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1900+: Eine Kirche (noch) ohne Turm

Nicht jeder weiß, dass die heutige Erlöserkirche in der Martin-Luther-Straße zuerst gar keinen Glockenturm hatte. 1909 wurde die Kirche erweitert und zeigt sich seitdem in ihrer heutigen Form. Mit der Zahl der Zuzügler nach Salzuflen – vor allem wegen der Hoffmann’s Stärkefabrik – stieg auch die Zahl der evangelisch-lutherischen Christen in der Stadt. 1880 wurde die evangelisch-lutherische Gemeinde wiederbegründet und fand zunächst eine erste, provisorische Kapelle in der Ahornstraße 23. Bereits 11 Jahre später begann man mit dem Bau einer neuen Kirche an der heutigen Martin-Luther-Straße (eröffnet 1892). Allerdings zunächst nur bestehend aus Altarraum, Chor und den beiden Seitenschiffen, wie man auf unserer Aufnahme von um 1900 sieht. Die Kirche stand zunächst noch auf „freiem Feld“, die Straße war nicht ausgebaut und erst in den folgenden Jahren und Jahrzehnten wuchs die Stadt um die neue Kirche herum weiter. 

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1970er: Neulich bei Tchibo…

Hier ist heute nichts mehr so wie auf diesem Foto – nur Tchibo ist (wieder) an alter Stelle. Vermutlich Ende der 1970er schauen wir auf das Eckhaus Lange Straße 51 und sehen auf den ersten Blick, was heute alles anders ist. Das Gebäude wurde durch einen Neubau ersetzt, „Pelze Schönlau“ gibt es nicht mehr, die Fußgängerampel ist ebenso schon längst Geschichte wie die Durchfahrt durch die Steege zum Herforder Tor (jedenfalls für PKW). „Meier’s Bierstuben“ (links im Bild und nur echt mit dem Apostroph) gibt es ebenfalls nicht mehr. Viele werden sich bestimmt auch noch an den Brunnen erinnern, denn hier begann einst die Tradition des „Brunnensaufens“ zur Abi-Zulassung…

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1970er: Große Lieferung am Kaisereck

Heutzutage ist eine Container-Lieferung ja längst nichts Besonderes mehr. 1973 wurde diese große Anlieferung am „Kaisereck“ noch als seltenes Ereignis fotografisch festgehalten. Und was gibt es auf diesen beiden Bildern nicht alles zu entdecken: Neben dem bahneigenen LKW sehen wir viel Bautätigkeit. In der Straße „Am Steinbrink“ Richtung Lipperlandklinik werden gerade Wohnbauten fertiggestellt, während das Baugebiet „Jahnstraße“ gerade erst entsteht. Auf dem zweiten Bild sehen wir, dass das Straßenschild bereits steht, aber die Straße nicht mehr als eine Schotterpiste für Baufahrzeuge ist. Apropos Straßenschilder: Die „Wüstener Straße“ heißt hier noch „Alte Vlothoer Straße“. Weiß jemand, wann die Umbenennung von Wenken-, Beet- und Wüstener Straße erfolgt ist?

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1950er: Ob Ihr wirklich richtig steht…

… seht Ihr, wenn das Licht angeht“, heißt es bei „1,2 oder 3“. Wir wollen von Euch heute wissen, ob wir bei der Verortung dieses Fotos richtig liegen: Aufgenommen vermutlich Ende der 1950er Jahre sehen wir die Salze, die über die Ufer getreten ist. Einige Passanten schauen sich das Spektakel an. Wir vermuten, dass sie auf der Brücke Dammstraße stehen – im Hintergrund wäre also heute die Millau-Promenade, hinter uns befindet sich heute das Restaurant „Salzsieder“. Erst ab Mitte der 1970er Jahre veränderte sich die Salze in der Innenstadt völlig – durch den Abriss der Häuser an der Unteren Mühlenstraße, die Verlegung des Flussbettes und vor allem durch Hochwasserschutzmaßnahmen hörten zumindest die Salze-Überschwemmungen auf. Wer kann uns denn sagen, ob wir mit unserer Vermutung richtig stehen.. äh… liegen? 🙂 

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