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1970er: Ökologisches Rasenmähen

Der Blick schweift hinaus aus einem der Hochhäuser an der Wilhelm-Raabe-Straße hinüber zur Elkenbrede – und vor dem Haus tummeln sich ein Haufen Rasenmäher. An diesem Herbsttag 1977 begibt sich eine Schafherde auf zum „großen Fressen“. Das Kornfeld voraus war damals übrigens Bestandteil heftiger Diskussionen: Hier hätte die Umgehungsstraße von links aus Richtung Herforder Straße kommend in den geplanten Tunnel unter dem Obernberg gemündet (der wiederum bis zur Exterschen Straße geführt hätte). Dass diese sogenannte Trasse D nie gebaut wurde, lässt sich heute übrigens sehr schön am Verkehrsaufkommen in der Brüderstraße ablesen…

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XXII

Nach dem gestrigen Blick auf die Werler Straße drehen wir heute die Zeit ein wenig vor und springen in unserer Reihe „Bad Salzufler Straßenansichten“ in die 1980er Jahre: Die Straßenführung hat sich deutlich verändert, aus dem Feldweg zum Fischerskamp ist eine richtige Straße geworden, die Verbindung zur Siemensstraße ist gebaut. Die beiden Flachbauten von „Ehrlinger Furniere“ tragen inzwischen den Schriftzug von „Sollich“, die auf ihrem Firmengelände auch ein neues Hauptgebäude errichtet haben. Die Bahnstrecke zwischen Herford und Detmold ist inzwischen elektrifiziert und das Design der Autos hat sich auch grundlegend geändert: Statt runder Kuven liegen jetzt Ecken und Kanten voll im Trend…

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1970er: Samba bei Ehrlinger

Ok, ein echter „Samba-Bus“ ist es nicht, der hier auf der Werler Straße unterwegs ist – aber wenigstens ein VW T1 Transporter. Den Spitznamen „Samba-Bus“ bekam die Achttsitzer-Variante mit Dachrandverglasung und Faltschiebedach verpasst. Leider ist bei dem Transporter die Beschriftung nicht lesbar. Hat vielleicht jemand einen Tipp, für welches Unternehmen dieser Bulli in der markanten gelb-grünen Farbgebung hier Anfang 1970 unterwegs gewesen sein könnte?
Im Hintergrund sehen wir übrigens das Firmengebäude von „Ehrlinger Furniere“ – heute hat sich das Gelände dahinter und rechts davon ziemlich verändert, sitzt doch hier mit der Firma Sollich ein führender Hersteller von Maschinen für die Schokoladen- und Süßwarenindustrie. Interessant auch der Verlauf der Werler Straße und der Einmündung Richtung Fischerskamp vor dem Bau der heutigen Kreuzung – eine Herausforderung für jeden LKW…

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1970er: Güterschuppen Schötmar vor dem Abriss

Der Bahnhof in Schötmar hatte nicht nur für die Industriestadt große Bedeutung im Güterverkehr, sondern auch für die umliegenden Orte und die Landwirtschaft. Kein Wunder also, dass man in Schötmar eine große Güterabfertigung errichtete (nachdem man auch endlich einen Bahnhof an der 1880 erbauten Bahnlinie bekommen hatte, aber das ist eine andere Geschichte…). Recht kurz vor dem Abriss des alten „Westernbahnhofs“ blicken wir hier 1974 von der Uferstraße auf das langgestreckte Gebäude entlang der Ladestraße. Vorne links sehen wir den Giebel des Personenbahnhofs, rechts von die Eingangstür zur Güterabfertigung. Von dem gesamten Gebäude sind als einzige Spuren ganz am Ende noch Reste der Laderampe zu finden. Ein Blick zurück in eine Zeit, als es noch hieß „Güter gehören auf die Bahn“…

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1910er: Industriebetrieb Salzhof

Wo heute und morgen noch das Weinfest für Getümmel, gute Laune und kühle Getränke sorgt, war vor mehr als 100 Jahren an Spaß nicht wirklich zu denken. Mitten im Herzen der Stadt stand die Saline, in der das Salz aus der salzhaltigen Sole gesiedet wurde. Hier blicken wir von der Post aus auf dem Salzhof: Anstelle des hölzernen Pumpenturmes steht heute das Denkmal der Paulinenquelle, hinter den Schuppen erkennt man die Giebelreihe der Langen Straße (ganz links heute „Cafe Herzhaft“, ganz rechts „Astrids Hutsalon“). Kaum vorstellbar, dass der heutige Platz bis in die 1920er Jahre so aussah. Erst dann wurde die inzwischen funktionslose Salzsiederei abgebrochen und der Platz seither für Wochenmarkt und Fest genutzt…

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1950er: Fahrendes Volk auf dem Salzhof

Eine stimmungsvolle Momentaufnahme aus den 1950er Jahren: Mokka Moritz hielt die zufällige Begegnung zwischen drei Generationen fest.  Leider wissen wir nichts über diese Aufnahme, aber die beiden Wohnwagen im Hintergrund lassen vermuten, dass auf dem Salzhof ein Jahrmarkt stattfand und Frau und Kind zu den Schaustellern gehören. Übrigens noch bis Sonntag ist auf dem Salzhof auch wieder jede Menge los: Das Weinfest 2017 lockt noch bis Sonntag mit Weinen verschiedener deutscher Anbaugebiete, Live-Musik und einem Charity Frühstück am Samstag morgen. Infos auch bei FB: facebook.com/Weinfest.Bad.Salzuflen/
Übrigens auf dem Foto im Hintergrund übrigens noch zu sehen: Der Giebel des ältesten Steinhauses unserer Stadt – heute eine unansehnliche Baulücke mitten am Salzhof…

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil XXI

Werden die Pläne des Landesstraßenbaubetriebes Straßen.nrw für die „B239 neu“ dereinst einmal umgesetzt, wird man diese Szene aus unserer Reihe „Bad Salzufler Straßenansichten“ nicht mehr wieder erkennen – hier zeigen wir euch, wie es einmal aussehen (könnte). Während die Häuser links stehen bleiben, wird der traditionsreiche „Werler Krug“ verschwunden sein, ebenso das frühere griechische Restaurant rechts. Direkt hinter dem früheren „Comedy“ wird die Straße über das Grundstück des ehemaligen Griechen führen und in einem großen Kreisverkehr über der neuen Trasse der Bundesstraße münden. Dieser soll die beiden ursprünglich geplanten Mini-Kreisel rechts und links an den künftigen Auffahrten ersetzen.

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Den derzeitigen Stand der Planungen zeigt der Landesstraßenbaubetrieb übrigens auf seiner Webseite:

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Hier geht es zu den kompletten Informationen von Straßen.nrw inklusive Lageplan und Straßenquerschnitt.

Zum Vergleich hier übrigens noch mal ein Luftbild aus den 1950er Jahren, als es schon mal einen Kreisel hier gab.