenig darüber das „Parkhotel“ an der Einmündung der Lietholzstraße. Das Feierabendhaus zeigt sich noch im ganz alten Zustand, es war zuvor aus dem früheren städtischen Krankenhaus entstanden. Von der Annastraße fehlt noch jede Spur und hinter der Bodelschwingstraße scheint „die Welt zu Ende zu sein“. Viel Spaß beim Suchen weiterer Unterschiede!
P.S.: Ein Klick auf das untere Bild öffnet übrigens die große Ansicht!WDiBSloabd_1960er_BadSalzuflen_Luftaufnahme_Kurgebiet_Kurpark_Parkstrasse_WEB

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1970er: Zur Kate bei Herrn Oelrich

Wir tauchen einmal ein in die Gastronomie der 1970er Jahre: In der Dammstraße gibt es in der Kate herrliches Herforder vom Fass, das Ambiente würde heute bei Retro-Hipstern in Hamburg oder Berlin wahrscheinlich wahre Begeisterungsstürme auslösen. Doch inzwischen hat sich einiges verändert zu den Tagen als Herr Oelrich, damaliger Besitzer, hinter der Zapfanlage gestanden hat – wie oben rechts zu sehen. Neben einigen Modernisierungen fällt dem Kenner besonders ins Auge: Die Wand zwischen dem Thekenraum und dem zweiten Raum (die jeweils rechte Wand auf den beiden unteren Bildern) ist verschwunden, dafür ist das Ständerwerk des alten Hauses wieder sichtbar. WDiBSloabd_1970er_BadSalzuflen_Dammstrasse_ZurKate_Oelrich_WEB

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1950er: Eine Kate und eine Tanke in der Dammstraße…

Heute ein schönes Bild (vermutlich) aus den 1950er Jahren: Wir schauen auf die heutige Gaststätte „Zur Kate“ und sehen vor dem Haus die „dezente“ Werbung für die Aral-Tankstelle ein paar Meter weiter (links im Bild). An der Stelle, wo die Zapfsäulen stehen, steht heute ein großes Wohn-Geschäftshaus und auch die beiden Fachwerkhäuser, die man rechts hinter der Kate erahnen kann, sind längst Vergangenheit. Wem gehörte die Tankstelle und wie lange gab es sie? Und was war früher in dem Gebäude der Kate?WDiBSloabd_1950er_BadSalzuflen_Dammstrasse_ZurKate_Aral_Tankstelle_WEB

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1910er: Blick zum Schliepsteiner Tor

Hier erkennt man heute nichts mehr wieder: Wir blicken die Lange Straße hinunter zum Schliepsteiner Tor, dessen Turm in der Mitte noch sichtbar ist. Erst in den 1930er Jahren wurde es abgerissen. Links davon sehen wir das Gebäude, dass nach seinem Umbau einige Jahrzehnte als Kurverwaltung dienen wird und heute längst schon wieder eine andere Gestalt angenommen hat. An der Einmündung zur Dammstraße steht auch schon lange kein Garten mit Baum mehr. Viel Spaß beim Suchen weiterer Unterschiede!WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_LangeStrasse_Schliepsteiner_Tor_WEB