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1900: Der neue Fürstenhof am Kurparksee

Der ehemalige „Fürstenhof“ stand dieser Tage wieder im Mittelpunkt des Interesses. Während seine Zukunft weiter ungeklärt zu sein scheint, schauen wir auf die Anfänge dieses stolzen Baus an der Parkstraße: 1908 – zum Zeitpunkt unseres Fotos – eröffnet, war der „Fürstenhof“ das erste Haus am Platze. 1945 von der englischen Besatzungsmacht beschlagnahmt, wurde der Bau in den 1950er Jahren zum „Parksanatorium“ umgebaut (und büßte dabei viele seiner interessanten architektonischen Details ein). Später mit der Klinik am Kurpark durch einen unterirdischen Tunnel verbunden, wird nun eifrig nach einer neuen Nutzung für diese altehrwürdige Gebäude gesucht. Damit nicht eines Tages der Abbruchbagger dieses Zeugnis der Bäderkultur aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts vernichtet…

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1960er: Kurze Werbeunterbrechung mit alten Bekannten (VIII)

Am heutigen Montag schauen wir wieder knapp 50 Jahre zurück – und sehen: In Bad Salzuflen gibt es viele Unternehmen mit Tradition. Das Stadtcafe Am Markt 7 ist heute noch das älteste Cafe der Stadt und das Spanferkel von Daubel gehört ja zu unserer Stadt wie der Pickert zu Lippe. Fisch-Obendiek in Schötmar gibt es dagegen nicht mehr, selbst die Anschrift existiert nicht mehr. Denn die Lange Straße in Schötmar wurde bei der Großgemeindebildung 1969 umbenannt in Schloßstraße. Ähnlich dürfte es sich mit dem Haus „Carla“ von Frau Bobe verhalten. Denn auch die Namensgebung und die Hausnumerierung der Wüstener Straße hat sich zwischenzeitlich geändert. Vielleicht kann jemand zu dem Haus „Carla“ noch weitere Angaben machen?

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1950er: Das „Büdchen“ an der Bahnhofstraße

Im Ruhrgebiet wird sie noch gelebt: Die Kultur der „Büdchen“ – und auch in Bad Salzuflen gab es diese kleinen Imbiss-Kiosk-Bier-Stationen. Auf dieser Aufnahme von 1958 blicken wir auf den Imbiss von Heinz Winter in der Bahnhofstraße. Leider haben wir keinerlei Informationen, wer die drei Herren auf diesem Foto sind. Vielleicht kennt sie jemand von unseren geneigten Leserinnen und Lesern?
Sofern wir uns nicht ganz irren, befand sich das „Büdchen“ dort, wo heute die Einfahrt zur Waschstraße ist, die Esso-Station im Hintergrund befindet sich auf dem heutigen Gelände der Waschstraße. Sehenswert auch die Preistafel rechts: Die kleine Flasche Cola für 40 Pfennige, der Rollmops für 30 Pfennig. Ansonsten auf der Karte (und heute kaum noch in einem Imbiss zu finden): Ölsardinen, Sinalco und Milch….

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Roter Punkt = Standort der Imbissbude

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1900: Die ganz alte Schießhofstraße

Um 1900 blicken wir auf die Fachwerkhäuser entlang der Schießhofstraße. Die Häuser lassen erahnen, dass Bad Salzuflen eben eine klassische mittelalterliche Stadt war, bevor das Kurwesen Einzug hielt. Links sehen wir Haus Nr. 1, daneben Nr. 3 und Nr. 5. Um 1925 wurden die beiden Häuser rechts abgerissen und durch einen Neubau ersetzt – hier befindet sich heute das Wohlfühlrestaurant „Hellas“. Das Haus Nr. 1 „verschwand“ förmlich zwischen den beiden hervorspringenden Fassaden der Nachbarhäuser und wurde erst vor einigen Jahren sehr mustergültig und wohnlich restauriert. Schon viele sind daran vorbei gelaufen, ohne das Haus besonders zu beachten – dabei kann sich heute jeder dort einmieten: Im oberen Stockwerk findet sich eine Ferienwohnung, deren Innenräume man auch unter diesem Link durchstöbern kann…

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1950er: Das (besondere) Bild zum Sonntag…

Zum Sonntag gibt es wieder ein besonderes Bild: Ende der 1950er Jahre blicken wir auf Bad Salzuflen, doch erst beim zweiten Blick fällt auf: Es gibt zwei katholische Kirchen. Die Luftaufnahme muss also etwa aus dem Jahr 1959 stammen, vor Abbruch der alten katholischen Kirche in der Grabenstraße (später Sparkasse, heute Best Western). Und besonders interessant ist auch der Vordergrund des Bildes: Hier verläuft heute die vierspurige Bahnhofsstraße – auf dem Bild sehen wir noch die alte, baumbestandene Bahnhofstraße, die als Sackgasse am Bahnhof endete. Einige Häuser kann man noch wiedererkennen, viele andere Bauten sind dem Ausbau der Straße gewichen. Und statt der Wohnbauten neben der katholischen Kirche sehen wir noch die Gemüsegärten der Salzufler. Auch an anderen Stellen in der Stadt prägen noch Industriebauten und Gewerbegebiete die Flächen, auf denen heute beispielsweise die Hochhäuser am Hellweg stehen.

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