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1950er: Die Lange Straße ohne „Dolomiti“

Seit 1959 treffen sich die Salzufler und ihre Gäste im Sommer wie in der kalten Jahreszeit im Eiscafe „Dolomiti“. Doch was stand hier eigentlich früher neben der Post? Wir machen die historische Schatzkiste auf und sehen hier das Vorgängergebäude Lange Straße 10. Das alte Fachwerkhaus mit seinem Anbau beherbergte damals das Obst- und Gemüsegeschäft eines Herrn Grzenia, bis es 1958 abgerissen wurde. Auf den beiden Bildern erkennt man, dass sich schon die Stadtplaner der Vorkriegszeit über das kleine Haus hinweggesetzt hatten – das Gebäude der Post von 1928 ist deutlich höher und in der Straßenflucht zurück genommen, ebenso das Nachbarhaus links. Das Fachwerkhaus wirkt ein wenig „aus der Zeit gefallen“ an dieser zentralen Stelle der Innenstadt. Interessant aber auch die vielen Details der 1950er Jahre: Ob der moderne „Bedien-Dich-Selbst“-Automat, der Transporter auf dem Hof oder das Dreirad eines Kohlenhändlers auf dem Weg zum Salzhof… Sehr schön auch die Werbung am linken Haus, Lange Straße 12, die auf das Milchgeschäft Maus (später Hildebrand) hinweist – da wußte man auch ohne Leuchtreklame, was es hier zu kaufen gab…

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6 thoughts on “1950er: Die Lange Straße ohne „Dolomiti“

  1. natasha says:

    herr grezenia war mein stief opa hab erst eben die seite gefunden bin noch voll geschockt suche seit jahren beweissse das oma und opa einen gemuese laden hatten meine mutter hat mir davon erzeahlt sie ist 2013 an krebs gestorben ich lebe in england vielen dank

    • Rolf Drüner says:

      In meinen ersten Schuljahren ist die Tochter von Grzenias mit mir in eine Klasse gegangen. Ich kann mich noch an sie erinnern und besitze noch ein Klassenbild auf dem sie abgebildet ist.

  2. Uli Stock says:

    Beim zweiten Bild bin ich immer noch am Rätseln. Aber so langsam komme ich zum Schluss, dass es sich um einen Rekord P 1, gebaut in Rüsselsheim, von 1957 bis 1960 handeln wird.

  3. Uli Stock says:

    Moin Allerseits!
    Bei dem dunklen Lieferwagen kann es sich nur um einen Tempo Matador, gebaut von Vidal und Söhne in Hamburg Harburg, in den Jahren 1952 bis 1955 handeln. Vidal und Söhne ging dann später in Hannomag, dann Hannomag-Henschel über. Die Werkhallen lagen direkt an der A 7.
    Erst dachte ich schon an einen Lloyd LT 500 / 600. Dieses Modell hatte aber keine ausgestellten Radkästen auf der Hinterachse. Die Seitenwand reichte hier gleichmäßig eben bis an den Radlauf heran.
    Beim zweiten Bild muß ich mich beim Opel noch etwas schlau machen, da der Ausschnitt doch ziemlich klein geraten ist.

    Schönes Wochenende
    Uli Stock

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