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1990er: Alle Jahre wieder „Brunnensaufen“

Mit manchen Traditionen ist es so: Keiner weiß mehr genau, wer wie damit angefangen hat, aber sie gehören einfach dazu. Heute feiern die Abiturienten auch wieder ihre Zulassung und gleichzeitig das Ende ihrer Schulzeit. Inzwischen auf dem Salzhof und ohne Brunnen – aber der Namen „Brunnensaufen“ hat sich bis heute gehalten. Denn tatsächlich begann alles an einem Brunnen, nämlich dem vor Tchibo. Vor über 20 Jahren war man dann an das Wasserspiel vor der Commerzbank umgezogen, wie unser Bild von 1996 zeigt. Wir wünschen allen angehenden Abiturienten (und natürlich allen, die in diesem Jahr ihren Abschluss „bauen“) viel Spaß und gutes Gelingen bei den anstehenden Prüfungen!

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1950er: Alter Fürstenhof im neuen Glanz

Frisch wieder eröffnet präsentiert sich der „Fürstenhof“ auf dieser Postkarte aus den 1950er Jahren. Nach der Rückgabe des 1945 beschlagnahmten Gebäudes durch die Briten wurde das ehemalige Grand-Hotel zum Parksanatorium umgebaut. Im hinteren Bereich wurde ein neuer Trakt angebaut (schemenhaft hinter den Bäumen zu erkennen) und die frühere Auffahrt wurde durch einen Treppenaufgang im zeitgenössischen Design ersetzt. Die fröhlich-bunten Sonnenschirme und die freundliche Bepflanzung lassen das neue Sanatorium noch zusätzlich erstrahlen. Interessantes Detail am Rande: Vergrößert man das Bild, erkennt man am linken unteren Rand zwei seltsame Gestänge. Das scheinen Oberleitungsmasten der früheren Herforder Kleinbahn zu sein, die auf dieser Aufnahme leider nur noch wenige Jahre vor sich hatte….

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1950er: Ein Sommertag im Rosengarten

Nachkriegszeit und Wirtschaftswunder: In den 1950er Jahren geht es auch in Bad Salzuflen wieder schwunghaft voran. Nachdem die beschlagnahmten Immobilien stückweise wieder freigegeben werden, beginnt man mit der Wiederaufnahme des Badebetriebes und schnell steigen die Kurgastzahlen wieder an. Dafür werden neue Kapazitäten gebraucht und so wird das alte Woldemarbad der Jahrhundertwende abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Vom (ebenfalls neugestalteten) Rosengarten blicken wir hinüber auf das damals moderne Gebäude und das benachbarte Inhalatorium. Heute ist dieser Blick aus mehreren Gründen Geschichte: Zum einen steht das Woldemarbad schon länger nicht mehr – zum anderen ist der Rosengarten in seiner früheren Form wiederauferstanden. 

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1970er: Höchste Eisenbahn

Regenwolken hängen über Schötmar, als die Diesellok 216 128-9 mit ihrem Zug in den 1970er Jahren den Salzufler Bahnhof verlässt und Richtung Herford beschleunigt. Links sehen wir die Anlagen des Güterbahnhofs, hier herrscht noch reger Betrieb an der Laderampe. Und auch beim Autohaus an der linken Seite steht der Hof voller Fahrzeuge. Interessant ist auch die Garnitur, die 216 128-9 hier am Haken hat. Direkt hinter der Lok ein Packwagen mit Dachkanzel, danach ein Schnellzugwagen – vermutlich ein Vorkriegsmodell, aber immerhin mit erster Klasse! – und zwei dreiachsige Umbauwagen. Der Zug wäre heute der Stolz einer jeden Museumseisenbahn, damals war es noch ganz normaler Alltag.

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Wertvolle Leihgaben in die Obhut des Stadtarchivs übergeben

Über 130 interessierte Besucher verzeichnete das Stadtarchiv Bad Salzuflen am 4. März zum Tag der offenen Tür, die sich mit Werkstattführungen und Vorträgen über die Arbeit des Archivs informieren ließen. Besonders freute sich Archivleiter Arnold Beuke in diesem Rahmen über den Zuwachs an bedeutenden Zeugnissen für seine Sammlungen.

Eine Abordnung des Sportvereins TUS Knetterheide vertraute Beuke die historische Vereinsfahne von 1922 an, die in der Fahnensammlung des Archivs einen angemessenen Aufbewahrungsplatz finden wird. Im anschließenden Gespräch waren sich Archivar und Vereinsvertreter darin einig, dass das reiche  Vereinsleben von Sportvereinen ein wesentlicher Teil des Gesellschaftslebens in der Stadt und ihren Ortsteilen darstellt, das es zu bewahren gilt. Dazu ist das Archiv der ideale Partner, in dem alte Vereinsunterlagen und Objekte sachgerecht aufbewahrt werden können und vor Verlust geschützt sind, wovon sich die Vorstandsmitglieder des Knetterheider Sportvereins vor Ort überzeugten.
Zudem übergab eine ehemalige Salzuflerin aus ihrem Familienbesitz wertvolle Fotografien stadthistorisch bedeutender Persönlichkeiten. „Das beweist uns einmal mehr, dass das Stadtarchiv als historisches Gedächtnis der Stadt von seinen Bürgern wahrgenommen wird“, freute sich Beuke.

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Foto von links: Arnold Beuke und die Vereinsvertreter Marlies Liese, Karla Heidsiek und Udo Heiland bei der Übergabe der Vereinsfahne des TUS Knetterheide.

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04.03.2018: Tag des offenen Archivs im Stadtarchiv Bad Salzuflen

Beim bundesweiten „Tag der Archive“ am Sonntag, den 04. März 2018, geben Archivarinnen und Archivare einen Einblick in ihre Arbeit und das historische Gedächtnis ihrer Städte.  „Über den außerordentlichen Nutzen der Bäder zur Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit hat von den ältesten Zeiten her nur eine Stimme geherrscht“. So warb eindringlich der Amtsarzt Dr. Heinrich Hasse und vor 200 Jahren war es soweit: 1818 wurde eine Badeanstalt in der Salzufler Saline eingerichtet. Das war der Auftakt zum Aufstieg der Stadt zu einem der größten Heilkurorte Deutschlands.

Archivische Zeugnisse, Pläne, Bildquellen und Unterlagen zur Entwicklung und Geschichte von 200 Jahren Heilbad stehen daher in diesem Jahr im Mittelpunkt, wenn sich das Stadtarchiv mit seiner Einrichtung der Öffentlichkeit präsentiert. Parallel dazu bieten Stadtarchivar Arnold Beuke und seine Mitarbeiter Führungen durch die Benutzer-, Werkstatt- und Magazinräume an, erklären Arbeitsweise und -abläufe eines Archives und stehen selbstverständlich für alle Fragen zur Verfügung. Die neu sortierte Fachbibliothek und die historische Bibliothek des Apothekers Rudolph Brandes werden vorgestellt und Publikationen zur Stadtgeschichte könne zu Sonderpreisen erworben werden.

Das Stadtarchiv in der Gelben Schule, Martin-Luther-Straße 2, ist am Sonntag, den 04. März 2018 von 11.00 bis 16.00 Uhr für alle Interessierten geöffnet.

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