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1910er: Das Pferdefuhrwerk am Hafermarkt…

Alt und Modern am Hafermarkt: Während vorne ein Hauderer (Fuhrmann) mit einem Herren auf dem Bürgersteig ein Pläuschchen hält, sieht man im Hintergrund eine moderne Errungenschaft: Vor dem ältesten Haus der Stadt (Wenkenstraße 10a) steht ein Strommast! 1911 war in Bad Salzuflen ein Elektrizitätswerk eingeweiht worden. Ohne dieses Detail könnte die Szene auch um 1800 oder 1900 aufgenommen worden sein, denn die vier Häuser, die hier sichtbar sind, gehen alle aufs Mittelalter zurück. Erhalten davon sind nur drei, das Haus links musste später einem Neubau weichen. Interessant sind auch die Fassaden der beiden Gebäude im Hintergrund, während die ehemalige „Bauernstube“ rechts heute noch genau so aussieht… An dieser Stelle übrigens noch ein herzlicher Dank nach Holzhausen für die Überlassung dieser tollen historischen Postkarte! Übrigens aufgenommen von Hoffotograph Paul Beckmann.WDiBSloabd_1910er_BadSalzuflen_Wenkenstraße_Hafermarkt_von_Hoffotograf_PaulBeckmann_WEB

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1970er: Stauteichstraße für Auto-Fans

Die Stauteichstraße sieht auf diesem Bild von vermutlich 1978/79 eigentlich nicht viel anders aus als heute – umso interessanter sind aber die fahrenden Untersätze auf dem Foto. Ford, Audi, Mercedes und ein VW Käfer, bei dem Worte wie „Reinigungssystem“ oder „Software-Manipulation“ noch völlig unbekannt ist. Im Hintergrund sieht man eines der damaligen Dienstfahrzeuge der Deutschen Bundespost. (EDIT) Der Käfer trägt den Aufkleber „Ein Herz für Kinder“ – eine Aktion, die 178 von Axel Springer ins Leben gerufen wurde.WDiBSloabd_1974_Salzuflen_Stauteichstraße_WEB

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1950er: Und Abends in die „Scala“…

Das Tanzen zum Kur-Erfolg gehört, wusste man im Heilbad Salzuflen schon früh. Die Tanz-Scala war ab den 1920ern ein beliebter Treffpunkt für den Tanz und über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Auf diesem Bild aus den 1950er Jahren sehen wir das zeitgemäße und damals moderne Ambiente – und man kann sich gut vorstellen, wie hier getanzt, gelacht und natürlich geflirtet wurde, natürlich bei Live-Musik. Getanzt, gefeiert und geflirtet wird in der Tanz-Scala auch heute noch: 2007 wurde das Lokal renoviert und feiert am heutigen Samstag seinen 8. Geburtstag in neuer Form! Der Eintritt ist frei – viel Vergnügen! WDiBSloabd_1950er_BadSalzuflen_Tanz_Scala_HerforderTor_Innen_WEB

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Lippisch Kochen mit Alex: Lippisches Gulasch

Die Lippische Küche zeichnet sich ja auch durch ein Wesensmerkmal der Lipper an sich aus: Die Sparsamkeit. So gibt es viele Rezepte, bei denen man auch mal auf „Reste von gestern“ zurück greifen kann. Oder wie heute beim Lippischen Gulasch: Wenn das Wetter mal nicht nach Grillen ist, lassen sich die Bratwürstchen auch gut in anderer Form zubereiten. Wie immer viel Spaß beim Lesen und Nachkochen von Alex‘ Rezept!

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Lippisch Kochen mit Alex: Kürbissuppe

Der Kürbis ist heute wieder moderner denn je in unseren Küchen. Er wird in den vielfältigsten Variationen gegessen. Als Gemüse, als Suppe, als Püree oder traditionell auch noch als eingelegter Kürbis, meist süß/sauer. Passend zu den viele Kürbissen, die schon im Supermarkt und auf Märkten angeboten werden, zeigt uns Alex heute ihr Rezept für Kürbissuppe in einer Creme-Variante. Gerade für verregnete Tage ist eine heiße Suppe ja genau das richtige… Also: Viel Spaß beim Lesen, Nachkochen und Genießen!

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1980er: Ein Freibad – noch ohne 50-Meter-Rutsche…

Heute meldet die Stadtverwaltung eine positive Saison 2015 im Bega-Bad – über 5.000 Besucher mehr als im Vorjahr, Umkleiden und Duschen saniert und neue Rutschenschalen für die 50-Meter-Rutsche… Von großen Rutschen konnte man vor über 35 Jahren nur träumen, als bei eher verhaltenem Wetter nur eine Handvoll Schwimmer im städtischen Freibad am Begakamp unterwegs waren. Übrigens gab es auch in der diesjährigen Badesaison einiges an dunklen Wolken: „Ein nicht zu kompensierender Personalengpass bei den Schwimmmeistern“ machte eine Einschränkung der Öffnungszeiten unumgänglich. „Wir bitten hierfür nochmals um Entschuldigung, aber die Sicherheit der Badegäste hatte hier Vorrang“, heißt es dazu.WDiBSloabd_1980_BadSalzuflen_Begabad_damals_städtisches_Freibad_001_WEB

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Aktuell: Wahlergebnisse 2015

Am 13.09. wird in Bad Salzuflen ein neuer Bürgermeister gewählt – und ganz Lippe ist aufgerufen, den Landrat zu wählen. Um 18.00 Uhr schließen die Wahllokale, anschließend werden in jedem Wahllokal zunächst die Stimmen für den Landrat, dann die für den Bürgermeister ausgezählt. Wer sich übers Netz über die Wahlergebnisse informieren möchte, kann das hier auf der Seite des Kommunalen Rechenzentrums (KRZ) tun:  http://wahl.krz.de/kw2015/05766008/html5/index.html. Hier laufen alle Ergebnisse aus den Wahllokalen zusammen.
In der Bürgerhalle des Rathauses informiert das Wahlamt ab 18.00 Uhr ebenfalls über die aktuellen Ergebnisse.WDiBSloabd_1980_BadSalzuflen_Rathaus_Ansicht_aussen_001_WEB

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Lippisch Kochen mit Alex: Westfälischer Apfelkuchen

Der Westfälische Apfelkuchen ist ein Klassiker der (Back-)Küche: Alex zeigt uns heute Schritt für Schritt, wie man den beliebten Kuchen zaubert. Wer ihn richtig regional mag, verwendet für den Belag übrigens „Lippisches Tiefenblümchen“, „Boskopp“ oder den „Westfälischen Gülderling“ – diese Apfelsorten aus der Region zaubern erst den richtig „heimischen“ Geschmack zum Kuchen. Viel Spaß beim Lesen und Nachbacken!

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1960er: „Zur Post“ gegenüber der Post

Den markanten Schriftzug von „Wicküler“ kennen wir bereits von einem anderen Foto – hier werfen wir auch mal einen Blick in die Gaststätte „Zur Post“ am Salzhof. Damals mit dem rustikalen Charme der 1960er Jahre, präsentiert sich das Erdgeschoss heute in völlig anderer Nutzung. Inzwischen ist das markante Gebäude an der Ecke Schießhofstraße/Salzhof eingerahmt von Neubauten der 1980er Jahr und darin integriert. Beim Blick in die Vergangenheit fallen vor allem zwei Dinge auf: Die farblich gemusterten Gardinen und der große Stammtisch-Aschenbecher von Herforder Pils – heute ein begehrtes Sammlerstück (nicht nur wegen des Rauchverbotes…)…

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1950er: Wie James Bond nach Bad Salzuflen kam…

1957: Kalter Krieg zwischen West und Ost, Spione überall – und Bad Salzuflen mittendrin. Im neuen James-Bond-Roman „Trigger Mortis“ von Anthony Horowitz nach Vorlagen von Ian Fleming führt die Geschichte den Agenten im Dienste seiner Majestät auch in unsere schöne Kurstadt. Reine Erfindung? Mitnichten – denn Bad Salzuflen war 1945 ein Hauptquartier der britischen Besatzung geworden. Von hier wurden unter alliierter Kontrolle das Post- und Fernmeldewesen wieder aufgebaut, hier wurden die heute noch bekannten „Naafi“-Shops erfunden und auch das „British Entries and Exit Branch“ (später gemeinsam mit Amerikanern und Franzosen „Combined Travel Board“), welches über Ein- und Ausreisen sowie Auswanderungen wachte, hatte hier ihren Sitz. Im Stadtarchiv finden sich in Akten aus der Zeit auch Hinweise auf eine sowjetische Militärmission, vermutlich den Vorgänger der später in Bünde stationierten sowjetischen Soldaten, deren Hauptaufgabe das Kontrollieren von westalliierten Truppenbewegungen war. Das Bild zeigt eine typische Szene, wie sie vielleicht auch James Bond damals erlebt hätte: Am Herforder Tor biegt ein Wagen (noch mit Kennzeichen der damaligen Besatzungszone) mutig in die überschwemmte Lange Straße ein, während Passanten sich das Spektakel vom (noch trockenen) Bürgersteig aus anschauen.

Als Schauplatz für eine Agentengeschichte ist Bad Salzuflen also in jedem Fall geeignet – auch wenn 1957 viele der erwähnten Einrichtungen schon wieder Geschichte waren, ihren Sitz verlegt hatten und die meisten beschlagnahmten Gebäude ihren Besitzern zurück übergeben worden waren. Dem berühmtestes Geheimagenten der Welt sagt unsere schöne Stadt leider nicht besonders zu: „Bad Salzuflen? Sogar der Name klingt wie etwas, das sich in einem Bordell einfangen könnte“, kommt es ihm wenig charmant über die Lippen. Obwohl Bond-Erfinder Ian Fleming stets behauptet hat, seine Romane beruhten zu 90 Prozent auf wahren Begebenheiten und eigenen Erlebnissen, ist nicht überliefert, ob er jemals in Bad Salzuflen war. Denn wenn er es gewesen wäre, hätte er seine berühmteste Figur garantiert nicht diesen Satz sagen lassen… 😉

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