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1970er: Einfach mal den Sommer zurück holen…

Bei dem grauen Wetter draußen holen wir uns einfach mal kurz den Sommer zurück: 1970 ist es warm, der Kurpark blüht in allen Farben und wo sich derzeit ein Loch auftut, herrscht selbst auf dem „Oberdeck“ am Fahrstuhl reger Besucherandrang. Seien wir mal gespannt, wie sich der Kurpark 2018 präsentieren wird – wenn der Umbau abgeschlossen sein wird…

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1896: Vom Baden in der Bega zum Bega-Bad

In der LZ von heute ist über die neue Beliebtheit der Begawiesen zu lesen. Aus Sicht des Naturschutzes geschehen ungeheuerliche Dinge: Jugendliche baden in der Bega! Was heute kaum noch einer weiß: In der Bega begann überhaupt die Geschichte der Salzufler Frei- und Hallenbäder. Am 26. Juni 1883 wurde die erste Flussbadeanstalt Salzuflens an der Begabrücke (heute Am Begakamp) eröffnet. Die Bega verlief damals noch schleifenförmig hinter der heutigen Bebauung – erst mit dem Bega-Durchstich entstand die heutige Situation.
Vor genau 120 Jahren ging das Flußbad in der Bega in städtischen Besitz über. Wie es in der Zeitung von damals hieß: „Das Flußbad in der Bega, welches in den Besitz der Stadt übergegangen ist, wird in diesem Sommer so betrieben werden wie bisher. Die Schüler der hiesigen Schulen haben die Benutzung des Bades unentgeltlich; Erwachsene habe ein angemessenes, auf der in der Bade-Anstalt aushängenden Bade-Ordnung angegebenes Badegeld zu zahlen. Als Bademeister wird wie bisher der Fabrikaufseher Müller thätig sein. Die Bade-Anstalt ist von 3 Uhr nachmittags bis 6 Uhr abends geöffnet.“ Ebenfalls 1896 wurde das Woldemarbad mit einem Hallenschwimmbad für Jugendliche eröffnet. Die Flußbadeanstalt zog später übrigens um an die Werre – an die Brücke Werler Straße. Dort befand sich, wie man im „Hauptführer durch Bad Salzuflen“ von 1912 lesen kann, auch eine Kahnstation. Heute wie damals kann man auf der Werre mit dem Kahn (bzw. Kanu) fahren, da wird es doch eigentlich Zeit, die Flußbadeanstalt mal wieder zu beleben, oder?

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1950er: Josefs- und Vincenzheim an der Wenkenstraße

Bis in die 1980er präsentierte sich die Ecke Dammstraße / Wenkenstraße so wie auf dieser Postkarte vermutlich aus den 1950er Jahren. Auf ihrem eigenen Grundstück hatte die katholische Kirchengemeinde das Josefs- und das Vincenzheim bauen lassen. Während das frühere Josefsheim später zu Wohnungen umgebaut wurde, musste das Vincenzhaus den Neubauten an der Dammstraße weichen. Das Motiv dürfte schon 20 Jahre vorher genauso ausgesehen haben, aber das am Strommasten sichtbare Schild macht doch stutzig: In Englisch und Deutsch wird hier ein Parkverbot ausgesprochen – damit dürfte die Aufnahme vermutlich erst nach 1945 entstanden sein, als die Zahl der englischen „Gäste“ deutlich angestiegen war…

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1970er: Idylle an der Ladestraße

Bis auf den markanten Giebel des Salzufler Bahnhofes erkennt man hier heute kaum etwas wieder: 1973 spielt unsere beschauliche Szene am Güterbahnhof, als Schaumstoffballen abgeholt werden. Das Besondere daran: Das „Fahrzeug“ der Bega-Spedition hat einen „1-PS-Antrieb“, denn es wird von einem Pferd gezogen. Auch ein anderer Bereich der Motorisierung hat sich seither deutlich verändert. Durch die Bildmitte verläuft heute die vierspurige Bahnhofstraße und der Güterbahnhof ist seit langem außer Betrieb. Güter gehören eben nicht mehr auf die Bahn – schade eigentlich!

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