Bild

1960er: Markttag auf dem Salzhof

Obwohl sich der Platz „Am Markt“ unmittelbar am historischen Rathaus befindet, war der Salzhof seit Abriss der Saline in den 1920er Jahren der Ort, wo der Wochenmarkt stattfand. So auch auf diesem Foto von 1962, als aus den damals sehr modernen Verkaufsanhängern die frischen Waren feilgeboten wurden. Heute findet der Markt in der Saison Dienstag, Donnerstags und Samstags in Salzuflen statt. Interessantes Detail am linken Bildrande: Die Dame von Welt trug damals Pelz und Hut! Der Verein der Salzufler Wochenmarktbeschicker ist übrigens auch bei Facebook zu finden: Bad Salzufler Wochenmärkte.WDiBSloabd_1962_BadSalzuflen_Wochenmarkt_Salzhof_Stadtarchiv_WEB

Bild

Lippisch Kochen mit Alex: Bratwurst-Sauerkraut-Pfanne

Das Sauerkraut war und ist auch im Lipperland ein gern genommenes Gemüse – heute zeigt uns Alex in ihrem Kochstudio eine schnelle Variante einer Bratkartoffelpfanne mit Bratwurst und Sauerkraut. Übrigens kann man Sauerkraut auch selber machen: Man braucht nur 5 kg Weißkohl und 100 g Salz. Der feingehobelte Weißkohl wird schichtweise in einen Steintopf gegeben, jede Schicht wird mit Salz bestreut und solange fest gestampft, bis der sich bildende Saft den Kohl bedeckt. Die letzte Schicht wird mit einem sauberen Leinentuch bedeckt. Darauf legt man einen Deckel oder Teller mit der Größe des Topfinnendurchmessers und beschwert ihn mit einem großen Stein. Der Topf bleibt etwa 10 Tage in einem warmen Raum (20°C) stehen und wird dann in den kühlen Keller gestellt. Nach 4-6 Wochen ist das Sauerkraut fertig. Es muss nach jeder Entnahme wieder sauber und fest abgedeckt werden.
Natürlich kann man das Sauerkraut heute auch einfach fertig kaufen – wir wünschen wie immer viel Spaß beim Lesen und nachkochen!

WDiBSloabd_Lippisch_Kochen_mit_Alex_BratwurstSauerkrautPfanne_000

Continue reading

Bild

2010er: Allergikerfreundliches Bad Salzuflen

Mit der offiziellen Verleihung des ECARF-Siegels an 27 Betriebe und Stadt und Staatsbad Salzuflen darf sich unser Gesundheits- und Tourismusstandort nunmehr „allergikerfreundliche Kommune“ nennen. Nur sechs Orte in Deutschland erfüllen bisher diese Standards, Bad Salzuflen ist das erste allergikerfreundliche Sole-Heilbad. Was verbirgt sich dahinter? Die teilnehmenden Betriebe von Hotels über Supermärkte bis hin zu Bäckern und Frisören bieten Allergikern besondere Bereiche oder Produkte, mit denen der Alltag leichter wird. Das fängt bei speziellen Hotelbetten für Hausstaub-Allergiker an, geht über Gluten-freies Brot bis hin zu speziellen Pflegeprodukten ohne allergene Inhaltsstoffe. Damit wird nicht nur der Urlaub für Allergiker in Bad Salzuflen künftig entspannter, auch Einwohner profitieren davon. Wer mehr über allergikerfreundlichen Urlaub wissen will, findet unter http://www.allergikerfreundlich.de/ die sechs bisher ausgezeichneten Kommunen.

Wie allergikerfreundlicher Urlaub in Bad Salzuflen aussieht, kann man in einem neuen Video sehen. Der Film ist übrigens auch für Nicht-Allergiker geeignet, denn beim Dreh sind faszinierende und tolle Bilder unserer schönen Stadt entstanden. Ansehen lohnt sich!

Bild

1970er: Wochenendausklang…

Zum Ausklang des Wochenendes noch ein Schnappschuss aus den 1970ern: Während 052 598-0 mit ihrem Güterzug noch warten muss, hat die V100 mit ihrem Personenzug schon „Freie Fahrt“ und schiebt sich Herford entgegen. Links sehen wir das Stellwerk Sn am Bahnübergang Werler Straße, von dem heute keine Spuren mehr zu entdecken sind. Wir wünschen einen schönen Rest-Sonntag und einen guten Start in die neue Woche!WDiBSloabd_1973_04_15_Salzuflen_Bahnhof_052598-0_Panzerzug_WEB

Bild

2010er: Prinz Armin zur Lippe – ein Nachruf

Aus dem Schloss in Detmold kam gestern eine Nachricht, die jeden Lipper irgendwie betroffen machte und jeden in Lippe in irgend einer Weise bewegt hat: „In tiefer Trauer geben wir den Tod von Dr. Armin Prinz zur Lippe bekannt, der nach kurzer, schwerer Krankheit am 20. August 2015 im Alter von 91 Jahren in Detmold im Kreise seiner Familie verstarb. Dr. Armin Prinz zur Lippe, Jahrgang 1924, war der letzte noch lebende Sohn eines deutschen regierenden Fürsten“. Jeder Lipper weiß, dass Prinz Armin für Lippe mehr war, als nur der Sohn eines ehemaligen Fürsten und der Chef über die meisten Wälder in Lippe. Und jeder Lipper hat eine Geschichte mit oder über ihn zu erzählen….

Meine Geschichte begann mit meiner Patentante, die damals in Detmold wohnte. Wenn ich als Kind bei ihr zu Besuch war, nahm sie mich oft mit ins Schloss. Ich fand die großen Säle toll, ich liebte den Thron, ich hatte Angst vor der Galerie mit den Jagdtrophäen. Und ich malte mir immer aus, wie es wohl wäre, in diesem Schloss zu wohnen und über die Dachböden zu kriechen. Prinz Armin zur Lippe ist es zu verdanken, dass ich als Kind beeindruckt sein konnte. Als Hausherr – im wahrsten Sinne des Wortes – hatte er sich für das Schloss in Detmold schon eingesetzt, als es noch keinen Denkmalschutz und keine Landesmittel gab.

Meine Tante zeigte mir auch, was jeden Tag so pünktlich geschah, dass angeblich Menschen in Detmold ihre Uhr danach stellten: Die Kirchturmuhr schlug – und auf den Schlag traten aus dem Schlossportal Prinzessin Dr. Traute und Prinz Dr. Armin zur Lippe. Mit ihrem Mops, bzw. damals noch ihren beiden. Ich war beeindruckt. Im Laufe der Jahre habe ich überhaupt erst mehr über das Haus und das Land Lippe gelernt – und erst später verstanden, was diese Lebensaufgabe bedeutet.

Mehr als 25 Jahre später hatte ich dann die Gelegenheit und das Privileg, mit Prinz Armin zur Lippe ein Interview zu führen. Ich hätte aufgeregter nicht sein können – und während ich mir noch Gedanken machte, ob man „Eure Hoheit“, „Durchlaucht“ oder „Herr Prinz“ sagt, trat mir plötzlich ein Mensch gegenüber, der zwei Drittel an Lebensjahren mehr hatte als ich, meine Hand schüttelte und verschmitzt lächelnd „Guten Tag“ sagte. Bevor ich überhaupt etwas sagen konnte. Wir führten dann ein langes und interessantes Gespräch – über Vergangenes, über Geschichte und über Dinge der Gegenwart. Prinz Armin zur Lippe war ein sehr überlegter, nachdenkender, aber auch menschlicher Geist, dem nichts weltliches fremd war, aber für den alles stets in einem größeren Zusammenhang zu sein schien. Und ein sympathischer Mensch noch dazu.

Nach Ende des Gesprächs verließ ich das Schloss dann durch dasselbe Gartentor, dass ich als Kind immer nur von der Außenseite anschauen konnte. Und irgendwie war ich danach „mehr“ Lipper als schon vorher.

Mit Prinz Armin zu Lippe ist ein Mensch von uns gegangen, der nicht nur Lipper inspiriert hat, sondern auch ein Verständnis für das Vermächtnis der Vorväter und die Weitergabe an künftige Generationen hatte. Er wird uns Lippern fehlen – nicht nur menschlich und persönlich. Aber das werden wir erst später merken…. Unsere Gedanken und Gebete sind heute bei Prinzessin Traute und der Familie.

WDiBSlaobd_Prinz_Armin_zur_Lippe_Schloss_Detmold_Nachruf_WEB

Bild

Lippisch Kochen mit Alex: Pfeffer Potthast

Heute gibt es in unserem Lippischen Kochstudio einen echten Festtagsschmaus: Alex bereitet uns einen „Pfeffer Potthast“ zu. Dieses, in ganz Westfalen beliebte Gericht, geht mindestens auf das Jahr 1378 zurück, wie Wikipedia zu berichten weiß. Der Name setzt sich aus „Pfeffer“, „Pott“ und „Hast“ zusammen. Dabei steht „Hast“ für das verwendete Rindfleisch und der „Pott“ weist darauf hin, dass man alles in einem Topf kocht. Bei der Bedeutung des „Pfeffer“ ist man sich nicht so einig: Entweder steht er für das entsprechend verwendete Gewürz oder allgemein als Begriff für eine gut gewürzte Speise. Die semantischen Feinheiten sollen aber dem Genuss nicht im Wege stehen, deshalb hier nun das Rezept für Pfeffer Potthast – wie immer mit Bild-für-Bild-Anleitung von Alex. Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen!

WDiBSloabd_ippisch_Kochen_mit_Alex_PfefferPotthast_000

Continue reading

Bild

1960er: Walhalla – Hotel und Waldrestaurant

Das Hotel und Waldrestaurant „Walhalla“ ist heute nur noch eine Erinnerung auf dem Busfahrplan. Nach Leerstand, mehrmaliger Brandstiftung und Abriss blieb zuletzt nur noch das Gästehaus (nicht im Bild) als Ruine erhalten, bis auch sie vor ein paar Jahren (endlich) verschwand. Vorher zählte die „Walhalla“ zu den beliebten Ausflugslokalen rund um die Städte Salzuflen und Schötmar – gemeinsam mit der „Loose“, dem „Forsthaus“ oder dem „Schwaghof“. Auf dieser Aufnahme aus den 1950er/1960er Jahren bekommt man einen Eindruck, mit welchen Ausflüglerzahlen dabei so gerechnet wurde. Interessanterweise gelang es dem Fotografen, die gesamte Außengastronomie an diesem Frühlingstag komplett unbesetzt zu fotografieren – bis auf einen einzigen Gast. Wer findet ihn oder sie?WDiBSloabd_1960er_BadSalzuflen_Hotel_und_Waldrestaurant_Walhalla_Inhaber_Helmut_Pivit_WEB

Bild

1950er: Kurparkbeleuchtung im Wandel der Zeit

Am kommenden Freitag, 21.08.2015, beginnt ab 19.30 Uhr die „Nacht der 10.000 Kerzen“ im Bad Salzufler Kurpark. Die Tradition dieser Veranstaltung reicht bis in den Anfang des 20. Jahrhunderts zurück, als „festliche Illuminationen“ das Publikum zum Staunen brachten. Auf der Postkarte aus den 1950er Jahren sehen wir Aufnahmen der Parkbeleuchtung, im mittleren Bild oben erkennen wir noch das alte Wasserspiel, dass im Zuge des Neubaus von Konzerthalle und Kurhaus verschwand. Welches Gebäude oben rechts und unten links aus Lichtern nachgebaut wurde, kann man nur erraten. Die Wetterprognose für diesen Freitag lautet übrigens: „Bis 26 Grad, keine 10 Prozent Regenrisiko“. Man sieht sich also am Freitag abend im Kurpark!WDiBSloabd_1950er_BadSalzuflen_Kurpark_Kurparkbeleuchtung_WEB

Bild

1920er: Am Kurparksee – aber wo genau?

Bei manchen historischen Aufnahmen ist es manchmal gar nicht so einfach, den genauen Standort zuzuordnen. Wie bei dieser Postkarte aus den 1920/1930er Jahren. Beschriftet mit „Im Kurpark“ zeigt sie aber wahrscheinlich das obere Ende des Kurparksee im heutigen Landschaftsgarten. Im Rücken des Fotografen befände sich das Haus am See, die Treppen links sind der ehemalige „Steingarten“ unterhalb des heutigen „Maritim“ an der Parkstraße. Die weiße Brücke, die im Hintergrund sichtbar ist, überspannt die Salze, die in den Kurparksee mündet. Soweit unsere Theorie. Was meint Ihr? WDiBSloabd_1920er_BadSalzuflen_Postkarte_Kurpark_Kurpaksee_Brücke_WEB

Bild

1970er: Blick von der alten in die neue Herforder Straße

1975 – Ein Blick auf die künftige Herforder Straße in Richtung Bahnhof: Als Entlastungsstraße A geplant, verbindet sie heute Rudolph-Brandes-Allee, Bahnhofstraße und Herforder Straße miteinander. Mit ihrer Einweihung wurde die Innenstadt massiv entlastet, musste sich der Verkehr doch bis dahin durch Osterstraße, Steege und Herforder Tor quälen. Auf dem Bild blicken wir in etwa von der alten Herforder Straße in Richtung der Werler Straße. Die Gebäude rechts und links sind heute noch vorhanden, auch wenn durch ihren Vorgarten heute eine der meistbefahrensten Straßen der Stadt führt.WDiBSloabd_1977_BadSalzuflen_Bau_HerforderStraße_Neu_Blick_Richtung_Werler_Strasse_TrasseA_WEB