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Frühlingserwachen mit „Paulinchen“

Woran erkennt man in Bad Salzuflen, dass es Frühling wird? Klar, Paulinchen fährt wieder. Die sympathische Touristenschaukel (nicht nur für Gäste) startet ab Mittwoch, den 1. März, wieder mit dem Liniendienst vom historischen Rathaus über die Altstadt, Parkstraße, Landschaftsgarten, Rehgehege über Wenkenstraße zurück zum Markt. Inzwischen übrigens im 12. Jahr!

Täglich von 9.45 – 17.30 Uhr (letzte Abfahrt am Kurpark-Haupteingang, nicht im März und Oktober) kann man eine 35-minütige Rundfahrt im Dreiviertelstunden-Abfahrtstakt durch Bad Salzuflen unternehmen, an insgesamt neun Haltestellen ein- und aussteigen, denn das einmal gelöste Ticket gilt den ganzen Tag. An den Fahrpreisen hat sich nichts geändert in diesem Jahr. Das Familien Ticket für 2 Erwachsene und 3 (eigene) Kinder für 18,00 Euro statt 26,00 Euro ist natürlich auch im Angebot.

„Paulinchen“ ist beliebt bei Jung und Alt und schon für 7,00 Euro (Erwachsene), Kinder bis 11 Jahre 4,00 Euro (Babys auf dem Schoß des Erwachsenen frei) kann man eine herrliche Rundfahrt unternehmen und bekommt dabei viel Wissenswertes über Bad Salzuflen mitgeteilt. Paulinchen fährt übrigens auch trotz des Umbaus der Fußgängerzone im Bereich „Am Markt“ bis Historisches Rathaus. Zwar wechseln je nach Bauphase die Runden – dennoch sind kaum Einschränkungen zu befürchten zumal der Hauptbereich zwischen Salzhof und Schliepsteiner Tor sowie die Steege ja fertiggestellt sind.

Der letzte Wagen ist übrigens mit einer Rampe ausgestattet, so dass auch Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühle bequem mitgenommen werden können. Anfragen für Gruppenfahrten und weitere Informationen unter www.paulinchen-bahn.de oder unter Telefon 0 52 22/39 94 61.

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1910er: Still-Leben in der Langen Straße

Während heute jeder und überall mit Smartphone und Digitalkamera fotografiert, sorgte ein Fotograf früher noch für interessierte Blicke und freiwillige Statisten. Auf diesem Bild nach 1910 haben sich einige Salzufler – vornehmlich Kinder – extra in Positur gestellt, um gemeinsam mit den alten Fassaden der Stadt abgelichtet zu werden. Bei Betrachten stellen wir fest: Neben der Kleider-Mode hat sich vor allem die linke Seite verändert!
Wir sehen links die ersten beiden Häuser, die sogenannten Windmöllerschen Häuser, die bereits wenige Zeit später dem „Weinhaus Rheingold“ weichen sollten. Das Haus mit der hervorspringenden Veranda ist manchem noch bekannt als „Bünneman’sches Haus“. Wilhelm Bünemann war der am längsten amtierende Bürgermeister von Bad Salzuflen – von  1948 bis 1968 (bis zur Großgemeindebildung) stand er der Stadt vor. Zum Zeitpunkt dieser Aufnahme dürfte Bünemann gerade Anfang 20 gewesen sein und wahrscheinlich noch nichts davon geahnt haben, welche Aufgaben er in der Stadt einmal ausüben werde… Die Schienen in der Straße sind übrigens 20 Jahre nach dieser Aufnahme auch schon wieder Geschichte, nachdem die Salzufler Pferdebahn inflationsbedingt eingegangen war.

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil V

In unserer Reihe der Stadtansichten bleiben wir heute in Schötmar und kommen aus der Begastraße an die Schranke. Da war die Straße noch in Ordnung. Später kam dann das neue rote Basaltpflaster. Jetzt ist man wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt und hat dort eine schwarze Teerdecke gebaut. Sieht zwar nicht so schön aus, hält aber länger! Spielwaren Görder auf der rechten Seite gibt es nicht mehr. Danach kamen dann diverse Nachfolger. Hinten links steht noch der „gelbe“ Bahnhof aus den 1970ern, heute kann man hier von der Kurz- bis zur Weltreise alles beim Reisebüro Janski buchen.

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Über 400 Bilder aus Werl, Aspe und Knetterheide!

Mit “ Werl, Aspe und Knetterheide – Dorfleben in Bildern“ erscheint erstmals ein umfassender bildlicher Einblick in die Vergangenheit dieser drei Ortschaften. Fritz Gast hat gemeinsam mit Franz Meyer über 400 Bilder aus der Zeit vom 1. Weltkrieg bis zur Großgemeindebildung 1969 ausgewählt und sorgsam auf über 320 Seiten zusammengestellt. Das Buch kann bis zum 31. März 2017 zum Subskriptionspreis von 29,50 € (danach 34,- €) vorbestellt werden (alle Infos unter diesem Artikel);. Nicht nur für Knetterheider, Asper und Werler ein stadtgeschichtliches Muss!

Vor nunmehr drei Jahren, im März 2014, erschien im Bielefelder Verlag für Regionalgeschichte das vom Heimatverein Werl-Aspe in Auftrag gegebene Buch „Bauerschaft – Gemeinschaft – Ortsteil. Zur Geschichte von Werl, Aspe und Knetterheide“. Verfasst wurde das vielbeachtete und mittlerweile nahezu vergriffene Werk von den Historikern Roland Linde und Franz Meyer. Unterstützt wurden sie dabei von Fritz Gast aus Knetterheide, der zu Illustration des Buches zahlreiche Aufnahmen beisteuerte.

Die von Fritz Gast in den vergangenen Jahren mit Unterstützung seiner Ehefrau Monika mit großem Engagement aufgebaute Fotosammlung zur Geschichte von Werl, Aspe und Knetterheide umfasst derzeit einen Bestand von mehr als 5.500 Aufnahmen. Der weitaus größte Teil der Fotos entstand zwischen dem Ersten Weltkrieg und den 1960er Jahren, also vor der 1969 erfolgten Bildung der Großgemeinde Bad Salzuflen.

Der im Sommer erscheinende Bildband dokumentiert eindrucksvoll das Leben in Werl, Aspe und Knetterheide. Sie zeigen uns, wie die Menschen dort vor einem halben Jahrhundert und länger gewohnt, gelebt, gearbeitet, aber auch gefeiert haben. Der Bildband ergänzt in idealer Weise die Ortsgeschichte von 2014.

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Das Buch (Erscheinungstermin vsl. im Sommer) kann vorbestellt werden bei:

Heimatverein Werl-Aspe
c/o Fritz Gast
Gaststraße 6
32107 Bad Salzuflen

oder per E-Mail unter frigachron@gmx.de.

Die vorbestellten Bücher können nach Erscheinen des Buches gegen Barzahlung bei Fritz Gast, Gaststraße 6, Gerhard Gronemeier, Grüner Sand 12 oder Walter Wüstenhagen, Paul-Schneider-Straße 62 (alle 32107 Bad Salzuflen) abgeholt werden.

Und: Wer seine Bestellung bis zum 31. März 2017 einreicht, erhält den historischen Bildband zum Subskriptionspreis (Sonderpreis) von 29,50 €.
Für alle nach dem 31. März 2017 bestellten Bücher gilt der normale Ladenpreis von 34,00 €.

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1950er: Sonntagsausflug ins „Brüggenhaus“

Der klassische Sonntagsausflug scheint ein wenig aus der Mode gekommen zu sein – früher gehörte er noch zu jedem Sonntag dazu: Wenn das Auto (meist am Tag zuvor frisch gewaschen und gewienert) herausgeholt wurde und der stolze Papa mit der holden Gattin und den Kindern „ins Grüne“ aufbrach. Ein beliebtes Ziel war dabei schon früher das „Brüggenhaus“ in Schötmar, vis-a-vis der Heerser Mühle und der heutigen Feuerwache.

Nach der lesenswerten Historie, die Dr. Stefan Wiesekopsieker für das Haus zusammengetragen hat und gemeinsam mit dem Historiker Roland Linde veröffentlicht hat, geht das Brüggenhaus in seinen Ursprüngen auf das späte 16. Jahrhundert zurück. Mindestens seit Anfang des 17. Jahrhunderts wurde hier der Wegezoll für die Überquerung der Werre fällig – heute fällt die Brücke der B239 beim Vorbeifahren überhaupt nicht mehr auf. Weil die Zoll-Einnahmen nicht gerade kräftig sprudelten, wurde das „Mauthäuschen“ um eine Gastronomie und später einen Biergarten erweitert. Auch ein Gärtnererei-Betrieb auf der anderen Werre-Seite gehörte zum Brüggenhaus – nach der Schließung der Gärtnerei entstand hier das Schötmaraner Freibad.

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil IV

Wer kennt sie nicht mehr? Die Kaufhalle in Schötmar. Errichtet auf dem alten Festplatz der Schötmaraner, hat sich der Bau bis heute nur ein klein wenig verändert. Ebenso wie das Umfeld: Aus Fahrrad Siekmann wurde Fahrrad Niehaus, der Schlachterladen Bröker auf der Ecke zum Alten Teich existiert schon lange nicht mehr. Auch die Haar- und Kleidungs-Mode hat sich ein wenig verändert, von den Fahrzeugen ganz zu schweigen… 

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1950er: Die Lange Straße ohne „Dolomiti“

Seit 1959 treffen sich die Salzufler und ihre Gäste im Sommer wie in der kalten Jahreszeit im Eiscafe „Dolomiti“. Doch was stand hier eigentlich früher neben der Post? Wir machen die historische Schatzkiste auf und sehen hier das Vorgängergebäude Lange Straße 10. Das alte Fachwerkhaus mit seinem Anbau beherbergte damals das Obst- und Gemüsegeschäft eines Herrn Grzenia, bis es 1958 abgerissen wurde. Auf den beiden Bildern erkennt man, dass sich schon die Stadtplaner der Vorkriegszeit über das kleine Haus hinweggesetzt hatten – das Gebäude der Post von 1928 ist deutlich höher und in der Straßenflucht zurück genommen, ebenso das Nachbarhaus links. Das Fachwerkhaus wirkt ein wenig „aus der Zeit gefallen“ an dieser zentralen Stelle der Innenstadt. Interessant aber auch die vielen Details der 1950er Jahre: Ob der moderne „Bedien-Dich-Selbst“-Automat, der Transporter auf dem Hof oder das Dreirad eines Kohlenhändlers auf dem Weg zum Salzhof… Sehr schön auch die Werbung am linken Haus, Lange Straße 12, die auf das Milchgeschäft Maus (später Hildebrand) hinweist – da wußte man auch ohne Leuchtreklame, was es hier zu kaufen gab…

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil III

Heute springen wir in unserer Serie „Bad Salzufler Straßenansichten“ nach Schötmar – an die Kreuzung Otto-Hahn-Straße/Oerlinghauser Straße. Das markante Haus an der Ecke erkennt jeder problemlos wieder und auch sonst scheint alles recht vertraut. Nein, Moment: Das Tivoli (links) mit der bekannten “Leinwand” ist kurz danach abgerissen worden. Nunmehr ist dort die Raiffeisengenossenschaft. Wo jetzt der Tierdoktor Tim seine Praxis hat war zu diesem Zeitpunkt noch die Weiden Apotheke.  Die Weiden-Apotheke ist in die Bildmitte hinten, Ecke Auguststr-Krumme Weide umgezogen. Dort war früher Tapeten Westerwelle. Die meisten Grabstätten auf dem Friedhof an der Ecke mit der Fußgängerampel sind inzwischen aufgegeben worden. Wer findet noch mehr Unterschiede?

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1930er: Die Macht der Reklame macht Station in Hannover

Die „Macht der Werbung“, damals noch „Reklame“ genannt, wußte Bad Salzuflen in den 1920er und 1930er Jahren gut für sich zu nutzen. Hier dokumentieren wir ein solches Beispiel: Eine große Reklametafel im Hauptbahnhof Hannover, die gezeichnete Ansichten des Leopoldsprudel, des Kurpark und des Hermannsdenkmals zeigt, wirbt  vermutlich in den 1930er Jahren mit dem Spruch „Besucht Bad Salzuflen – Teutoburger Wald“. Sehenswert aber auch die anderen Werbungen und die vielen Hinweisschilder: Ob die Beschilderung des „Wartesaal I. & II. Klasse“, der Blick auf die Gepäckannahme oder die Veranstaltungswerbung vom Tivoli, die Ankündigung von „Reichsbahn-Sonderfahrten“ oder die Werbung für „Erdoel-Tiefbohr-Anlagen“ von Alfred Wirth aus Erkelenz. Ein besonderes Detail verbirgt sich noch am unteren rechten Bildrand: „Theodor Schulze’s Bahnhofsbuchhandlung“ wurde erst 2001 aus Familienbesitz an einen Konzern verkauft. 

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1980er: Bad Salzufler Straßenansichten – Teil II

Weiter geht es mit unserer neuen Serie und wir bewegen uns ein paar Meter und ein paar Jahrzehnte weiter weg von unserem ersten Bild.  Die Osterstraße an der Einmündung zur Bahnhofstraße hat ihr Gesicht ein wenig verändert: Die Ladenzeile ist immer noch da. Aber wo hier noch das Go-Gärtchen ist, war vorher mal ein US- Armeeshop. Davor gab es dort sogar mal ein Geldinstitut. Jetzt finden wir dort leckere Gerichte bei Munzur.

In dem jetzigen Wettbüro konnte man früher Kurzwaren einkaufen.  Auch eine Reinigung von Herrn und Frau Winter war dort vor Jahrzehnten. Friseur Brockmeier schnippelte dort wo jetzt ein Imbiss ist die Haare. Der Lebensmittelladen hat sich dagegen gar nicht verändert. Nur die Ladenbetreiber. Aus Frau Sander wurde dann Herr Altaca, während Erstere nicht mehr lebt, hat sich Herr Altaca seit Jahren in das Rentendasein zurückgezogen. In meiner Kinderzeit war in der Tränke mal ein Blumenladen.  Jetzt ist die Tränke auch nicht mehr – sie ist zur Bascha Lounge geworden.

Links ist das Amtsgericht mit der alten Polizeiwache schon abgerissen worden, wir stehen quasi auf der Fläche des heutigen Parkhauses. Das Haus von Schlachter “Böbschken“ Meierkord ist noch auf dem Bild vorhanden. Auch sein Haus wurde später abgerissen. Dort ist jetzt ein Bäcker und die Brandversicherung hingekommen.

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