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1950er: Von der Kirche zur Bank zum Supermarkt…

Weil gerade so viele Salzufler in der FB-Gruppe „Wenn Du in Bad Salzuflen…“ ihre Erinnerungen an das 2006 abgerissene Sparkassengebäude an der Grabenstraße geteilt haben, wollen wir doch einmal schauen, was dort vor der Bank stand! Hier wurde 1894 die erste, feste katholische Kirche Salzuflens erbaut. Obwohl Lippe seit der Reformation hauptsächlich protestantisch war, waren viele Arbeiter von Hoffmanns Stärkefabriken, beispielsweise jene aus dem Eichsfeld (Thüringen), katholischen Glaubens. Die steigende Zahl der Gläubigen wurde von Hoffmanns Stärke in ihrem Bemühen um ein eigenes Gotteshaus auch finanziell unterstützt. Die heutige Liebfrauenkirche wurde 1956 bis 59 erbaut, nachdem die Kirche direkt an der Salze zu klein geworden war und der schwammige Boden wohl auch immer wieder Anlass zur Sorge gab. Der neue Hauptsitz der Sparkasse Bad Salzuflen wurde dann von 1963 bis 69 errichtet.
Wer noch Bilder der alten katholischen Kirche oder des Sparkassengebäudes hat, kann sich übrigens gerne bei uns melden!WDiBSloabd_1930er_BadSalzuflen_Postkarte_Grabenstrasse_alte_katholische_Kirche_reformierte_Kirche_Erloeserkirche_WEB

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1930er: Trinkbrunnen und Wandelhalle im Jugendstil

Während bald die Sanierung des Nachfolger beginnt, blicken wir heute noch einmal zurück auf den Vorgänger: Die alte Wandelhalle entstand um 1900 zunächst als hölzerner Trinkbrunnenausschank und wurde bis zum ersten Weltkrieg massiv erweitert. In den 1920er Jahren erhielt der Bau dann seine endgültige Form – angelehnt an den Jugendstil. Zentral innerhalb der mehrflügeligen Wandelgänge lag der Trinkbrunnenausschank, den wir hier im Bild sehen. Ein Modell des Brunnens existiert heute noch. Die historische Wandelhalle musste 1960 den Planungen für die heutige Konzert- und Wandelhalle weichen – ein derber Verlust. Was bleibt, ist allein die Erinnerung… und eine „neue“ Wandelhalle, die schon wieder so alt ist, dass sie unter Denkmalschutz steht.

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2010er: Schlittschuhlaufen auf dem Kurparksee

Wer ist dabei? Die nächsten Tage soll es bei uns weiter unter Null Grad frösteln. Und schon werden die ersten Wetten abgeschlossen, ob der Kurparksee zufriert! Zuletzt tat er uns diesen Gefallen im Februar 2012 – im Salzstreuner erschien damals dieser Schnappschuss von Christian Kunze. Und schon die Jahre und Jahrzehnte zuvor sorgte ein zugefrorener Kurparksee für jede Menge Spaß bei Jung und Alt., wie der Zeitungsausschnitt von 1970 zeigt. Ob die Markierungen auf dem Zeitungsfoto persönliche B-Noten sind oder die Anfall der Stürze dokumentieren, ist leider nicht überliefert….

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1970er: Winter vor 45 Jahren…

Früher war ja mehr Lametta… Und vor genau 45 Jahren verzeichnete Bad Salzuflen im Winter 1970/71 gleich 25 Dauerfrosttage – also Tage, an denen das Thermometer unter 0 Grad blieb. Am 2. Februar 1971 kehrt die Güterzuglok 050 335-9 aus Richtung Schötmar zurück, wohin sie kurz zuvor mit einigen Güterwagen aufgebrochen war. Im Hintergrund sieht man Hoffmanns Stärkefabrik, zu der auch das Gleis links von der Lok führt. Besonders idyllisch – neben dem weißen Kleid der Landschaft – auch der Telegraphenmast rechts. Früher ein „Markenzeichen“ jeder Bahnstrecke.

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1930er: Geschichte zum Trinken

In Bad Salzuflen gibt es Geschichte nicht nur zum Anschauen oder Anfassen, sondern auch zum Trinken. Wirt Vincent feiert im „Ratsstübel“ heute seinen runden Geburtstag und während er seit genau 10 Jahren zum Inventar gehört, gehört das Inventar schon etwas länger zum Lokal. Auf dieser Postkarte aus den 1930ern sehen wir das Ratsstübel frisch modernisiert – nach einem Brand wurde das Lokal damals neu eingerichtet. Und nun die Preisfrage: Wer erkennt alle Einrichtungsgegenstände, die auch heute noch die zweitälteste Kneipe der Stadt zieren?

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1960er: Sonntags-Suchbild – Wer kennt was noch?

Ein buntes Such-Bild zum Sonntag: Vermutlich Ende der 1960er wurde diese Luftaufnahme des damals noch ganz neuen Kur-Bereichs gemacht. Wandel- und Konzerthalle strahlen noch, selbst dem Badehaus VI scheint man einen neuen Anstrich gegönnt zu haben. Dahinter sehen wir über die Baumstraße, Wenkenstraße, Augustastraße und Annastraße bis hin zum Sportplatz Waldstraße. Im Vordergrund ist noch das Woldemarbad in Betrieb, das Gebäude ist zum Aufnahmezeitpunkt gerade mal zehn Jahre alt. Interessant auch die alte Fassade des Kurhauses zur Parkstraße: Der heutige Haupteingang entstand erst nach dem Brand in den 1980ern. Und eine Besonderheit hat das Foto auch noch: Wir haben bisher auf dem Foto nur sechs Menschen erkennen können – findet jemand mehr? Das Foto ist anscheinend aufgenommen worden, als gerade Essenszeit war…

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1970er: Mit Volldampf durch Schötmar!

„Schötmar Schranke“ war schon immer ein beliebtes Motiv – hier mal mit einem „Jumbo“. Die Dampfloks der Baureihe 044 wurden liebevoll so genannt, weil sie eine ordentliche Zugkraft hatten. Das bescherte Ihnen auch ein verhältnismäßig langes Leben. Die Lok 044 407-5, die hier mit Volldampf durch Schötmar fährt, hat an diesem trüben Januartag 1972 allerdings nur noch gut anderthalb Jahre vor sich bis zur Ausmusterung. In Ottbergen beheimatet, oblagen ihr und ihren Schwestern die schweren Güterzüge durch das Weserbergland. Vermutlich hat sie einen solchen nach Löhne oder Osnabrück gebracht und befindet sich jetzt auf dem Rückweg in ihre Heimat…

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1930er: Ungewöhnlicher Einblick in die Lange Straße

Dieses Bild ist ein seltener (fotografischer) Blick in die Lange Straße: Vom Baugerüst des „Rheingold“ blicken wir im Jahr 1933 hinunter Richtung Schliepsteiner Tor. Vorne rechts sehen wir  „Haushaltswaren Stöcken“ (heute steht hier die Commerzbank), links Cafe Beckering (?) und dahinter Barkhausen. In der Ferne erkennen wir die Kurverwaltung (heute u.a. Caprice Moden), vor dem Gebäude scheint ein Bus zu stehen. Sehenswert auch das geparkte Auto vor Regel. Hinter der Kurverwaltung erkennt man noch den großen Bau des Kinderheims Bethesda. Und im Vordergrund unterhält sich die städtische Jugend – und plant vielleicht den nächsten Pennäler-Streich…

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1970er: Hinterm Salzhof – Einbahnstraße

Heute mal wieder eine Frage an Autoexperten und Salzuflen-Kenner: Von wann ist diese Aufnahme der Häuser am Salzhof? Vermutung ist Ende der 1960er Jahre. Wir sehen die Ausfahrt vom damaligen Parkplatz und Busbahnhof Salzhof, vor uns die Häuser „hinter der Wieke“. Als Fahrtrichtung ist links vorgegeben, rechts bietet ein Bekleidungsgeschäft Werner seine Waren an. Daneben ein altbekanntes Fahrradgeschäft. Das hinten links erkennbare Dach mit den beiden Schornsteinen gehört zum Haus Otto-Künne-Promenade 1. [EDIT: Dank eines Hinweise können wir das Foto jetzt auf die 1970er Jahre datieren. Herzlichen Dank!]

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1960er: Winter in Bad Salzuflen

Auch vor über 50 Jahren gab es schon „plötzliche Kälteeinbrüche“ – aber die Salzufler waren das gewöhnt, man nannte das damals „Winter“. Hier blicken wir in einem solchen „Winter“ irgendwann in den 1960er Jahren über den Ostersiek in Richtung LVA-Klinik. In der Ferne grüßt der Schwaghof (damals noch mit 9- statt 18-Loch-Golfplatz). Die Spuren auf den Straßen zeigen uns: Auch ohne ESP, ABS und Spurhalteassistent war es früher schon möglich, auf Schnee mit dem Auto zu fahren…

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