WDiBSloabd_191X_BadSalzuflen_Postkarte_Ansicht_Alte_Muehle_Ort_unbekannt_WEB
Bild

1900: Hilfe bei Identifizierung gesucht

Jetzt sind Heimat-Experten gefragt: Die hier gezeigte Postkarte ist lediglich beschriftet mit „Alte Mühle“. Wer hat eine Idee oder weiß vielleicht sogar jemand, um welche alte Mühle im Bereich Bad Salzuflen es sich handelt/gehandelt hat? Die Aufnahme dürfte aus der Zeit zwischen 1905 und 1915 stammen, es gibt einen Wasserlauf und hügeliges Gelände. Die Personen auf dem Foto dürften dem Fotografen „Modell gestanden“ haben, denn zur damaligen Zeit waren die Belichtungszeiten noch ganz andere als heute, wie man am Wasser links sehen kann… 

Tipps und Hinweise bitte gerne in die Kommentare oder per E-Mail an info@wdibsloabd.de – Herzlichen Dank!

WDiBSloabd_191X_BadSalzuflen_Postkarte_Ansicht_Alte_Muehle_Ort_unbekannt_WEB

WDiBSloabd_190X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_LangeStrasse_Salzhof_Saline_Ansicht_um_1900_WEB
Bild

1910er: Industriebetrieb Salzhof

Wo heute und morgen noch das Weinfest für Getümmel, gute Laune und kühle Getränke sorgt, war vor mehr als 100 Jahren an Spaß nicht wirklich zu denken. Mitten im Herzen der Stadt stand die Saline, in der das Salz aus der salzhaltigen Sole gesiedet wurde. Hier blicken wir von der Post aus auf dem Salzhof: Anstelle des hölzernen Pumpenturmes steht heute das Denkmal der Paulinenquelle, hinter den Schuppen erkennt man die Giebelreihe der Langen Straße (ganz links heute „Cafe Herzhaft“, ganz rechts „Astrids Hutsalon“). Kaum vorstellbar, dass der heutige Platz bis in die 1920er Jahre so aussah. Erst dann wurde die inzwischen funktionslose Salzsiederei abgebrochen und der Platz seither für Wochenmarkt und Fest genutzt…

WDiBSloabd_190X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_LangeStrasse_Salzhof_Saline_Ansicht_um_1900_WEB

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_Parkstrasse_Kurpark_Konzertmuscheln_im_Kurpark_Trink_und_Wandelhalle_vmtl_vor_1920_001_WEB
Bild

1910er: Der Kurpark im Wandel

Nachdem mit dem offiziellen Spatenstich am Freitag der Auftakt zu den Bauarbeiten im Kurpark begangen wurde, schauen wir einmal in die Anfänge des Parks zurück. Von der Jahrhundertwende bis zum 1. Weltkrieg hatte das Kurwesen in Salzuflen eine rasante Entwicklung hingelegt. Nahezu jährlich kam etwas Neues hinzu, auch im Kurpark. Wir blicken hier vom Dach des Kur- und Stadttheaters quer über den Park auf die Wandelhalle, die zunächst als hölzernern Brunnenausschank errichtet wurde und dann stetig erweitert wurde. Ende der fünfziger Jahre wurde sie für den Bau der Konzerthalle abgerissen. Apropos Musik: Wir sehen auch gleich zwei Pavillons für Konzerte – eines rechts am Gradierwerk und Kurparkeingang (ungefähr da, wo sich heute das Wasserspiel befindet) und eines links vor dem Theater. Beide wurden in den 1920ern durch einen Neubau anstelle des linken Pavillons ersetzt. Interessant die Menge an Sitzgelegenheiten – vor allem vor der Kurhaus-Terrasse an der damaligen Hauptallee…

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_Parkstrasse_Kurpark_Konzertmuscheln_im_Kurpark_Trink_und_Wandelhalle_vmtl_vor_1920_001_WEB

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_AmMarkt_Rathaus_Richtung_Steege_nach_1909_WEB
Bild

1910er: Der Fortschritt ist nicht aufzuhalten…

Es wird noch etwas dauern, bis sich der Marktplatz wieder einigermaßen ordentlich präsentiert – deshalb werfen wir heute einen Blick zurück in die Anfänge des 20. Jahrhunderts und schauen vom alten Amtsgericht (Heute „Lebenslang“) auf das historische Rathaus. Da treffen sich gerade zwei Welten: Das Pferdefuhrwerk begegnet einem Automobil – damals noch eine Seltenheit. In der Mitte der Straße liegen die Gleise der Pferdebahn vom Bahnhof bis zum Kurpark und Zahnarzt Lehmann wirbt für sein „Zahn Atelier“. Interessant auch die Gebäude rund um das Rathaus. Rechts sehen wir noch den historischen Renaissance-Erker von 1628, dahinter das noch weitgehend unverbaute Gebäude Am Markt 15. Direkt hinter dem Rathaus steht noch ein altes Gebäude, dass in den 1930ern durch einen Neubau ersetzt werden wird und lange Jahre die Buchhandlung Schade beherbergen wird und heute noch das „Ratsstübel“. Ganz hinten an der Steege strahlt uns noch ein Fachwerkhaus an: Das erste Badehaus mit der Kurverwaltung.

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_AmMarkt_Rathaus_Richtung_Steege_nach_1909_WEB

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_LangeStrasse_Blick_Richtung_Salzhof_vmtl_um_1910_WEB
Bild

1910er: Still-Leben in der Langen Straße

Während heute jeder und überall mit Smartphone und Digitalkamera fotografiert, sorgte ein Fotograf früher noch für interessierte Blicke und freiwillige Statisten. Auf diesem Bild nach 1910 haben sich einige Salzufler – vornehmlich Kinder – extra in Positur gestellt, um gemeinsam mit den alten Fassaden der Stadt abgelichtet zu werden. Bei Betrachten stellen wir fest: Neben der Kleider-Mode hat sich vor allem die linke Seite verändert!
Wir sehen links die ersten beiden Häuser, die sogenannten Windmöllerschen Häuser, die bereits wenige Zeit später dem „Weinhaus Rheingold“ weichen sollten. Das Haus mit der hervorspringenden Veranda ist manchem noch bekannt als „Bünneman’sches Haus“. Wilhelm Bünemann war der am längsten amtierende Bürgermeister von Bad Salzuflen – von  1948 bis 1968 (bis zur Großgemeindebildung) stand er der Stadt vor. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme dürfte Bünemann gerade Anfang 20 gewesen sein und wahrscheinlich noch nichts davon geahnt haben, welche Aufgaben er in der Stadt einmal ausüben werde… Die Schienen in der Straße sind übrigens 20 Jahre nach dieser Aufnahme auch schon wieder Geschichte, nachdem die Salzufler Pferdebahn inflationsbedingt eingegangen war.

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_LangeStrasse_Blick_Richtung_Salzhof_vmtl_um_1910_WEB

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Ansicht_Rosengarten_Gradierwerke_Badehäuser_WEB
Bild

1910er: Der Rosengarten einst oder jetzt?

Einst oder jetzt? Der Blick in den Rosengarten an den alten Badehäusern ist heute wieder so schön wie auf dieser Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Im Stile neuer Sachlichkeit wurde der Rosengarten in den 1950er Jahren umgestaltet und entwickelte sich immer mehr zu einem „innerstädtischen Stiefkind“. Erst kurz nach der Jahrtausendwende entstand sowohl in den alten Badehäusern wie auch im Rosengarten neues, blühendes Leben. Seither präsentiert sich der Rosengarten fast genauso wie vor 100 Jahren in der „Belle Epoque“…

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Ansicht_Rosengarten_Gradierwerke_Badehäuser_WEB

WDiBSloabd_191X_BadSalzuflen_Salzuflen_Sophienstrasse_5_Sophienhaus_und_Logierhaeuser_aufgenommen_zwischen_1910_und_1914_WEB
Bild

1910er: Drei einzelne Sophienhäuser

Zum Sonntag präsentieren wir hier wieder ein ganz besonderes Bild. In den letzten Jahren vor dem ersten Weltkrieg schauen wir aus einem Fenster der „Villa Johanna“ auf die Sophienhäuser. Richtig, der große Bau des DRK bestand ursprünglich aus einzelnen Gebäuden. Doch noch einige Besonderheiten sind auf diesem Bild zu sehen. Vor uns liegt die Sophienstraße, an der gerade die Baugrube für das Haus Nr. 7 ausgehoben worden ist – das Gebäude existiert übrigens heute noch. Quer durch das Bild verläuft die Nußallee und wer ganz genau hinschaut, erkennt vor der Nußallee sogar noch die Gleise der Herforder Kleinbahn, die an dieser Stelle parallel zum Fußweg verlief (aber dazu können wir Euch hoffentlich bald noch ein anderes Bild zeigen). Zu dieser Zeit wurde die Kleinbahn übrigens noch mit Dampfloks betrieben. Achja, und last, but not least, sehen wir im Hintergrund noch das Schützenhaus – zu dessen Geschichte könnt Ihr in der nächsten Ausgabe des Salzstreuners mehr lesen!

WDiBSloabd_191X_BadSalzuflen_Salzuflen_Sophienstrasse_5_Sophienhaus_und_Logierhaeuser_aufgenommen_zwischen_1910_und_1914_WEB(Wie immer: Auf das Foto klicken für größere Ansicht!)

 

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Haus_Stüde_Wenkenstrasse_Aussenansicht_WEB
Bild

1910er: Villa Stüde in der Wenkenstraße

Das Foto des heutigen Tages ist im doppelten Sinne historisch: Die Aufnahme aus der Zeit um 1910 zeigt das damals gerade neu errichtete Kinderkurheim „Villa Stüde“ – das Haus wurde erst vor kurzem abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das Gebäude an der Ecke Wenkenstraße / Lietholzstraße zeigt sich auf dieser Postkarte von seiner besten Seite. Noch mit offenen Balkonen (die später zugebaut oder verglast wurden) und ganz im Stil der Belle Epoque vor dem 1. Weltkrieg. Die Mädchen in feinen Kleidern, während die Jungs fast ausschließlich den damals so beliebten „Matrosen-Look“ tragen. Leider ist das Haus nie unter Denkmalschutz gestellt worden, so dass nach einer längeren Zeit des Leerstandes nur noch die Abrissbirne auf diesen klassischen Vertreter Bad Salzufler Bäder-Architektur wartete…WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Haus_Stüde_Wenkenstrasse_Aussenansicht_WEB

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_Osterstrasse58_HotelKaiserhof_Ecke_Bahnhofstrasse_vmt_um_1910_WEB
Bild

1910: Kaiserhof und Pferdebahn

Um 1910 war an einen ZOB hier noch nicht zu denken: An der Ecke Osterstraße / Bahnhofstraße erhob sich der „Kaiserhof“ und der innerstädtische Linienverkehr wurde noch von der Pferdebahn zwischen Bahnhof und Kurpark übernommen. Übrigens hatte die Salzufler Straßenbahn nur eine kurze Lebensgeschichte: 1909 eingerichtet, wurde sie 1926 schon wieder stillgelegt. An ihre Stelle traten dann übrigens die bekannten Salzufler Busunternehmen – von denen eines hinter dem Kaiserhof seinen Betriebshof einrichten sollte…

WDiBSloabd_191X_xx_xx_BadSalzuflen_Salzuflen_Osterstrasse58_HotelKaiserhof_Ecke_Bahnhofstrasse_vmt_um_1910_WEB

WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Ritterstrasse_HausGiessenbier_Hafermarkt_WEB
Bild

1910er: Das Haus von Pfarrer Gießenbier

Das älteste komplett erhaltene Haus in der Salzufler Altstadt hat (ausgerechnet) ein Schötmaraner erbaut: Pfarrer Anton Gießenbier errichtete 1520 sein Haus am Hafermarkt. Der Schötmaraner Pfarrer war damals auch für die Salzufler „Schäfchen“ zuständig, bis diese sich im Zuge der Reformen Martin Luthers einen eigenen Pfarrer nahmen. Auf dem Bild, vermutlich um 1910 aufgenommen, erkennen wir einige Besonderheiten: Der Vorbau war die Einfahrt in die Diele des Hauses, links davon erkennt man den parallel zur Wenkenstraße laufenden Viehtrift, über den früher Kühe und Schweine zum Heßkamper Tor getrieben wurden. Und im Hintergrund steht an der Oberen Mühlenstraße noch ein Fachwerkhaus, dass kurz darauf mit seinem Nachbarn einem Neubau weichen wird. Hier steht heute das „Tante Emma“. Einzig das Straßenpflaster scheint auch heute unverändert…WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Postkarte_Ritterstrasse_HausGiessenbier_Hafermarkt_WEB